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Banken und FinTechs: Partner statt Rivalen

Start-ups im Bereich Financial Technology schaffen für den Konsumenten immer passgenauere Lösungen. Wirecard und Number26 zeigen, wie eine optimale Kooperation zwischen Bank und FinTech aussehen kann.

Von Alexander von Knoop - 01. Februar 2016

Bildnachweis: simmonmcconico via istockphoto.de

Wenn eine Frage derzeit den gesamten deutschen Finanzsektor beschäftigt, dann: Stellen FinTechs eine Gefahr für Banken dar? Die Mehrheit der Bankentscheider sieht das laut einer aktuellen Studie des Fraunhofer Instituts zur Zukunft der Banken schon so: 58 Prozent der Befragten rechnen bis 2020 mit sinkenden Einnahmen aufgrund von FinTechs, Regulierung und abnehmender Kundenloyalität.

Ist die Sorge vor den FinTechs berechtigt?

Ist diese Sorge berechtigt? FinTechs sind mit ihren innovativen Ideen zwar so erfolgreich wie nie zuvor. Wer sich aber genau mit den Vorgehensweisen und den Ideen der Start-ups beschäftigt, wird Folgendes feststellen: FinTechs konzentrieren sich primär auf Nischen in der globalen Bankenwelt. Sie setzen auf den Smartphone-Hype und bieten dem Kunden somit einen großen Mehrwert. Sie verändern das Banking in Punkto Schnelligkeit, Komfort und Effizienz. Und sie konzentrieren sich darauf, neuen Trends und technischen Innovationen den Weg zu bereiten.

FinTechs überwinden etwas, in dem Banken schlichtweg noch Verbesserungsbedarf haben: Einen Medienbruch zwischen der offline, online und mobilen Welt. Ein Ansatz, der Bankenmanager zum Nachdenken bringen sollte, ist die Vorgehensweise von Number26 – das erste Girokonto, das nur auf dem Smartphone verfügbar ist.

In nur acht Minuten können Nutzer ein Konto per Video-Identifizierung eröffnen. Transaktionen können bequem über das Smartphone getätigt werden. Wer seinen Kontakten Geld senden möchte, tut das per SMS oder E-Mail. Immer neue Funktionen kommen hinzu: Geld abheben funktioniert mit einer MasterCard und Maestro-Karte weltweit gebührenfrei. Über die App lässt sich außerdem bei über 6.000 Shops in Deutschland Geld ein- und auszahlen. Es gibt keine Gebühren für die Kontoführung plus die Möglichkeit, dass ein Dispokredit in Höhe von bis zu 2.000 Euro genutzt werden kann.

Zusammenarbeit mit einer Bank

Diese Services kann Number26 dank der Zusammenarbeit mit der Wirecard Bank anbieten. Sie ist Teil der Wirecard AG, ein weltweit agierender und führender Technologieanbieter für das elektronische Bezahlen, und Mitglied im Einlagensicherungsfonds. Somit verfügt die Wirecard Bank über eine hohe Kredibilität und eine etablierte Infrastruktur – genau das, was FinTechs als Ergänzung zu ihren innovativen Ideen benötigen. Sie brauchen neben der Einlagensicherung und teils Beratung in Sachen Software-Technologie einen Zugang zu Banklösungen, Hilfe bei Risikomanagement, der Ausgabe von Karten und mobilen Zahlungen.
Valentin Stalf, Gründer und CEO von Number26, betonte kürzlich: „Vor allem als wir ganz am Anfang standen, hat uns die Expertise von Wirecard in diesem stark regulierten Umfeld sehr geholfen.“ Das zeigt: Auch, wenn Banken zwar keine Softwaretechnologie, zumindest aber doch viel Erfahrung im Bereich Regulierung und Kredibilität haben, kann eine sehr effektive Symbiose entstehen.

Auch Banken profitieren von Kooperation

Wovon genau profitieren Banken bei einer FinTech-Kooperation? Nun, um Kundenloyalität in Zukunft zu gewährleisten, brauchen sie nicht nur gute Berater. Sie benötigen frische Ideen, mit denen sie alte und neue Kunden überzeugen können.

Warum also nicht sich inspirieren lassen von mobilen Bank-Lösungen, mit denen Verbraucher bargeldlos zahlen, die – wie Number26 – einen Echtzeit-Überblick dank Push-Nachrichten bei jeder getätigten Transaktion bieten. Funktionieren die digitalen Geschäftsideen in einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, könnten längst abgetane Einnahmen doch noch gesichert werden.

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