Erfolgreiches Projektmanagement ist vor allem eine Kulturfrage.
Vor inzwischen mehr als zwei Jahren hat die Gesellschaft fรผr Projektmanagement (GPM) eine bemerkenswerte Studie verรถffentlicht รผber โ Achtung! โ Misserfolgsfaktoren im Projekt. Drei wesentliche Ergebnisse: Das Top-Management zieht nicht mit, Projekten fehlt genรผgend Autonomie und die Projektarbeit genieรt nur einen eher niedrigen Stellenwert im Unternehmen. Dann lรคuft es schief.
Stellen wir uns fรผr einen Moment vor, wir wรผrden keine Bankorganisation machen, sondern Autos bauen. Dann wรคre die GPM-Studie als Mahnung zu verstehen, zuerst ein passendes Fahrwerk zu entwickeln und erst dann das Chassis. Klar: Ein Porsche-Aufbau macht aus einer Kutsche mit Holzrรคdern noch keinen Sportwagen. Das gilt auch im Projektmanagement. Unternehmen, die ein projektfreundliches Umfeld schaffen, gelingt die Innovation. Sie setzen Krรคfte frei, die anderenfalls in die Kompensation suboptimaler Rahmenbedingungen flieรen. Vor diesem Hintergrund รผberrascht nicht, so die GPM-Autoren, dass eine fehlende PM-Software auf dem vorletzten Platz landet, wenn es um Einflussfaktoren fรผr den Gesamterfolg von Projekten geht.
Innovationsklima muss vorhanden sein
Eine zweite Erkenntnis aus der Praxis: Das richtige Fahrwerk erleichtert die Modellpflege. Was ist gemeint? Erreicht das Projektmanagement einen gewissen Reifegrad, ergibt es natรผrlich Sinn, bestehende Werkzeuge zu verbessern. Etwa eine Software anzuschaffen fรผr ein professionelles Ressourcenmanagement. Bis dahin empfiehlt sich, das richtige Innovationsklima zu schaffen.
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Claudia Meier ist Inhaberin von Procedera Consult. Sie verfรผgt รผber Organisationserfahrung seit 1988.

