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Alle Ampeln stehen auf grün. Alle Banken auch?

2020 stehen wir weltweit vor massiven Herausforderungen. Dazu zählt neben der Corona-Pandemie vor allem auch der Kampf gegen den Klimawandel. Hier können öffentliche Institutionen einen wichtigen Beitrag leisten. Zentralbanken sollen mit gutem Beispiel vorangehen.

Von Redaktion - 19. November 2020
Jens Weidmann, Bundesbank, Nachhaltigkeit, grün, Zentralbanken

Foto: istock.com/masterSergeant

„Die globale Finanzkrise haben wir überwunden. Die Corona-Krise wird uns noch weiter beschäftigen. Die prägende Herausforderung der Zukunft wird aber die Bewältigung der Klimakrise sein. Das gilt auch für die Finanzmärkte“, schreibt Joachim Weeber, Professor und Buchautor, in seinem Gastbeitrag für die BANKINGNEWS-Ausgabe 278. Erschienen ist der Beitrag im Juli 2020.

Im November 2020 ist die Corona-Pandemie nach wie vor das drängendste Thema in Gesellschaft, Wirtschaft und Medien. Doch auch für mehr Nachhaltigkeit wird „nebenher“ etwas getan. „Verstärkung“ für den Klimaschutz kommt von Bundesbankpräsident Jens Weidmann. Er sagt: „Die Bewältigung dieser Krise ist zweifellos eine der größten und dringlichsten Herausforderungen unserer Zeit. Wir alle müssten mehr tun, um die globale Erwärmung einzudämmen.“

Weidmann sprach sich in einem Gastbeitrag für die „Financial Times“ öffentlich für einen stärkeren Einsatz der Zentralbanken im Kampf gegen den Klimawandel aus. Zentralbanken haben Vorbildfunktion und so sei man „es den Steuerzahlerinnen und -zahlern schuldig, die sich aus unseren geldpolitischen Geschäften ergebenden Finanzrisiken unter Kontrolle zu halten“. Das heißt, es müsse von den Zentralbanken sichergestellt sein, dass die klimabezogenen Finanzrisiken in ihrem eigenen Risikomanagement angemessene Berücksichtigung finden.

„Zu diesem Zweck ist es gerechtfertigt, von den Wertpapieremittenten und Ratingagenturen bessere Informationen zu erwarten. Das Eurosystem – also die Europäische Zentralbank und die nationalen Zentralbanken – sollte erwägen, nur solche Wertpapiere zu erwerben oder im Rahmen geldpolitischer Geschäfte als Sicherheit zu akzeptieren, deren Emittenten bestimmte klimabezogene Berichtspflichten erfüllen“, sagt Weidmann.

Darüber hinaus ließe sich prüfen, ob nur Einstufungen von Ratingagenturen verwendet werden sollen, bei denen klimabezogenen Finanzrisiken entsprechend einbezogen werden. „Mit solchen Maßnahmen könnte das Eurosystem dazu beitragen, Markttransparenz und Standards mit Blick auf die Ratingagenturen und Banken zu fördern. Wir würden als Katalysator zugunsten eines ‚grüneren‘ Finanzsystems fungieren und die Klimapolitik unterstützen.“

Auch bei der Deutschen Börse gab es am 19. November 2020 einen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Sie kaufte den amerikanischen Datenanbieter Institutional Shareholder Services (ISS). Bei der Übernahme spielte besonders deren Expertise im Nachhaltigkeitsbereich eine Rolle.

Natürlich stehen dahinter auch geschäftliche Interessen, denn besonders bei jüngeren Kunden ist Nachhaltigkeit „total hip“ und an die will man schließlich ran.

Doch das allein sollte nicht die Motivation für eine Positionierung in Richtung Nachhaltigkeit sein. Große Unternehmen, und daher auch Banken, haben eine gesellschaftliche Verantwortung und auch eine „Vorbildfunktion“, wie Weidmann sagt. Und noch etwas sagt Weidmann: „Der Geldpolitik wurden häufig außergewöhnliche Kräfte zugesprochen. Diese Lobeshymnen waren noch nie zutreffend. Einen Zauberstab für die Rettung der Erde besitzen die Zentralbanken jedenfalls nicht.“

Jedenfalls nicht alleine. Denn Klimaschutz geht jeden etwas an. Daher möchten wir im Rahmen von BANKINGCLUB Live mit Ihnen über das Thema Nachhaltigkeit im Finanzsektor diskutieren und haben dazu namhafte Experten von der DKB, der Steyler Ethik Bank und der Triodos Bank eingeladen, aktuelle Projekte in diesem Bereich vorzustellen.

BANKINGCLUB Live: Der Livestream am 20. November 2020 startet ab 10 Uhr. Hier können Sie sich noch anmelden.

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