Als Bezahldienst der European Payments Initiative (EPI) ist Wero zunächst insbesondere als Instant-Payments-Option und für Mobile-to-Mobile-Zahlungen gestartet. 2026 entwickelt sich Wero zunehmend zu einer europäischen Payment-Plattform: Immer mehr Banken integrieren den Bezahldienst in ihre Apps und auch Händler nehmen Wero als zusätzliche Zahlungsmöglichkeit auf.
Vom Mobile Payment zum Online-Handel
In den vergangenen Monaten hat Wero im E-Commerce weiter an Bedeutung gewonnen. So erweiterte ING Deutschland Wero um Online-Zahlungen. Während bislang nur Peer-to-Peer-Zahlungen möglich waren, können Kunden Wero damit auch beim Online-Shopping einsetzen.
Auch auf Händlerseite wächst die Akzeptanz. Decathlon, expert und Lidl setzen inzwischen auf Wero als zusätzliche Bezahloption im Online-Handel. Für Lidl ist dabei vorgesehen, Wero nach dem Deutschland-Start auch in Belgien und Frankreich einzuführen. Damit nimmt die Verbreitung von Wero nicht nur auf der Issuer-Seite, sondern zunehmend auch auf der Acceptance-Seite Fahrt auf.
Gleichzeitig wird daran gearbeitet, dass deutsche Kundinnen und Kunden die Bezahloption künftig auch am Point of Sale einsetzen können, etwa in Lidl- oder Decathlon-Filialen.
Eine weitere zentrale Entwicklung findet parallel in den Niederlanden statt: Die Migration des etablierten Online-Bezahlsystems iDEAL zu Wero schreitet voran. Dazu hat sich EPI mit niederländischen Banken, Verbänden und Zahlungsdienstleistern auf die nächsten Schritte geeinigt: Bis Oktober 2026 sollen alle niederländischen Issuer-Banken an Wero angeschlossen sein. Parallel wird der Wero-Kaufschutz schrittweise eingeführt, mit dem Ziel einer vollständigen Abdeckung bis zum 1. Januar 2028.
Die Migration in den Niederlanden zeigt damit eine weitere Dimension der Wero-Strategie: Wero wird nicht nur als zusätzliche Zahlungsmöglichkeit im Online-Handel etabliert, sondern soll auch bestehende nationale Zahlungssysteme in eine europäische Payment-Lösung überführen.
Europäische Banken integrieren Wero
Während die ING ihr Angebot ausweitet, ziehen auch andere europäische Banken nach. In Deutschland integrieren etwa N26 und norisbank Wero in ihr Angebot. Auch belgische Banken wie Crelan und Beobank sowie das französische Institut BoursoBank setzen auf Wero. Während Crelan und Beobank Wero bereits anbieten, plant BoursoBank die Integration bis Ende 2026. In Österreich zählen Erste Bank Österreich, die Raiffeisen Bank International und die Raiffeisen Landesbanken seit Ende Juni 2026 zu den Gesellschaftern der EPI. Damit gewinnt Wero weitere wichtige Partner.
Nicht nur auf Bankenseite wächst das Wero-Ökosystem. Mit der Zusammenarbeit zwischen EPI und dem technischen Dienstleister ACI Worldwide wird die technische Integration in die Payment-Infrastruktur erleichtert. Im Juni 2026 wurde ACI Worldwide zum Principal Member der EPI und integriert Wero in seine Payments Orchestration Platform. Durch diese strategische Zusammenarbeit erhalten Händler und Finanzintermediäre in ganz Europa die Möglichkeit, Wero als neue Zahlungsmethode für Verbraucher und Unternehmen anzubieten.
Mit der zunehmenden Integration in Bankangebote und der wachsenden Händlerakzeptanz steigt auch die Verfügbarkeit von Wero für Verbraucherinnen und Verbraucher. Durch die Integration beziehungsweise Migration nationaler Lösungen kann Wero perspektivisch zu einer europaweiten Alternative zu internationalen Zahlungsnetzwerken werden.

