Dienstag, 03. Mรคrz 2026
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1960: Ein krisenerfahrener Bankchef hat Geburtstag

John Michael Cryan, geboren 1960 in Sunderland im County Durham des Vereinigten Kรถnigreichs, studierte an der Universitรคt Cambridge und schloss dort das Studium mit dem Master of Arts (Hons) ab. Cryan begann seine Karriere als angehender Wirtschaftsprรผfer bei Arthur Andersen LLP in London.

Das Bankgeschรคft erlernte er bei der Investmentbank S. G. Warburg & Co., zu der er 1987 gewechselt war. 2008, im Jahr der Finanzkrise, wurde er Finanzchef fรผr den Nahen Osten und Afrika bei der Schweizer GroรŸbank UBS. Im Geldhaus musste Cryan unter anderem mit Verlusten in Milliardenhรถhe, harten SparmaรŸnahmen und Rechtsstreitigkeiten mit den amerikanischen Steuerbehรถrden und daraus folgenden Vergleichszahlungen umgehen. Eher รผberraschend verlieรŸ er nach dieser herausfordernden Zeit die UBS 2011. Der Brite wurde 2012 Prรคsident der Investmentgesellschaft Temasek Holdings in Singapur und ab 2013 dann Vorsitzender des Prรผfungsausschusses im Aufsichtsrat der Deutschen Bank.

2015 wechselte Cyran in den Vorstand und beerbte Jรผrgen Fitschen und Anshu Jain als CEO der Deutschen Bank. Seine Zeit als Vorstandsvorsitzender beim grรถรŸten deutschen Kreditinstitut war jedoch geprรคgt von Kritik und Verlustgeschรคften.

Denn der krisenerprobte neue CEO plante weitreichende und kostenintensive Umstrukturierungen bei der Deutschen Bank und das Kreditinstitut schrieb aufgrund verschiedener Rechtsstreitigkeiten, Strafen und zu zahlenden Kompensationen Verluste. Der Aufsichtsrat reagierte und berief im April 2018 Christian Sewing mit sofortiger Wirkung zum neuen Chef und Nachfolger Cryans.

Nach seiner nur dreijรคhrigen Karriere bei der Deutschen Bank wurde Cryan im September 2019 Direktor der X Cyber Group und am 1. Januar 2020 begann er seine Tรคtigkeit als Vorstandsvorsitzender bei der Man Group, bei der er seit 2015 Verwaltungsratsmitglied ist. Auch hier fiel Cryans Einstieg in keine leichte Phase.

Deutsche Bank sorgt auch nach Cryan fรผr Gesprรคchsstoff

Und die Deutsche Bank? Machte auch nach Cryans Weggang von sich reden. Zuletzt durch den Mitte 2019 angekรผndigten Sparkurs, der unter anderem einen Abbau im Filialnetz und Einsparungen im Personal vorsieht. Rund 150 der 500 Filialen in Deutschland sollen geschlossen werden. Allein in Deutschland sollen bis Ende 2022 18.000 Stellen wegfallen. Weltweit soll sich die Zahl der Mitarbeiter auf rund 74.000 verringern. Die geplanten Ziele wurden in der vergangenen Woche weiter verschรคrft. So soll die Deutsche Bank Medienberichten zufolge die Kosten in der Privatkundensparte bis Ende 2022 um weitere 800 Millionen Euro senken. Zudem sollen bis Ende 2022 etwa 2.300 Vollzeitstellen im administrativen Bereich der Sparte abgebaut werden.

Daily-Highlights: Sie mรถchten mehr von unseren Dailys? Dann lesen Sie hier mehr รผber einen kleinen Tippfehler mit groรŸer Wirkung oder erfahren Sie hier welche Bank ihre Sparer in Zukunft abstraft.

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