Freitag, 17. Juli 2026

Postbank-Studie: Mobile Payment wächst deutlich – Karte bleibt beliebteste Bezahlmethode

Immer mehr Menschen in Deutschland bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch. Der Anteil der Mobile-Payment-Nutzer ist laut der Postbank Digitalstudie 2026 innerhalb eines Jahres von 35 auf 47 Prozent gestiegen. Gleichzeitig bleibt die kontaktlose Kartenzahlung mit 87 Prozent die beliebteste bargeldlose Bezahlmethode.

Das kontaktlose Bezahlen mit Karte ist in Deutschland längst zum Standard geworden. Gleichzeitig gewinnt Mobile Payment weiter an Bedeutung – insbesondere bei jüngeren Verbraucherinnen und Verbrauchern. Das zeigt die aktuelle Postbank Digitalstudie 2026. Demnach bezahlen inzwischen 47 Prozent der Deutschen mit Smartphone, Smartwatch oder App. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem deutlichen Anstieg: 2025 lag der Anteil noch bei 35 Prozent.

Trotz des Wachstums beim mobilen Bezahlen bleibt die kontaktlose Kartenzahlung die mit Abstand meistgenutzte bargeldlose Bezahlmethode. 87 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher halten ihre Bank- oder Kreditkarte inzwischen an das Lesegerät, um kontaktlos zu bezahlen. Für 61 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer steht dabei vor allem der Komfort im Vordergrund. Sie schätzen, dass sich der Bezahlvorgang an der Kasse schneller und unkomplizierter gestalten lässt. Auch Mobile Payment wird vor allem aus praktischen Gründen genutzt. Mehr als die Hälfte der Anwender gibt an, das Smartphone ohnehin immer griffbereit zu haben und dadurch auf die Bankkarte verzichten zu können.

Deutliche Unterschiede zwischen den Generationen

Besonders ausgeprägt sind die Unterschiede beim Mobile Payment zwischen den Altersgruppen. Während bereits 72 Prozent der unter 40-Jährigen mit Smartphone oder Smartwatch bezahlen, sind es bei den über 40-Jährigen lediglich 36 Prozent. Jüngere nutzen Mobile Payment zudem deutlich häufiger im Alltag. Knapp jede beziehungsweise jeder Fünfte der 18- bis 39-Jährigen bezahlt fast immer mobil, wenn diese Möglichkeit angeboten wird. Vor allem im Einzelhandel und in der Gastronomie greifen sie häufiger zum Smartphone als ältere Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Smartphone insbesondere bei den jüngeren Generationen zunehmend als selbstverständliches Zahlungsmittel etabliert. Gleichzeitig bleibt die klassische Bankkarte über alle Altersgruppen hinweg die erste Wahl.

Gewohnheit bremst die Verbreitung

Trotz der wachsenden Verbreitung bleibt das Smartphone für viele Deutsche nicht das bevorzugte Zahlungsmittel. Wer Mobile Payment bislang ablehnt, nennt vor allem Gewohnheit als Grund. 62 Prozent bevorzugen weiterhin klassische Bezahlmethoden wie Karte oder Bargeld. Hinzu kommen Sicherheits- und Datenschutzbedenken. 39 Prozent der Befragten befürchten bei Mobile Payment den Diebstahl des Geräts oder einen Missbrauch ihrer Zahlungsdaten. Ähnliche Vorbehalte gibt es auch gegenüber dem kontaktlosen Bezahlen mit Karte: 38 Prozent derjenigen, die diese Zahlungsart nicht nutzen, äußern entsprechende Sicherheitsbedenken. Für David Dommel, Leiter Digitales Performance-Marketing der Postbank, liegt die größte Hürde für Mobile Payment jedoch weniger in der Sicherheit als im Nutzerverhalten. „Wer das Bezahlen mit dem Smartphone im Alltag noch nicht ausprobiert hat, bleibt meist bei Karte oder Bargeld“, sagt Dommel.

Für die Postbank Digitalstudie 2026 wurden im Mai dieses Jahres 3.050 Einwohnerinnen und Einwohner repräsentativ befragt. Die Studie untersucht bereits zum zwölften Mal, wie sich die Digitalisierung des Alltags entwickelt und wie Verbraucherinnen und Verbraucher digitale Finanzdienstleistungen nutzen.

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