โAusgerechnet die unpraktischsten Kleider und die leichtesten Schuhe, die zartesten Hรผte und die dรผnnsten Strรผmpfe sind am elegantestenโ, wusste schon Simone de Beauvoir. Es verwundert also nicht, dass Nylon, Lycra und Baumwolle den Frauen der Finanzwelt genauso gelรคufig sind, wie Bilanz, Rendite und Festgeldanlage. Sie fรผhren gar รคhnliche Assoziationen herbei und folgen einem bestimmten Muster. In Relation zum Wirtschaftsvokabular bietet die Strumpfhose etwas mehr Spielraum, ist jedoch nicht so solide.
Das Kleidungsstรผck, das seine Bekanntheit schon im 15. Jahrhundert erreichte, unterliegt einer fortwรคhrenden Entwicklung. Zwar รคnderte sich das Geschlecht der primรคren Trรคger, doch die Nutzungsart ist gleichgeblieben. Lange Strรผmpfe werden an einer Unterhose angenรคht und fertig ist das feine Wรคschestรผck. Sehr platt, bedenkt man, dass Strumpfhosen, je nach Material, sehr fein gewoben sind. In gรคnzlich unpassenden Momenten bilden sich gerne Laufmaschen. Diese kรถnnen, im besten Fall, mit Nagellack vor dem weiteren Einreiรen gestoppt werden, machen das gute Stรผck aber unbrauchbar. Wichtig fรผr Frau von Welt: Tagsรผber gilt der Griff am besten zur hellen und bei Abendveranstaltungen zur dunklen Variante.
Anna Sophia Stรถtzer, Jahrgang 1988, war von Februar bis November 2016 Redakteurin bei BANKINGCLUB. Sie studierte Kulturjournalismus und Technikjournalismus/PR in Kรถln und Bonn. Wรคhrend ihres Studiums sammelte sie praktische Erfahrungen in Hรถrfunk, TV- und Online-Journalismus sowie im Bereich Social Media.

