Freitag, 24. April 2026
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Die Euro-Erstausstattung: Wie viel war drin?

Kurz vor dem neuen Jahrtausend, genauer gesagt im Frรผhjahr 1999, erteilte die Europรคische Zentralbank die Genehmigung zur technischen Ausstattung der Euro-Banknoten. Nachdem zuvor in einem Design-Wettbewerb und einer Bรผrgerbefragung die Gestaltung der Euro-Banknoten festgelegt und am 30. August durch 2001 den damaligen EZB-Prรคsidenten Wim Duisenberg prรคsentiert wurde, war der Weg fรผr die Serienproduktion der Scheine frei.

Eine wichtige Grundlage fรผr den Euro bildete das 1979 in Kraft getretene Europรคische Wรคhrungssystem. Ausschlaggebend war dabei die von den EWS-Lรคndern geschaffene European Currency Unit (ECU). Sie diente als Rechen-, Bezugs- und Zahlungsmittel sowie als Reservewรคhrung.

Im Vergleich zur โ€žguten alten D-Markโ€œ โ€“ von der die Deutschen laut Bundesbank Ende Februar 2020 immer noch rund 12,44 Milliarden absichtlich oder unabsichtlich horten โ€“ wurde der Euro anfangs bekanntlich nicht mit Wohlwollen โ€žwillkommen geheiรŸenโ€œ.

Von der Euro-Erstausstattung bis heute

Offiziell wurde die neue europรคische Wรคhrung am 1. Januar 2002 eingefรผhrt. Bis zur Euro-Einfรผhrung sind 14,9 Milliarden Banknoten des Euro mit einem Gesamtnennwert von rund 633 Milliarden Euro gedruckt worden. Von dieser Euro-Erstausstattung bilden zehn Milliarden Euro die Ablรถsung der nationalen Banknoten und 4,5 Milliarden Euro sind als logistische Reserve gedacht. So soll sichergestellt werden, dass alle Teilnehmerlรคnder zu jeder Zeit ihre gewรผnschte Stรผckelung bekommen.

Gedruckt werden die Euro-Banknoten in verschiedenen Druckereien in Europa, zwei davon befinden sich in Deutschland. Fรผr die deutsche Euro-Erstausstattung wurden rund 4,3 Millionen Banknoten benรถtigt. Die Druckkosten dafรผr lagen bei circa 360 Millionen Euro.

Eine betrรคchtliche Summe, besonders wenn man bedenkt, dass die Scheine nicht sehr lange โ€ždurchhaltenโ€œ. Ein 100-Euro-Schein, da er weniger oft benutzt wird, ist im Durchschnitt etwa vier bis fรผnf Jahre im Umlauf, bevor er geschreddert wird. Wohingegen die 10- und 20-Euro-Scheine weniger als halb so lange โ€žรผberlebenโ€œ. Bereits nach eineinhalb Jahren mรผssen die kleinen Banknoten entsorgt werden. Ende April 2002 belief sich der Euro-Bargeldumlauf in Deutschland auf den Wert von 91,2 Milliarden Euro.

Seitdem hat sich einiges getan, die Wรคhrung und ihre Vorteile sind mittlerweile anerkannt. โ€žDer Euro ist der konkreteste Ausdruck der europรคischen Integration: rund 341 Millionen Menschen benutzen ihn tรคglich und machen ihn damit zur der weltweit am zweithรคufigsten verwendeten Wรคhrungโ€œ, heiรŸt es auf der Webseite der EU.

Daily-Highlights: Sie mรถchten mehr von unseren Dailys? Dann lesen Sie hier mehr รผber die Person Martin Zielke oder darรผber, ob das Krisenjahr 2020 bei der Deutschen Bank zum Wendepunkt wird.

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