Sah es Anfang der Woche noch nach einer schnellen und reibungslosen Maßnahme aus, müssen Paulson und Bernake nun um ihren Rettungsplan zittern.

Dass für einen Rettungsplan, wie auch immer er verabschiedet wird, Steuermilliarden aufgebracht werden müssen, steht wohl ausser Zweifel, aber wie sieht die Zukunft der über fünf Millionen Hausbesitzer mit notleidenden Hypotheken aus. Zahlen diese dann im Grunde doppelt?
Und schliesslich sorgen sich die Konservativen in Amerika, ob die Finanzspritze nicht viel mehr Unheil anrichtet als die Krise an sich. Dass die Entscheidung nicht einfach ist, zeigt Amerika selber ja auch durch den eingeschlagenen Zick-Zack-Kurs. Erst rettet man und kauft auf, dann rettet man eine Bank wie Lehmann nicht und als nächstes will man 700 Mrd. locker machen. Auch die unterschiedlichen Reaktionen aus Europa zeigen, dass es für die Politik nicht einfach ist, eine finale und richtige Entscheidung zu treffen. So hat Finanzministerin Christine Lagarde einem Rettungsplan eine Absage erteilt, zumal nach ihrer Aussage die Banken Frankreichs auch viel gesünder sind. In London schliesst man indes einen Schulterschluss in der internationalen Krise nicht aus.
Thorsten Hahn, Jahrgang 1967, ist Herausgeber der BANKINGNEWS und Gründer des BANKINGCLUB. In seinem Editorial „Quer durch die Bank“ bezieht er regelmäßig zu den Themen Stellung, die die Welt der Finanzen bewegen.
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Außerdem ist der erfahrene Banker und Diplom-Kaufmann Autor verschiedener Fachbücher und Buchbeiträge.

