Freitag, 17. April 2026
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Fintech-Beteiligungen der Berliner Volksbank Ventures

Die Hauptstadtregion ist besonders attraktiv fรผr junge Unternehmen, die mit innovativen Produkten und Dienstleistungen den Prozess der Digitalisierung vorantreiben. Fรผr die Entwicklung benรถtigen sie Wagniskapital, das die Berliner Volksbank Ventures in Form einer Beteiligung zur Verfรผgung stellt โ€“ auch um langfristig an deren erfolgreicher Entwicklung partizipieren zu kรถnnen. โ€žรœber die Berliner Volksbank Ventures investiert die Berliner Volksbank in innovative Unternehmen, die neue Produkte fรผr die Finanzindustrie oder die mittelstรคndischen Kunden der Bank bieten. Weitere Voraussetzungen fรผr eine Beteiligung sind ein herausragendes Grรผnderteam, erste bestehende Kundenbeziehungen und dass ein attraktives Geschรคftsmodell hinter der Idee steht. Im Endeffekt muss die Kombination aus einer Vielzahl von Faktoren passenโ€œ, so Timo Fleig, Geschรคftsfรผhrer der Berliner Volksbank Ventures.

Das Berliner Unternehmen Bergfรผrst etwa ermรถglicht es, schon mit einem Betrag ab zehn Euro in Immobilien zu investieren und mit diesen Anteilen spรคter auch zu handeln. Grรผnder und CEO Dr. Guido Sandler ist รผberzeugt von seiner Idee, mit der er digitales Investieren auch fรผr kleinere Geldbeutel erschwinglich gemacht hat. Das Modell Crowdfunding, bei dem Menschen รผber das Internet zusammen in ein Projekt investieren, hat Bergfรผrst auf den Immobilienkauf รผbertragen: โ€žWir sind die fรผhrende Plattform fรผr direkte Beteiligungen in einzelne Immobilienprojekt-Entwicklungen und die einzige, die auch die Beteiligung an Bestandsimmobilien anbietet.โ€œ Transparenz und Flexibilitรคt seien seinen Kunden wichtig. รœber eine Webcam kรถnnten sie die Baustellen der finanzierten Projekte beobachten. Die getรคtigten Investments kรถnne der Kunde jederzeit รผber Bergfรผrst zum Weiterverkauf anbieten, so sei niemand an Laufzeiten gebunden.

Die neue digitale Vermรถgensverwaltung

Auch bei Liqid basiert das Geschรคftsmodell auf den Mรถglichkeiten der Digitalisierung. โ€žWir nutzen das Internet, um unseren Kunden auf einfache, verstรคndliche und papierlose Art Zugang zu Finanzdienstleistungen und -produkten zu geben, die bisher ausschlieรŸlich sehr vermรถgenden Kunden zugรคnglich warenโ€œ, erklรคrt CEO Christian Schneider-Sickert. Wรคhrend man anderswo mindestens eine halbe Million Euro auf dem Konto benรถtigt, um in den Genuss einer professionellen Vermรถgensverwaltung zu kommen, bietet Liqid seine Dienste ab 100.000 Euro an. Hinter den Anlagestrategien des Unternehmens steht โ€žHQ Trustโ€œ, die Vermรถgensverwaltung der Industriellen-Familie Harald Quandt, deren Expertise mit Hilfe modernster Technologie skaliert wird. โ€žDie Anlageansรคtze von Hochvermรถgenden lassen sich eins zu eins auf kleinere Vermรถgen รผbertragen. Diese Kunden haben die gleichen Hoffnungen und Sorgen und mรถchten ihr Vermรถgen schรผtzen und idealerweise vermehrenโ€œ, ist Schneider-Sickert รผberzeugt.

Brรผckenbauer zwischen Fintechs und Banken

Das Fintech-Unternehmen Figo wurde 2012 zunรคchst als Banking-App gegrรผndet. โ€žWir hatten ursprรผnglich die fixe Idee, Nutzern eine Art Zuhause fรผr die Verwaltung ihrer Finanzen zu bieten, womit wir leider nicht erfolgreich warenโ€œ, so CEO Andrรฉ M. Bajorat. Scheitern und dann trotzdem erfolgreich werden, ist in der Start-up-Welt mรถglich: Sein Team und er seien sich immer sicher gewesen, dass Bankdaten im richtigen Kontext zum Nutzer einen groรŸen Wert haben. Am Ende lagen sie mit dieser Einschรคtzung richtig. Mittlerweile hat sich Figo als Europas erster Banking-Service-Provider etabliert.

Die EU-Richtlinie โ€žPayment Services Directive 2โ€œ, die 2018 in ein nationales Gesetz gegossen werden soll, spielte dem Hamburger B2B-Unternehmen in die Karten. Denn eine darin enthaltene Vorgabe verpflichtet Banken dazu, sich gegenรผber Dritt-anbietern wie Fintechs zu รถffnen. โ€žFigo liefert mit seiner multifunktionalen Plattformtechnologie die Lรถsung zur Erfรผllung von eben dieser Vorgabe, weshalb Banken diese Schnittstelle nicht selbst entwickeln mรผssenโ€œ, so Bajorat. Figo fungiert also als Brรผcke zwischen Fintechs und Banken. Letztere nutzen die technische Mรถglichkeit, wenn sie ihren Kunden beispielsweise beim Online-Banking anbieten, gleichzeitig Konten anderer Banken mit zu verwalten. โ€žWir sind eigentlich ein unsichtbarer Dienstleister, der die technische Grundlage zahlreicher Finanzdienstleistungen istโ€œ, erklรคrt Bajorat.

Laut Andreas Laule, neben Timo Fleig ebenfalls Geschรคftsfรผhrer der Berliner Volksbank Ventures, hat die Berliner Volksbank mit ihrer Tochtergesellschaft in ein zukunftstrรคchtiges Segment investiert: โ€žNeue europรคische Regularien werden Banken dazu bringen, sich den innovativen Technologien zu รถffnen und strategische Entscheidungen fรผr die Zukunft zu treffen. Diese Entwicklung wollen wir mitgestalten.โ€œ

Disclaimer

Dieser Artikel erschien in einer Langfassung in der Ausgabe 58 des Mitgliedermagazins der Berliner Volksbank.

Anne Klesse ist Redakteurin des Mitglieder-Magazins der Berliner Volksbank โ€žtreffpunktโ€œ. Sie hat u.a. fรผr das Hamburger Abendblatt geschrieben.

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