Eine im Juli 2026 von Verivox durchgeführte Umfrage zeigt ein ernüchterndes Bild: Der Bekanntheitsgrad des europäischen Bezahldienstes Wero ist innerhalb eines Jahres um neun Prozentpunkte gestiegen (2025: 30 %), dennoch können 61 Prozent der Befragten Wero nicht als Bezahldienst einordnen. Die tatsächliche Nutzung bleibt auch gering: Lediglich rund sieben Prozent haben den Dienst bisher für Geldtransfers oder beim Bezahlen von Online-Einkäufen eingesetzt.
39 Prozent der Befragten erkennen den Dienst als Bezahllösung. 31 Prozent haben noch nie von Wero gehört. Weitere 23 Prozent kennen den Namen, wissen ihn aber nicht einzuordnen. Sieben Prozent der Befragten ordnen Wero fälschlicherweise anderen Finanzprodukten zu, etwa einer App für den Handel mit Währungen oder als Geldanlage-App.
Wero bleibt trotz steigender Bekanntheit wenig genutzt
Auch bei denjenigen, die Wero kennen, bleibt der Dienst bislang mit 65 Prozent wenig genutzt. Insgesamt ist Wero bei 14 Prozent der Befragten freigeschaltet (2025: 10 %), tatsächlich genutzt haben ihn mit sieben Prozent die Hälfte davon (2025: 4 %). Bekanntheit und Nutzung sind gegenüber dem Vorjahr zwar gestiegen, bewegen sich aber weiterhin auf niedrigem Niveau. Inzwischen ist die Bezahlung mit Wero auch in größeren Online-Shops wie Lidl und Decathlon möglich.
Außerdem schließen sich immer mehr europäische Banken der European Payment Initiative (EPI) an, die Wero trägt. In Deutschland gehören unter anderem Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken und die ING dazu. Ziel ist es, Wero langfristig zur führenden Bezahlplattform Europas zu machen.
Mit 58 Prozent hält die Mehrheit der Deutschen dieses Ziel jedoch für unrealistisch, insbesondere im Vergleich zu erfolgreich etablierten Anbietern wie PayPal. Zuversichtlicher zeigt sich nur die jüngste Altersgruppe: Unter den 18- bis 29-Jährigen trauen 53 Prozent Wero den Aufstieg zur beliebtesten Bezahlplattform Europas zu.

