Bitte melden Sie sich an

Registrieren Sie Sich als Premium-Mitglied, um Vorträge herunterzuladen.

  • 100% Rabatt auf alle Club-Events und Kongresse
  • Download der Vortragsunterlagen aller Veranstaltungen
  • Zugriff auf Fotogalerie aller Veranstaltungen
Sie sind noch kein Mitglied?

Dann registrieren Sie sich jetzt:

Jetzt Mitglied werden
Sie sind bereits Mitglied oder waren Teilnehmer?

Bitte loggen Sie sich ein:

Jetzt einloggen
Jetzt Mitglied werden

Privatanleger bleiben gelassen

Von Redaktion - 20. Juni 2011

Investorenstimmung hat sich trotz der nachgebenden Aktienkurse wenig verschlechtert. Über 40 Prozent rechnen mit steigenden Kursen. Alerdings Frauen sind pessimistischer als Männer.

Die zuletzt eingetrübte Lage an den internationalen Aktienbörsen hat sich zwar auch auf die Stimmung der Privatanleger in Deutschland ausgewirkt. Dennoch beurteilen diese die weitere Entwicklung an den Märkten nach wie vor recht optimistisch. Dies zeigt der neueste DZ BANK Anlegerindikator, für den TNS Infratest insgesamt 1072 Privatanleger befragt hat. Danach erwarten deutlich über 40 Prozent in den kommenden sechs Monaten steigende Aktienkurse, von fallenden Notierungen geht nur annähernd jeder fünfte Investor aus. Allerdings hat die Zahl derjenigen, die eine Tages- oder Festgeldanlage für attraktiv halten, zugenommen. Trotz des nach wie vor sehr niedrigen Zinsniveaus würden aktuell rund zwei Drittel der Befragten ein entsprechendes Investment ins Auge fassen. Dies belegt, dass die Anleger zunehmend vorsichtiger auf die Situation an den Märkten reagieren. Dem Thema Inflation messen sie dagegen überraschenderweise deutlich weniger Bedeutung bei als noch im Februar dieses Jahres.

Insgesamt rechnen momentan 42 Prozent der Privatanleger damit, dass der Deutsche Aktienindex (Dax) seine Schwächephase überwindet und innerhalb des nächsten halben Jahres steigen wird. Damit ist die Zahl der Optimisten gegenüber der vorangegangenen Umfrage Ende Februar dieses Jahres um 7 Prozentpunkte gesunken. Die meisten der zuvor positiv eingestellten Anleger gehen jetzt von einer Seitwärtsbewegung an den Aktienbörsen aus. Entsprechend ist die Zahl derjenigen, die mit gleichbleibenden Kursen rechnen, von 25 Prozent auf 32 Prozent gestiegen. Der Anteil der Pessimisten hat dagegen nur von 15 Prozent auf 18 Prozent zugelegt. Sie erwarten auf Sicht der nächsten sechs Monate fallende Aktiennotierungen.

Wie bereits in den vorangegangenen Umfragen schätzen Männer und Frauen auch diesmal die weitere Entwicklung an den Märkten sehr unterschiedlich ein: Zurzeit geht genau die Hälfte der Männer von steigenden Aktienkursen in den kommenden sechs Monaten aus. Die Frauen zeigen sich dagegen erheblich vorsichtiger. Lediglich ein Drittel von ihnen gab in der Umfrage eine positive Prognose ab.
"Generell spiegelt die aktuelle Stimmungslage der Privatanleger auch die Markteinschätzung vieler Analysten wider", kommentiert Peter Schirmbeck, Leiter Privatkundengeschäft der DZ BANK. "Das Research der DZ BANK rechnet beispielsweise damit, dass der Aktienmarkt nur vorübergehend ins Stocken geraten ist und die Aktienbewertungen immer noch für ein Investment sprechen. Wir gehen davon aus, dass der Dax bis Ende des Jahres noch die Marke von 7.900 Punkten erreichen kann."

Allerdings zeigen einige Indikatoren, dass die Anleger zunehmend vorsichtiger werden. So glauben inzwischen 43 Prozent der Befragten, dass die Risiken an den Aktienmärkten in den kommenden sechs Monaten steigen werden. Dies ist zwar nur ein Zuwachs von zwei Prozentpunkten gegenüber der vorangegangenen Umfrage. Er bestätigt aber einen Trend. Denn die Risikoeinschätzung nimmt seit August letzten Jahres kontinuierlich zu. Damals hatten noch weniger als ein Drittel der Investoren wachsende Risiken an den Märkten erwartet.

Sichtbar zugenommen hat auch das Interesse an Tages- und Festgeldanlagen. Diese ziehen inzwischen wieder 65 Prozent der Befragten bei einer Anlage in Betracht. Im Februar 2011 waren es erst 61 Prozent gewesen, im November vergangenen Jahres nur 59 Prozent. Trotz der zunehmenden Vorsicht und der etwas schlechteren Markteinschätzung ist das Interesse an Aktienfonds und Aktien aber relativ stabil geblieben. Sie sind für 28 Prozent bzw. 24 Prozent der Befragten eine überlegenswerte Anlagealternative. Dabei gibt es auch hier einen sehr deutlichen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Zurzeit würden über ein Drittel der Männer ein Investment in Aktienfonds in Erwägung ziehen, dagegen aber nur 20 Prozent der Frauen. Ein Direktinvestment in Aktien wiederum ist für 31 Prozent der Männer eine Option, aber nur für halb so viele Frauen.

Auch das Interesse an Zertifikaten ist mit 11 Prozent kaum verändert. Dabei bestätigt sich, dass die Investoren vor allem die Sicherheitsaspekte dieser Anlageprodukte schätzen. So stehen Garantiezertifikate unverändert in der Gunst der Investoren ganz vorne. Sie sind für 60 Prozent der Privatanleger attraktiv, für die ein Zertifikate-Investment in Betracht kommt. Knapp die Hälfte würde Bonuszertifikate in Erwägung ziehen, und rund ein Drittel binden Indexzertifikate in ihre Überlegungen mit ein.

Die zunehmende Vorsicht der Anleger zeigt sich auch in einem andern Punkt: Sie messen der Rendite ihrer Investments weniger Bedeutung bei als noch im Februar. Momentan zählen nur noch knapp 71 Prozent der Befragten die Rendite zu den wichtigen Aspekten einer Geldanlage. Im Februar waren es dagegen noch über 75 Prozent gewesen. Weit wichtiger bleibt für die Anleger dagegen der Sicherheitsaspekt ihres Investments. Ihn haben neun von zehn Anlegern auf der Agenda. Dem Thema Inflation messen sie dagegen sogar noch weniger Bedeutung als der Rendite bei. Es ist aktuell nur für 60 Prozent der Anleger relevant; und dies trotz der tendenziell steigenden Inflationsrate. Damit gehört die Geldentwertung zu den Aspekten, denen die Anleger mit die geringste Beachtung schenken. Obendrein ist die Zahl derjenigen, die das Thema im Rahmen ihrer Anlageentscheidungen beachten, seit Februar sogar um 6 Prozentpunkte gefallen.

Info und Foto von DZ Bank AG – www.dzbank.de

Lesen Sie auch

Ego-Probleme: Wer hat den größten Turm?

Von überall hört man es läuten: Filialen werden[…]

Christian Grosshardt

Fusionsdruck Rot

400 Sparkassen leisten sich knapp 170 weitere Unternehmen,[…]

Thorsten Hahn

Seitenwechsel – Jain zu Fintech

Anshu Jain kehrt den Banken den Rücken und[…]

Philipp Scherber

Targo-Chef vor die Tür gesetzt

Franz Josef Nick muss am Ende des Jahres[…]

Christian Grosshardt

Banken werden EU-Marionetten

Deutliche Einschnitte in die Kundenwahl müssen Banken ab[…]

Christian Grosshardt

Telekom-Konten gehackt!

In der vergangenen Woche soll es zu mehreren[…]

Christian Grosshardt

Probleme bei Paydirekt

Probleme über Probleme. Erst erklärten viele Händler, sie[…]

Julian Achleitner

Herber Rückschlag für Paydirekt

Da haben sich deutsche Banken endlich für einen[…]

Julian Achleitner

Niedrigzins trifft Bausparkassen

Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) trifft nun[…]

Julian Achleitner

Credit Suisse steht vor Einigung

Credit Suisse kann schon einmal das Scheckbuch zücken.[…]

Julian Achleitner

Cryan läutet neues Zeitalter ein

Nun ist John Cryan schon seit fünf Wochen[…]

Julian Achleitner

Welche Vorteile bietet mir der BANKINGCLUB?

BANKINGCLUB ist einer der größten Wirtschaftsclubs für Mitarbeiter[…]

Thorsten Hahn

Nach Jenkins die Sinnflut

Knapp drei Jahre nach seinem Amtsantritt musste der[…]

Christian Grosshardt

Bankgeheimnis von EuGH gelockert

Erst Euphorie, dann die Ernüchterung: Man ersteigert zu[…]

Christian Grosshardt

Volksbank will Filialen schließen

Haben die Genossenschaftler der Volks- und Raiffeisenbanken zu[…]

Julian Achleitner

Apple Pay nun auch in Europa

In den USA können Verbraucher bereits seit Oktober[…]

Julian Achleitner

Bezahlen mit Selfie

Das ist mal innovativ. Vergessen Sie Bezahlen mit[…]

Julian Achleitner

Persona non grata – Varoufakis tritt zurück

Auf seinem Twitter-Account ist zu lesen: „Minister no[…]

Christian Grosshardt

Chapeau, Herr Neske!

Was für eine Schlagzeile heute Morgen in der[…]

Thorsten Hahn

Vorstand beschließt: Postbank steht zum Verkauf

Nach Tagen des Spekulierens ist zumindest eine Vorentscheidung[…]

Christian Grosshardt

Milliarden durch EZB verloren

Die Niedrigzins-Politik der EZB ist vielen ein Dorn[…]

Christian Grosshardt

Kritik an Deutschland

Wir stehen mal wieder in der Schusslinie! Die[…]

Christian Grosshardt

400 Kunden in die Wüste geschickt

Wer nicht hören will, muss fühlen. Wie SPIEGEL[…]

Christian Grosshardt

Amtlich: Der Euro wird abgeschafft!

Jetzt ist es spruchreif: Nachdem sich die führenden[…]

Christian Grosshardt

Der Dollar ist zurück

Wer hätte das gedacht? Dollar und Euro bewegen[…]

Christian Grosshardt

Gemeinsames Online-Bezahlsystem auf dem Weg

In Zeiten von Fintechs, die extern teilweise Online-Bezahldienste[…]

Christian Grosshardt

Lufthansa mit enormen Verlusten an der Börse

Der gestrige Absturz eines Airbus A320 hat viele[…]

Christian Grosshardt

Radikale Maßnahme bei der Deutschen Bank

Seit einiger Zeit berät die Deutsche Bank in[…]

Christian Grosshardt

Tag 1 nach Blockupy

Unfassbare Bilder boten sich uns gestern aus der[…]

Christian Grosshardt

Blockupy – Ausschreitungen mit Angriffen auf Polizei

Man rechnete mit dem Schlimmsten, aber die Befürchtungen[…]

Christian Grosshardt

Geldwäsche treibt Bank in die Pleite

Banco Madrid ist insolvent. US-Behörden werfender Bank vor[…]

Thorsten Hahn

Den Kunden dort abholen, wo er ist – im Netz

Über 28 Millionen Deutsche erledigen ihre Bankgeschäfte online:[…]

Juliane Hartmann

Turnschuhe sind zum Turnen da

Ein altes Sprichwort besagt: „Kleider machen Leute.“ Dieses[…]

Julian Achleitner

DAX 30 CFD-Trading

Experten raten in diesen harten Zeiten des Niedrigzinses[…]

Julian Achleitner

Finanzprodukte – einfach unterhaltsam

Wie Erklärfilme komplexe Finanzprodukte begreifbar machen und zu[…]

Julian Achleitner

Austerität. Politik der Sparsamkeit: Die kurze Geschichte eines großen Fehlers

Autor: Florian Schui Euro: 19,99 256 Seiten, broschiert[…]

Julian Achleitner

Die BIZ als Wahrsager?

Im Oktober mussten die Aktienkurse einen enormen Einbruch[…]

Christian Grosshardt

Mario "Two-Face" Draghis neuer Job

Auf die Europäische Zentralbank und Mario Draghi wartet[…]

Christian Grosshardt

Bevormundung erwachsener Bürger

In einer freiheitlichen Grundordnung müsste die Eigenverantwortlichkeit des[…]

Julian Achleitner

Maßnahmen gegen Steuerflucht

In drei Jahren wird mit offenen Karten gespielt:[…]

Julian Achleitner

Fintech mal anders

Die Zukunft des Zahlens hat schon längst begonnen.[…]

Julian Achleitner

Ein Tag, der die Welt veränderte

Vor 85 Jahren sorgte der berüchtigte „Black Thursday“[…]

Julian Achleitner

Algorithmen oder das vermeintliche Ende des Beraters

Kann die Maschine Menschen ersetzen? Diese Frage wird[…]

Julian Achleitner

Regionale Werbung mit internationalem Flair

Mehrere Tausend Werbebotschaften versuchen täglich, die Aufmerksamkeit der[…]

Christian Dorn

Auf Wanderschaft

Schon praktisch diese Rucksäcke. Man hat die Hände[…]

Thorsten Hahn

MaRisk-konformer Einsatz des iPads in der Bank

Der Siegeszug des iPad ist nicht aufzuahlten, auch[…]

Thorsten Jekel

„Der Fokus liegt auf der Online-Präsenz“

Im Interview mit den BANKINGNEWS spricht Kai Fürderer,[…]

Thorsten Hahn

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Über 200 Vergleichsportale gibt es heute bereits. Das[…]

Thorsten Hahn

Das Mitarbeitergespräch: Führung oder Flop?

Es ist Herbst. Die Tage werden kürzer. Zeit[…]

Niels Pfläging

„Du bist, was Du teilst!“

You are what you share! „Du bist, was[…]

Prof. Martina Dalla Vecchia

Outsourcing von Kreditanalysen

Zeiten ändern sich. Dieser berühmte Satz kann problemlos[…]

Markus Diehl