Donnerstag, 20. August 2026

Gen Z: Wenig Vertrauen in die Rente, viel Interesse an Vorsorge

Die Gen Z blickt skeptisch auf die gesetzliche Rente: Nur 49 Prozent der 18- bis 30-Jährigen rechnen damit, im Alter noch eine staatliche Rente zu erhalten. Gleichzeitig gewinnt die private Vorsorge an Bedeutung und auch das geplante Altersvorsorge-Depot stößt bei jungen Erwachsenen auf Interesse.

18- bis 30-Jährige haben 2026 wenig Vertrauen in die gesetzliche Rente, das zeigt eine forsa-Umfrage von ING Deutschland und Visa. Nur 49 Prozent der Befragten aus der Gen Z rechnen noch damit, im Alter eine gesetzliche Rente zu erhalten. Der Anteil der jungen Gen Z, die mit einer gesetzlichen Rente rechnen, sinkt damit innerhalb eines Jahres um sieben Prozentpunkte (2025: 56 Prozent).  

Auch die Sorge vor Altersarmut ist groß: 79 Prozent der Befragten sorgen sich um ihre Altersvorsorge. Nur fünf Prozent vertrauen darauf, dass die staatliche Rente ausreichen wird, um ihren Lebensstandard im Alter zu sichern. Daher sparen mit 53 Prozent mehr als die Hälfte der jungen Anlegerinnen und Anlegern heute für ihre Altersvorsorge.  

Für Lars Stoy, Vorstandsvorsitzenden der ING Deutschland, geht es insbesondere darum, Menschen bei der privaten Altersvorsorge zu unterstützen: „Die Analyse zeigt, dass die Gen Z ihre finanzielle Zukunft selbst in die Hand nimmt. Sie spart regelmäßig, investiert langfristig und nutzt vor allem breit gestreute ETFs. Das Altersvorsorge-Depot trifft damit bei vielen jungen Erwachsenen einen Nerv. Damit aus Offenheit echte Vorsorge wird, braucht es einfache, verständliche und kostengünstige Angebote.“ 

Altersvorsorge-Depot stößt bei jungen Erwachsenen auf Interesse 

Ab 2027 soll das staatlich geförderte Altersvorsorge-Depot eingeführt werden. Die staatliche Förderung des Altersvorsorge-Depots soll sich aus Zulagen und steuerlichen Vorteilen zusammensetzen. Die Mehrheit der Befragten (65 Prozent) hält das Altersvorsorge-Depot für ansprechend. Doch in der Bekanntheit gibt es aktuell noch einen Gender Gap: Während zwei Drittel der Männer das Depot kennen, ist es bei den Frauen nur jede Zweite. 

Allgemein schätzt die Mehrheit der 18- bis 30-Jährigen (85 Prozent) den eigenen Finanzüberblick als gut ein. Zwei Dritteln fällt regelmäßiges Sparen und Investieren leicht. Insgesamt sind 92 Prozent finanziell aktiv und sparen oder investieren damit etwas häufiger als noch 2025. Im Fokus stehen vor allem Notfallrücklagen, finanzielle Unabhängigkeit und Altersvorsorge. Für den Immobilienkauf sparen dagegen weniger junge Menschen als im Vorjahr (2026: 30 Prozent; 2025: 40 Prozent). 

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