Bitte melden Sie sich an

Registrieren Sie Sich als Premium-Mitglied, um Vorträge herunterzuladen.

  • 100% Rabatt auf alle Club-Events und Kongresse
  • Download der Vortragsunterlagen aller Veranstaltungen
  • Zugriff auf Fotogalerie aller Veranstaltungen
Sie sind noch kein Mitglied?

Dann registrieren Sie sich jetzt:

Jetzt Mitglied werden
Sie sind bereits Mitglied oder waren Teilnehmer?

Bitte loggen Sie sich ein:

Jetzt einloggen
Jetzt Mitglied werden

Versicherung morgen – Veränderungen in Distribution und Produkt

Die digitale Transformation und das damit veränderte Kundenverhalten ziehen sich durch nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Doch wie sieht die Zukunft aus? Heißt es fortan: heute vs. übermorgen? Wenn ja, was ist dann mit morgen?

Von Nikolaus Sühr - 02. November 2016

Die Digitalisierung erfasst nicht nur die Abwicklung von Schadensfällen, sondern wirkt sich auch auf die Distribution und die Produkte in der Versicherungsbranche aus. Bildnachweis: iStock.com/ipopba

Versicherungskonzerne investieren hunderte Millionen in die Digitalisierung ihrer bestehenden Vertriebswege und Prozesse. Erklärtes Ziel sind Effizienzsteigerungen in selbigen Dimensionen. Als Unternehmer halte ich dies für einen extrem smarten Schachzug und würde es genauso machen. Auf der anderen Seite gibt es nun natürlich die Armee von Beratern und Visionären, die ihre Nase gegenüber den „kurzsichtigen Versicherern“ rümpfen. „Versicherung muss disrupted werden“, höre ich nun sehr häufig in diesem Kontext. Bei Nachfragen höre ich immer wieder die gleichen Schlagworte: „Self-Driving Cars“, „Machine Learning“, „IoT“, natürlich „Big Data“ und „Predictive Analytics“. Diese Dinge sind alle hochspannend und werden sicherlich das Übermorgen maßgeblich beeinflussen. Mich interessiert aktuell mehr das Morgen.

Distribution von morgen

Ich glaube, dass das Morgen insbesondere von Veränderungen in Distribution und Produktausgestaltung geprägt sein wird. Grundsätzlich kann man Versicherungskäufe in die Kategorien „zielgerichtet“ und „opportunistisch“ einteilen. Bei zielgerichteten Käufen sucht der Kunde aktiv nach einer Versicherung, um seinen empfundenen Sicherheitsbedarf zu decken. Bei opportunistischen Käufen erwägen Kunden eine Versicherung, da ihnen im Zuge einer sonstigen Aktivität ein passendes Angebot unterbreitet wurde.

Zielgerichtete Kanäle

Zielgerichtete Käufer werden zukünftig zunehmend digitale und mobile Angebote gegenüber persönlichen oder Call-Center-basierten Vertriebswegen bevorzugen. Die Digitalisierung der Versicherung bietet die Möglichkeit einer laufenden Vertragsberatung und -optimierung bei minimalen Kosten. Mobile-first-Angebote erlauben darüber hinaus die Entwicklung neuartiger Kundenerfahrungen in den Bereichen Abschluss, Underwriting, Schadenmeldung und -auszahlung.

Opportunistische Kanäle

Darüber hinaus werden Versicherungsprodukte zunehmend am Point-of-Demand angeboten werden. Hierbei werden die besonderen Kundeneinblicke von nicht versicherungsbezogenen Webservices und -apps dazu genutzt, um relevante Versicherungslösungen zur rechten Zeit am rechten Ort zur Verfügung zu stellen. Hierdurch werden drei besondere Vorteile realisiert:
•    Verbesserte Abschlussraten: Da die notwendigen Kundendaten zum Versicherungsabschluss bereits vorliegen, kann die Versicherung mit minimalem Aufwand abgeschlossen werden.
•    Signifikant niedrigere Kundenakquisitionskosten: Es ist sehr teuer, Versicherungskunden zu akquirieren. Beim opportunistischen Modell wird auf den bereits existierenden Kundenstamm der Webservices/Apps zugegriffen. Dies wiederum reduziert die variablen Akquisitionskosten, da bereits ein funktionierendes Geschäftsmodell vorliegt.
•    Verbessertes Kundenengagement: Die Web- und App-Kunden nutzen die entsprechenden Services bereits aufgrund ihres jeweiligen Mehrwertes und Versicherer können sich laufende Kundenkontakte zu Nutze machen.

Produkte von morgen

Versicherungsprodukte von morgen werden sich in zweierlei Hinsicht verändern, nämlich „verhaltensbezogenes Pricing“ sowie „Produktentflechtung“. Die zunehmende Vernetzung der Daten, die durch mobile Geräte, Sensoren, Netzwerke und das Teilen von Informationen entstehen, hinterlassen einen „passiven Fußabdruck“ des jeweiligen Nutzers. Durch Partnerschaft mit den oben angesprochenen Webservices und Apps werden Versicherer Zugriff auf diese Daten erhalten und dynamisches Pricing auf Basis des eigentlichen Kundenverhaltens entwickeln. Herkömmliche Versicherungslösungen kombinieren Risikobausteine über eine Laufzeit von einem Jahr. So besteht eine herkömmliche Kfz-Police aus mehreren Bausteinen: Schäden an Dritten (Kfz-Haftpflicht), Schäden am eigenen Auto durch Dritte wie beispielsweise Diebstahl, Vandalismus (Teilkasko) sowie selbstverschuldeten Schäden am eigenen Auto durch Kollision (Vollkasko). Wir erwarten eine zunehmende Entflechtung dieser Bausteine sowie der Laufzeit, um situativ relevante Versicherungslösungen anzubieten. Ein Beispiel wäre flexibler Drittfahrerschutz anstelle einer Erweiterung des Fahrerkreises auf der bestehenden Kfz-Versicherung, jegliche Form von Absicherung in der „Share-Economy“ wäre ein anderes Beispiel.

Lasst uns das Morgen gemeinsam gestalten!

Seit Gründung von KASKO in 2015 haben meine Kollegen und ich unzählige Gespräche mit Versicherungen und Webservices geführt. Hierbei haben wir folgende Beobachtungen gemacht:
•    Die Bereitschaft bei Webservices/App relevante Versicherungslösungen zu integrieren ist extreme hoch.
•    Versicherer beschäftigen sich zunehmend mit oben genannten Themen und die Gesprächsbereitschaft ist hoch.
•    Hürden auf Versichererseite sind Kosten der technischen Integration und Unsicherheit des Absatzvolumens.

Gerne möchten wir unseren Teil dazu beitragen, obige Veränderungen gemeinsam mit innovativen Versicherungsunternehmen Wirklichkeit werden zu lassen.

Lesen Sie auch

Mensch und Roboter im Beratungsgespräch, Robo AdvisorRobo Advisory Experience, aber bitte persönlich

Robo Advisory Experience – am besten persönlich

Karl im Brahm, CEO der Avaloq Sourcing (Europe)[…]

Karl im Brahm
Mann auf einem Drahtseil, Equity Token Chancen und Risiken

Equity Token statt Aktien

Der Gang an die Börse ist für viele[…]

Pidder Seidl
Viele Ideen, was macht man damit, Köpfe

Was machen mit guten Ideen?

Anne Spiering und Dr. Bernhard Eickenberg sind Spezialisten[…]

Gemeinschaftsbeitrag
Übermacht eines Mannes gegenüber einem anderen, Techfin, Fintech, Banken

Techfin – die nächste Revolution in der Finanzbranche?

Igor Pejic über den wesentlichen Unterschied zwischen Fintech[…]

Igor Pejic
Quantencomputer, Früher Montecralo, heute Quanten

Früher Monte-Carlo – heute Quanten

Technologie ist auch im Finanzsektor entscheidend. Doch bei[…]

Lars Meinecke
Banker steht besser da als Konkurrenz, kommt die Superposition für Banken oder sind Quantencomputer noch Zukunftsmusik

Die „Superposition“ für die Bank

Quantencomputer? Ach, damit beschäftigen wir uns später. Doch[…]

Thomas Friedenberger
Mann geht über Seil, Balance, Change Management, Angst vor Veränderung

Change Management: Die Angst vor Veränderung

Wenn das einzig Beständige im (Banken-)Universum wirklich der[…]

Prof. Dr. Dirk Lippold

„Eine Bank muss in Zukunft das Leben ihrer Kunden aktiv mit Vorschlägen begleiten“

Sicherheit und Ominichannel Experience im Banking: Wie passt[…]

Thomas Friedenberger
Der Prozess der Digitalisierung ist bei Banken immer noch im vollen Gange.

„Digitalisierung bei Banken ist ein noch nicht abgeschlossener Transformationsprozess“

Martin Baumann, Head of Analytics & Consulting Services[…]

Thomas Friedenberger
Dr. Friedrich G. Zuther vom BVR spricht im Interview über Private und Public Blockchain, Libra und die scheinbare Objektivität von KI.

„Das hätten wir niemals mit Technik allein hinbekommen“

IT- und Organisationsexperte Dr. Friedrich G. Zuther vom[…]

Redaktion

„Die Technologie ist da, die Geschäftsmodelle noch nicht“

Bernd Märzluft (links im Foto) und Marc Köhler[…]

Thorsten Hahn
Bild zum Beitrag Wie können Transaktionsprozesse so gestaltet werden, dass sich die Nutzerfreundlichkeit erhöht?

Wie Transaktionen nutzerfreundlich gestaltet werden können

Marco Schmid erklärt, warum es für Banken so[…]

Marco Schmid

Fintechs & Banken: Ziemlich beste Feinde

Freund oder Feind? Bei Fintechs und Banken war[…]

Daniel Fernandez
Rezension zum Buch "Heute schon einen Prozess optimiert?"

Heute schon einen Prozess optimiert?

Autor: Gunter Dueck Preis: 24,95 Euro Umfang: 328 Seiten Verlag: Campus[…]

Kerstin Petry
Welche Vorteile bringt Event Streaming für die Finanbranche?

„Eine flexible Architektur ist der einzige Weg, erfolgreich zu sein“

Christian Nicoll von Generali Schweiz über Herausforderungen durch[…]

Daniel Fernandez
Grafik jemand arbeitet im Home-Office, Interview zur Beratung von Banken und Versicherungen in Zeiten der Corona-Krise

Sven C. Sixt: „Ich erwarte eine Beschleunigung der Digitalisierung“

Ein aktuelles Gespräch mit Sven C. Sixt über[…]

Thomas Friedenberger

Evolution der Cloud – Warum nur noch KI helfen kann

Mensch gegen Maschine: Ein lange bestehender Antagonismus. Unaufhaltsam[…]

Redaktion

Event Streaming und der Weg zu Ruhm und Reichtum

Für die Bigtechs aus dem Silicon Valley ist[…]

Falko Schwarz
Bankingclub-Radar zur Kundenbindung in Zeiten der Plattformökonomie

Umfrage: Kundenbindung in Zeiten der Plattformökonomie

Erneut erstaunliche Ergebnisse im BANKINGCLUB-Radar: In der zweiten[…]

Thorsten Hahn
Schneller Mensch als KI

KI ist wie Statistik auf Speed

Wenn es um Künstliche Intelligenz im Bankenbereich geht,[…]

Damian Beldycki

„Wir müssen die Bank zum Kunden bringen“

Trotz großer Abbau-Zahlen ein neues Filialkonzept? Frank Nebgen[…]

Thorsten Hahn

Innovationsverweigerer

Alle Banken verweigern sich Innovationen und alte IT-Systeme[…]

Thorsten Hahn
Mensch mit Fragezeichen schaut auf Hände mit einem Menschen links und einer KI rechts

Welche Fragen KI an uns stellt

KI trifft immer häufiger Entscheidungen mit drastischen Auswirkungen[…]

Dr. Marie-Luise Sessler

So gefährlich sind Plattformen für Banken

„Banking is necessary, banks are not.“ Wird Bill[…]

Thomas Friedenberger

Gemeinsam gegen Cyber-Angriffe kämpfen

Die Banken-IT wird heute durch maschinell organisierte Hochleistungs-Angriffe[…]

Bernd Märzluft

Von Künstlicher Intelligenz und von menschlicher

Warum nur sind viele Banken so zögerlich beim[…]

Thomas Friedenberger

Im Zeichen der Automatisierung

Low-Code-Software macht umfangreiches Programmieren unnötig und punktet mit[…]

Herbert Schild

„Aus der Bank heraus innoviert eine Bank nicht“

Carsten Meurer (Fujitsu) und Thorsten Hahn (BANKINGCLUB) reden[…]

Redaktion

Design Thinking – Scheitern ist kein Makel

Legosteine, Knetmasse, bunte Räume – wenn es um[…]

Olav Lippmann
Sven Siering auf der Bühne von INNOVATIONSforBANKS 2019 in Köln.

Change your running system!

Manch etabliertes Unternehmen tut sich schwer, die Digitale[…]

Sven Siering
Oscar Jazdowski, Co-General Manager der Silicon Valley Bank Germany

„Was ist das für eine komische Bank?“

Die Silicon Valley Bank (SVB) vergibt Kredite, bei[…]

Thorsten Hahn
Menschen am Strand beobachten eine Bitcoin-Sonne, die am Horizont untergeht und vom Meer gespiegelt wird. Im Artikel beschreibt Nicole Jonat, wie sich die Postbank auf eine Entdeckungsreise auf dem Feld der Blockchain-Technologie begeben hat.

Postbank goes Blockchain – ein Reisebericht

„Die kürzeste Antwort auf etwas ist, es einfach[…]

Nicole Jonat

Blockchain Babel

Autor: Igor Pejic Preis: 15,99 Euro Seiten: 209, broschiert ISBN: 978-0-7494-8416-3 Verlag:[…]

Lea Hoffmann

BANKINGCLUB-Radar: Die Organisation in digitalen Zeiten

Erstaunliche Ergebnisse im ersten BANKINGCLUB-Radar: Obwohl viele Banken[…]

Redaktion

Auch Roboter sind sterblich

Robo Advisor sollten mal das „nächste große Ding“[…]

Thomas Friedenberger

Was ich als Banker von der SXSW mitnehme

Ein Blick über den Bank-Tellerrand von einem der[…]

Hartmut Giesen

„Die Innovationsgeschwindigkeit war noch nie so hoch wie jetzt“

Innovationen zu finden, ist heute kein Problem mehr,[…]

Lea Hoffmann
Digitalisierung der Lager- und Warenfinanzierung

Die Zukunft der Waren- und Lagerfinanzierungen

Im Spannungsfeld von Risikoanforderungen, Kostenoptimierung und neuen digitalen[…]

Dirk Piethe

Sprache als Schlüssel zum Erfolg

Eine sprachpsychologische Analye der Kommunikation kann für Banken[…]

Martin Harasim

Ein Bekenntnis zu Fintechs und Innovation

Die Aufsicht muss eine Balance zwischen kundenorientierter Innovation[…]

Heiko Trautmann

PSD2: Diese fünf Trends bestimmen den Markt

Regulierung, veränderte Kundenerwartungen, neue Wettbewerber – die Herausforderungen[…]

Oliver Dlugosch
Vorstand Dr. Michael Meyer und Innovationsmanager Robin Nehring von der Stadtsparkasse Düsseldorf

Robo Advisor und Filialvertrieb

Viele Sparkassen leiten ihre Kunden zum Deka-Robo bevestor[…]

Philipp Scherber

Blockchain: Das wahre Potenzial für Banken

Wie werden Blockchain und DLT die Welt verändern[…]

Igor Pejic

Telepräsenz: so fern und doch so nah

Digitale Kommunikation und persönliche Beratung müssen sich nicht[…]

Daniel Fernandez

Die Entstehung der Fintechs

Die Entstehungsgeschichte der Fintech-Start-ups durchlief mehrere Phasen –[…]

Redaktion

Professionelle Investitionen für alle

Mit einem digitalen Marktplatz öffnet die Hamburger Crowdfunding-Plattform[…]

Redaktion

„Heute geht es vor allem darum, etablierte Standards anzunehmen und effizienter zu werden“

Machine Learning ist aktuell branchenübergreifend in aller Munde.[…]

Redaktion
Emanuel Issagholian, Leiter der Gothaer Digital GmbH

„Die richtigen Skills zu finden, ist eine zentrale Aufgabe“

Um Innovationen zu entwickeln, bietet es sich an,[…]

Philipp Scherber
Fragebogen der Plattform friends in bank der Frankfurter Sparkasse: "Auf welchem Tonträger hast du deine erste Musik gekauft?"

„Wir möchten Berater und Kunden zusammenbringen, die sich sympathisch sind“

Im InnovationLab der Frankfurter Sparkasse reifte die Überlegung,[…]

Philipp Scherber
MOVE wurde im S-Hub entwickelt und ist die Tester-Plattform für Sparkassen-Kunden.

Tester-Plattform für moderne Produkte und Services

Produkte und Services bleiben nur relevant, wenn sie[…]

Jens Rieken
Detlef Zell und Michel Billon: Geschäftsführer der Hanseatic Bank.

Detlef Zell und Michel Billon – der Weg zur agilen Bank

Detlef Zell und Michel Billon – Geschäftsführer der[…]

Thorsten Hahn