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Recruiting Trend Facebook

Von Redaktion - 16. April 2012

„Bewerber da abholen, wo sie tagtäglich unterwegs sind: In sozialen Netzwerken.“ Für BANKINGNEWS sprach Redakteurin Milana Kogan mit Dorothee Pfeuffer, Leiterin Personalmarketing „Commerzbank Career“.

Milana Kogan: Welche Ziele verfolgt die Commerzbank mit der Facebook Fanpage?
Dorothee Pfeuffer: Die Commerzbank ist im HR-Bereich seit April 2010 auf Social Media-Plattformen aktiv. So sind wir als „Commerzbank Career“ in den sozialen Netzwerken Facebook, Xing, Twitter, YouTube, kununu vertreten. Ziel unserer Social Media-Aktivitäten ist es, Aufmerksamkeit und Transparenz bei Schülern und Studenten zu schaffen. Hier können wir interaktiv mit den Nachwuchskräften agieren und in einen Dialog eintreten, den jeder mitverfolgen kann.

MK: Wie ist momentan generell die Bewerberlage bei der Commerzbank?
DF: Auch 2012 stellen wir Auszubildene und Studenten dualer Studiengänge für verschiedenen Fachrichtungen ein. Wir haben bereits mehr als 80% unserer freien Stellen besetzt. Für Unternehmen wird es im Zeitalter des demographischen Wandels tendenziell schwieriger, die passenden Talente zu finden.

MK: Ist die Fanpage vielleicht aus Mangel an Bewerbern entstanden?
DF: Wir wollen mit unseren Aktivitäten unsere Zielgruppe da abholen, wo sie tagtäglich unterwegs sind: In den sozialen Netzwerken. Ein Bewerbermangel war nicht Grund für unseren Schritt ins Social Web.

MK: Wie ist die Resonanz auf Facebook?
DF: Das Feedback der User ist durchweg positiv. Mit rund 4.600 Fans (März 2012) auf Facebook hat die Commerzbank eine der erfolgreichsten Career Pages unter den deutschen Finanzdienstleistern und ist in der Potenialpark Studie „Social Network Communication“ in den TOP 10 platziert. Zahlreiche Bewerbungen beziehen sich auf unsere Social Media-Präsenz, für die Rekrutierung wird dieser Kanal somit immer bedeutender.

MK: Gibt es Bewerbungen über Facebook?
DF: Wir haben über die Social Media Aktivitäten schon qualifizierte Bewerbungen erhalten und auch neue Kollegen rekrutiert. Eine unserer Nachwuchskräfte im Personalmarketing-Team ist beispielsweise über „Commerzbank Career“ auf Facebook auf uns aufmerksam geworden.

MK: Beobachten Sie auch ander Banken auf Facebook?
DF: Selbstverständlich beobachten wir mit großem Interesse andere Unternehmensseiten im Social Web, informieren uns über die aktuellen Trends und werten Studien aus.

MK: Sie verwenden Fotos von Models als Profilbild. Warum nicht von echten Mitarbeitern?
DF: Unsere Profilbilder sind Motive aus unserer Arbeitgeberkampagne. Sie schaffen einen Wiedererkennungswert bei der Zielgruppe und sind Teil unseres Employer Brandings. Das Team von Commerzbank Career und Erfahrungsberichte von Mitarbeitern werden auf der Facebook-Seite vorgestellt.

MK: Wie gehen Sie mit negativen Posts auf der Pinnwand um?
DF: Es kommt vor, dass User negative Kommentare auf unsere Wall posten. Das gehört zu einem freien Meinungsaustausch dazu. Wir versuchen dann, konstruktive Lösungen zu finden und auf die Kommentare so gut wie möglich einzugehen – vorausgesetzt sie sind sachlich und haben einen thematischen Bezug zum Thema Karriere. Auf Facebook haben wir „Spielregeln“ veröffentlicht, die festlegen, wie wir uns den Umgang auf unserer Seite wünschen. Das wird von den Usern sehr gut angenommen.

MK: Was wollen Sie im Social Media Bereich in Zukunft noch verändern bzw. verbessern?
DF: Wir überarbeiten derzeit unsere Social Media-Auftritte für den HR-Bereich und bauen unsere Präsenzen auf LinkedIn und Google+ aus. Social Media ist ein unverzichtbarer Kommunikationskanal zu der Zielgruppe der 14- bis 28-Jährigen, das Arbeiten macht in diesem Bereich viel Spaß – wenn man Tempo, Überraschungen und Innovationen liebt und gerne neue Wege einfach auch mal ganz praktisch geht. Wir sind gespannt, wie sich die sozialen Netzwerke in Zukunft entwickeln – wir bleiben dabei!

MK: Wir auch – Vielen Dank!

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