Verรคnderungen von Handels- und Wirtschaftskorridoren, makroรถkonomische Herausforderungen, geopolitische Risiken und die wachsende Bedeutung nachhaltiger, resilienter Lieferketten prรคgen das Umfeld, in dem Unternehmen heute agieren. Der Welthandel befindet sich seit einiger Zeit in einer Phase tiefgreifender Umbrรผche. Jedoch kรถnnten genau diese Mรถglichkeiten neue Geschรคftsbeziehungen und Geschรคftsmodelle aufzeigen.
Die zweite im Jahr 2025 durchgefรผhrte HSBC Global Trade Pulse Survey und Kundengesprรคche zeichnen ein klares Bild: Internationale Unternehmen passen sich an eine neue globale Handelsrealitรคt an. Dabei finden sie effektive Wege, um dem Handels- und Zollgegenwind zu begegnen und steigende Kosten sowie den Druck auf das Betriebskapital zu bewรคltigen. Das ist eine der zentralen Aussagen, die aus der aktuellen Global Trade Pulse Survey von HSBC hervorgeht.
Die Umfrage bietet Einblicke von รผber 6.700 Entscheidungstrรคgern in 17 Mรคrkten zu Zรถllen und handelspolitischen Themen und zeigt deutlich, dass sich internationale Unternehmen zunehmend an eine neue Realitรคt des Welthandels anpassen.
Geopolitik zwingt Unternehmen zum Umdenken
84 Prozent der deutschen Unternehmen sind zuversichtlich, ihr internationales Handelsgeschรคft in den nรคchsten zwei Jahren ausbauen zu kรถnnen โ mit Europa als Top-Expansionsziel. Dies untermauert die Ergebnisse der ersten durchgefรผhrten Trade Pulse Survey aus dem Frรผhjahr des vergangenen Jahres, die aufgezeigt hat, dass Unternehmen versuchen, Abhรคngigkeiten mithilfe von Re-Shoring,ย Near-Shoringย und โFriend-Shoringโ zu reduzieren. Aus den Ergebnissen der jรผngstenย HSBC-Umfrageย geht zudem hervor, dass 67 Prozent der weltweit und 49 Prozent der befragten Unternehmen aus Deutschland sich heute klarer รผber die Auswirkungen der Handelspolitik auf ihre Geschรคftstรคtigkeiten sind als vor sechs Monaten.ย
50 Prozent der befragten deutschen Unternehmen gaben zudem an, dass die Verรคnderungen in der Zoll- und Handelspolitik ihre laufenden Kosten im Vergleich zum Frรผhjahr erhรถht hรคtten, 41 Prozent der Befragten verzeichnen aber gleichzeitig auch positive Umsatzimpulse. Insgesamt fรคllt der Einfluss der volatilen Zoll- und Handelspolitik im Vergleich zum globalen Durchschnitt auf deutsche Unternehmen jedoch negativer aus.
Auf die Frage, welche Art externer Unterstรผtzung fรผr ihr Unternehmen am hilfreichsten wรคre, um den Herausforderungen der sich verรคndernden Zoll- und Handelspolitik zu begegnen, nennen die befragten Unternehmen am hรคufigsten die Bereiche Strategische Beratung im Zusammenhang mit internationaler Expansion und der Restrukturierung beziehungsweise Neuausrichtung ihrer Lieferketten sowie Risikomanagement-Lรถsungen fรผr ihren Auรenhandel.
Zusammenfassend lรคsst sich sagen: Der Welthandel befindet sich weiterhin im Wandel und Themen wie die Lokalisierung von Lieferketten, der Aufstieg des digitalen Dienstleistungshandels, Plattformlรถsungen, das Thema Nachhaltigkeit und handelspolitische Unsicherheiten werden auch in 2026 weiterhin das Geschehen prรคgen.
Seit 2025ย leitet Selma Musiฤย den Bereich Global Trade Solutions bei HSBC Deutschland.ย Der Bereich GTS fokussiert sich darauf,ย Unternehmen dabei zu unterstรผtzen, ihr Geschรคft fรผr die Herausforderungen der Zukunft aufzustellen und sich insbesondere in dem bestรคndig wandelnden Umfeld des globalen Handels zurechtzufinden. Selmaย Musiฤย verfรผgt รผber 17 Jahre Erfahrung in strukturierter Handelsfinanzierung und ist seit 10 Jahren bei der HSBC in unterschiedlichen Fรผhrungsfunktionen tรคtig.


