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Innovation Evangelists: Botschafter einer neuen Zeit?!

Fortschritt – dieses Credo treibt die Banken seit jeher an. Besonders im Digitalzeitalter kann es gar nicht schnell genug nach oben gehen. Aber die Arbeitswelt 4.0 ist noch lange nicht oben angekommen.

Von Redaktion - 20. Juli 2020
Daily Was machen Innovation Evangelists genau

„You see the face on the TV screen/ Coming at you every Sunday/ See that face on the billboard/ That man is me“, singt Phil Collins im Genesis-Lied „Jesus he knows me”. Im Musikvideo präsentieren sich die Bandmitglieder als selbstverliebte, überhebliche Moderatoren in Fernsehsendungen.

Der Song kritisiert damit die in den USA immer noch übliche Praxis des „Televangelism“. Das aus „Television“ und „Evangelist“ zusammengesetzte Wort bezeichnet die Nutzung vom Massenmedium Fernsehen zur Verbreitung von christlichen Glaubensvorstellungen in Predigten. Dabei wird allerdings ein kommerzielles Interesse verfolgt und zu Spenden aufgerufen, die angeblich „Wunder“ bewirken.

Umso verwunderlicher scheint es da, dass viele Unternehmen mittlerweile ähnliche klingende Positionen besetzen: „Technology Evangelists“ oder „Innovation Evangelists“. Warum stellen Technologieunternehmen und Banken diese ein, was versprechen sie sich davon – und was genau ist das eigentlich, ein Innovation Evangelist?

Innovation Evangelists: Begeisterung vorausgesetzt

Die Bezeichnung leitet sich vom griechischen Wortstamm „Evangelium = frohe Botschaft“ ab. In der christlichen geprägten Gesellschaft ist der Begriff eng mit der Heiligen Schrift verbunden. Die bei Banken arbeitenden Innovation Evangelists können also als Innovations- und Technologie-Prediger verstanden werden. Sie sollen andere von den Möglichkeiten der digitalen Welt, neuer Technik und neuen Ideen erzählen und begeistern.

Entsprechend dient ein Innovation Evangelist als Ansprechpartner in Foren, Konferenzen, Meetings oder Tagungen. Er kann auch als Diskussionspartner bei Symposien, Plenumsdiskussionen oder in Talk-Runden auftreten sowie Fachbeiträge schreiben und Videoformate erstellen. Ein Innovation Evangelist sollte also einerseits von der Sache überzeugt sein, über die er redet, und andererseits Präsenz und Authentizität ausstrahlen, damit sich Menschen von ihm begeistern lassen.

Wer Innovation Evangelist werden möchte, sollte ein gewisses Maß an Technologie-Verständnis, eine hohe Kommunikationsfähigkeit und ein Interesse an Neuem mitbringen.

Mithalten in der Arbeitswelt von morgen

Apple stellte den ersten ein, weitere berühmte Technologie-Prediger arbeiten bei Firmen wie Google und Amazon. Aber auch die Deutsche Telekom und Volkswagen haben Mitarbeiter mit diesem Job-Titel. Ebenso gibt es in der Finanzbranche einige Unternehmen, die Innovation Evangelists beschäftigen, etwa die Deutsche Bank und die Société Générale.

Schaut man sich die Liste der Unternehmen an, die Technology Evangelists beschäftigen, stellt sich die Frage, was Unternehmen sich davon erhoffen, eigentlich kaum noch. Man könnte entgegnen, dass nur diese Firmen sich diese zunächst „unnütz“ erscheinenden Personalkosten erlauben können. Dennoch: Das Zauberwort der heutigen Arbeitswelt ist nun einmal Innovation. Märkte sind im ständigen Wandel, ebenso wie die Bedürfnisse der Kunden. Wer sich nicht weiterentwickelt, geht unter. Und wer etwas Innovatives entwickelt hat, muss das auch realisieren und nach außen zeigen. Sonst würde es ja keiner merken.

Auch intern gilt es als Innovation Evangelist oder Technology Evangelist Umstrukturierungs- und Transformationsprozesse zu begleiten und mitzugestalten. Denn oftmals ist nicht die Technik das größte Hemmnis für Innovation, sondern die Unternehmenskultur. Und da sind Veränderungen oftmals schwerer zu erreichen als bei der Technologie.

Daily-Highlights: Sie möchten mehr von unseren Dailys? Dann lesen Sie hier mehr über die Gründung einer europäischen Traditionsbank oder über die ersten Banknoten Europas.

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