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Mietbürgschaft von der Bank: Nicht jeder Mieter bekommt sie

Ist das Geld beim Umzug knapp, können Bankbürgschaften für Mieter eine Alternative zur Bar-Kaution sein. Doch der Service der Banken ist nicht überall erhältlich, und schon gar nicht für jeden.

Von Redaktion - 25. September 2019
Altbauten Sommerhimmel

Selbst wenn man seine Traumwohnung endlich gefunden hat, können noch Schwierigkeiten bei der Bürgschaft auftauchen. Bildnachweis: iStock.com/acilo

Wer auf Wohnungssuche ist, kennt das Problem. Die Traumwohnung ist nach langer Suche endlich gefunden: zentrale Lage, Tiefgaragenstellplatz und der U-Bahn-Anschluss ganz in der Nähe. Die Miete so gerade bezahlbar. Eigentlich alles perfekt. Wäre da nicht der Vermieter, der eine Mietkaution in Höhe von zwei oder drei Nettomieten verlangt.

Beim Umzug: Die Bank mit Mietaval als Kautionsbürge

Finanzielle Hilfe beim Umzug bieten sogenannte Mietavale. Der Mieter hat beim Umzug mehr Geld zur Verfügung, da die herkömmliche Barzahlung oder die Einzahlung auf ein Sparbuch in Höhe von bis zu drei Monatsmieten entfällt. Ein Mietaval ist nichts anderes als eine Bankbürgschaft, die zur Hinterlegung der Mietkaution verwendet wird. Mieter und Bank schließen hierbei einen Vertrag ab. Das Kreditinstitut verpflichtet sich darin, Zahlung an den Vermieter zu leisten, wenn der Mieter die Miete oder die Nebenkosten nicht vereinbarungsgemäß erbringt. Dasselbe gilt, wenn er beim Auszug aus der Wohnung Schäden hinterlässt.

Warum man eine Bankbürgschaft kaum noch bekommt

Jedoch ist die Bankbürgschaft nicht mehr so einfach erhältlich wie früher. Einfach zur Hausbank gehen, und nach einer Mietbürgschaft fragen? Was früher eher eine Formalität war, gestaltet sich heutzutage zunehmend schwierig. Hierfür gibt es zwei Gründe: Viele Banken haben das Produkt inzwischen aus ihrer Produktpalette gestrichen. Und Bankbürgschaften zu diesem Zweck sind oft nur Stammkunden mit guter Bonität vorbehalten.

Wer gute Beziehungen zu seinem Kundenberater pflegt, erhält ein Mietaval aktuell zum Beispiel bei der Commerzbank oder der BBBank. Weitere überregionale Anbieter sind die Deutsche Kreditbank (DKB) und die Süd-West-Kreditbank (SWK). Während man auch bei der DKB bereits ein Girokonto haben muss, kommen bei der SWK-Bank – bei entsprechender Bonität – auch Neukunden zum Zug. Online lassen sich die Kosten der Anbieter vergleichen.

Positive Schufa: Die Anforderungen der Bank sind hoch

Die Bonitätsanforderungen sind mit der von Krediten vergleichbar. Mieter müssen neben einem festen Arbeitsverhältnis eine positive Schufa nachweisen. Wer keine einwandfreie Zahlungsmoral mitbringt, wird als Antragsteller meist abgelehnt. Dasselbe gilt, wenn zwar kein Negativ-Eintrag vorliegt, jedoch der Schufa-Score zu niedrig ist. Bedingung für die Gewährung der Bürgschaft durch die Bank ist zudem ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis. Wer als Mieter nicht über regelmäßiges Einkommen in ausreichender Höhe verfügt, wird auch in dem Fall eine abschlägige Entscheidung erhalten.

Banken schließen Kooperationen mit Versicherungen

Die Mietbürgschaft gehörte noch vor wenigen Jahren zur festen Angebotspalette nahezu jeder Hausbank. Dies ist zwar heute nicht mehr so, aber ganz aus dem Geschäft mit der Mietkaution zurückgezogen haben sich die Banken nicht. So werden stattdessen von einigen Geldinstituten Bürgschaften von Versicherungen angeboten. Die unter dem Begriff „Mietkautionsversicherung“ bekannten Policen gibt es zum Beispiel bei der R+V-Versicherung. Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken erhalten sie in der Bankfiliale oder über Vermittler der R+V. Auch über das Internet sind die Policen erhältlich. Der Vertrieb erfolgt über sogenannte Kautionskassen. Bekannte Beispiele sind die Deutsche Kautionskasse mit Sitz in Starnberg oder der Anbieter „Kautionsfrei“, der Mietern schon in seinem Namen finanzielle Freiheit verspricht.

Der Service ist nicht umsonst und nicht ohne Risiko

Mieter, die beim Umzug knapp bei Kasse sind, können mit den Bürgschaften ihre Ersparnisse schonen oder teure Dispozinsen umgehen. Für die Nutzung der Dienstleistung wird wie bei einer Versicherung ein jährlicher Beitrag fällig. Zwischen vier und fünf Prozent Zinsen pro Jahr beträgt der Preis für die „Kautionsfreiheit“.

Maßgeblich für die Berechnung der Kosten ist die Höhe der Kautionssumme, die der Vermieter verlangt. Ruft er also eine Mietkaution von 1.200 Euro auf, kostet die Bürgschaft je nach Anbieter zwischen 50 und 60 Euro pro Jahr. Was Mieter unbedingt beachten sollten: Eine Mietbürgschaft, egal ob von einer Bank oder nicht, ist keine Haftpflichtversicherung. Geht etwas in der Wohnung kaputt oder möchte der Vermieter bei Auszug Forderungen verrechnen, legt der Bürge zwar das Geld vor. Anschließend holt er es sich aber vom Mieter wieder zurück. Geld sparen lässt sich also nur, wenn man sich mit seinem Vermieter in Sachen Finanzen einig ist.

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