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Die nächste Generation von Robotic Process Automation

Customer-Due-Diligence- und Know-Your-Customer-Prozesse sind nicht nur zeitaufwändig, sondern auch fehleranfällig. In einem BANKINGCLUB Forum in der Frankfurt School of Finance & Management zeigte Stephan Mayer von Kofax dem Publikum, wie Robotic Process Automation dabei helfen kann, die Compliance-Last für Banken zu reduzieren.

Von Daniel Fernandez - 05. Dezember 2018

Bildnachweis: iStock.com/aqabiz

Das Akronym RPA ist mittlerweile zu einem ähnlich verbreiteten Buzzword geworden wie KI und hat Einzug in die Digitalisierungsstrategien von Unternehmen sämtlicher Industrien genommen. Die beiden Begriffe teilen jedoch nicht nur ihre Popularität und inflationäre Verwendung, sondern auch die Ängste, die sie bei vielen Hörern auslösen. Denn Robotic Process Automation beinhaltet die Wörter Roboter und Automatisierung, welche in den Medien fast immer im Zusammenhang mit wegfallenden Arbeitsplätzen verwendet werden. Stephan Mayer, Consultant Sales Engineer bei Kofax, hatte bei der letzten BANKINGCLUB-Abendveranstaltung im Jahre 2018 die Möglichkeit, mit diesem Vorurteil aufzuräumen. Im BANKINGCLUB Forum mit dem Titel „Mit Robotic Process Automation die Compliance-Last verringern“, das am 04.12.2018 in der Frankfurt School of Finance & Management stattfand, stellte er den Teilnehmern die RPA-Lösung von Kofax vor und zeigte, welche Möglichkeiten bereits bestehen, Compliance-Aufgaben effizienter zu bearbeiten.

Job-Killer oder Heilsbringer?

Stephan Mayer, Consultant Sales Engineer bei der Kofax Deutschland AG.

Die Dringlichkeit dafür, die Arbeit von Compliance-Abteilungen“ effizienter zu gestalten, demonstrierte Stephan Mayer gleich zu Beginn: Mit dem Geldwäsche-Volumen in Deutschland, das sich auf 100 Milliarden Euro beläuft, und der 5. Geldwäscherichtlinie, deren Stichtag immer näher rückt, muss Betrugsprävention in Banken eine noch höhere Priorität einnehmen. Um zu demonstrieren, wie RPA dabei helfen kann, sprach Mayer über einen Auftrag von Kofax bei einer niederländischen Bank und wählte dabei die Suche nach Transaktionen in Hochrisikoländer als Beispielprozess. Durch die Nutzung von Robotic Process Automation konnte der Zeitaufwand für diesen Prozess von 20 Minuten auf nur 120 Sekunden reduziert werden. Vor der Implementierung des RPA-Systems musste der Analyst 18 Minuten allein für Recherche  zum Beispiel das Überprüfen von Embargo- oder Sanktionslisten oder politisch exponierter Personen aufwenden, obwohl die eigentliche Analyse nur 2 Minuten gedauert hat. Dieser Fall, so Mayer, zeige nicht nur, wie groß der Effizienzgewinn bei RPA sein kann, sondern auch, warum die Ängste davor, ersetzt zu werden, in den meisten Fällen unbegründet sind. Denn der Roboter kann die eigentliche Arbeit eines Analysten nicht durchführen, sondern ihm lediglich lästige Vorarbeiten abnehmen, sodass er sich auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren kann.

RPA alleine ist nicht der heilige Gral

Bei all dem Enthusiasmus gab Stephan Mayer jedoch zu, dass auch RPA seine Grenzen hat. Denn die Roboter sind nicht intelligent, sie laufen automatisiert, sind schnell und präzise, aber können nur relativ simple Aufgaben erledigen. Um darüber hinaus komplexere Prozesse automatisieren zu können, die Funktionen des Roboters zu erweitern und zu gewährleisten, dass er auch mit Sonderfällen souverän umgehen kann, ist es nötig, Robotic Process Automation weiterzuentwickeln. Für Kofax heißt die Lösung dafür „Intelligent Automation“. Diese neue Generation von RPA vereint zusätzliche Funktionalitäten wie kognitive Dokumentenanalyse, Digitale Signatur, Big Data Analytics und KI zu einem großen Gesamtkomplex. Laut einer Gartner-Studie werden bis Ende 2022 mindestens 85 Prozent der großen und sehr großen Unternehmen Software-Roboter für sich nutzen. Ob „Intelligent Automation“ bis dahin bereits zum neuen Standard geworden ist, wird sich zeigen.

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