Freitag, 17. April 2026
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Wie Unternehmen durch Digitalisierung zu Banken werden

Die Mehrheit der Menschen mรถchte immer und รผberall online sein. Schnell, einfach und jederzeit ins Internet zu kommen, ist zur Selbstverstรคndlichkeit geworden. So stรถrt es uns immens, wenn dies in bestimmten Regionen oder Situationen nicht mรถglich ist. Fรผr uns Menschen wird der Augenblick immer wichtiger: Sie mรถchte die neuste Jacke jetzt โ€“ in diesem Moment โ€“ bestellen. Er mรถchte das Ticket fรผr ein Konzert โ€“ genau jetzt โ€“ erwerben, obwohl er gerade unterwegs ist. Schon deshalb, weil es ansonsten ausverkauft sein kรถnnte. Die Erfรผllung der Wรผnsche und Bedรผrfnisse im Moment des Wollens wird so zu einem zentralen Treiber, fรผr den die Wirtschaft Lรถsungen bieten muss. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Entwicklung der technischen Mรถglichkeiten dieses Jetzt-Haben-Wollen gefรถrdert hat oder ob sich dieses Jetzt-Haben-Wollen endlich entfalten kann, weil die Technik diese Mรถglichkeiten nun bietet. Tatsache ist, dass der Moment im Wirtschaftsleben immer stรคrker in den Fokus rรผckt. So auch bei den Unternehmen selbst โ€“ im B2B-Umfeld. Dadurch ergeben sich neue, effiziente Prozesse.

Vor- und Nachteile bargeldloser Transaktionen

Bargeld wird immer mehr zurรผckgedrรคngt. Auch wenn viele Konsumenten daran noch gerne festhalten, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir vรถllig bargeldlos agieren. Ein GroรŸteil der stationรคren Einkรคufe wird schon heute bargeldlos mit Karte getรคtigt โ€“ international noch mehr als in Deutschland. Bei Online-Kรคufen ist es gar nicht anders machbar. Das hat viele Vorteile, aber fรผr den Hรคndler zwei entscheidende Nachteile: 1. Das Geld ist nicht sofort verfรผgbar. 2. Der Kontroll- und Buchhaltungsaufwand in den Unternehmen ist sehr hoch. Der Umsatz wurde buchhalterisch zwar getรคtigt und die Zahlung sichergestellt, jedoch ergibt sich immer eine Zeitlรผcke zwischen buchhalterischem Umsatz und faktischem Geldeingang. Dabei geht es nicht um den Zinsverlust, der aus der Zeitdifferenz entsteht, sondern vielmehr um den Aufwand, der in der Buchhaltung betrieben werden muss, um die gebuchten Umsรคtze den tatsรคchlichen Zahlungen zuzuordnen. Ist der Hรคndler zudem international ausgerichtet, sind schnell viele Wรคhrungen und auch mehrere Bankkonten bei unterschiedlichen nationalen und internationalen Bankinstituten involviert. All das macht die Buchhaltung schwerfรคllig, teuer und unรผbersichtlich. Natรผrlich gibt es Unternehmen, die ihre Prozesse besser strukturiert und automatisiert haben als andere. Vor zwei Problemen stehen aber alle Unternehmen: Zum einen fรผhrt die Zeitdifferenz zwischen Kauf und tatsรคchlichem Geldeingang bei bargeldloser Bezahlung zu einem hohen Kontrollaufwand in der Buchhaltung. Zum anderen werden Transaktionen und Clearing durch die hohe Anzahl an Schnittstellen zu Banken und anderen Systemen schwerfรคllig.

Bankenรคhnliche Strukturen in Unternehmen

Eine Lรถsung dafรผr ist, dass die Unternehmen selbst Bank werden. Natรผrlich nicht im wรถrtlichen Sinn, sondern in dem Sinn, dass sie fรผr ihre Geldflรผsse eine bankenรคhnliche Struktur im Unternehmen selbst aufbauen. Eine Infrastruktur, die sie selbst managen kรถnnen, an die sie alle Beteiligten, also etwa Tochterunternehmen, Wiederverkรคufer, Lieferanten anbinden โ€“ in einem auf das Unternehmen abgestimmten System. Die Folge wรคre, dass solch ein System die buchhalterischen Aufwendungen massiv vereinfachen wรผrde. Im Moment der Kauftransaktion findet der faktische Geldfluss statt. Die Aufteilung des Geldbetrages an partizipierende Unternehmen erfolgt im Moment der Transaktion auf die entsprechenden Konten im System. Dadurch entfรคllt die aufwรคndige Zuweisung der einzelnen Geldbetrรคge. Die Transaktionen sind schneller, transparenter und kostengรผnstiger. So sparen sich die Unternehmen auch Bankprovisionen, die beim Transfer von einer zur anderen Bank anfallen.

Sparsam, transparent, schnell und einfach

Ein solch individualisiertes System macht das Unternehmen schneller und agiler. Der Grund: Der Prozess vom Kauf des Konsumenten bis zur finalen Aufteilung der Transaktionsbetrรคge an die Beteiligten erfolgt in einem durchgรคngigen digitalen System mit nahtlosen รœbergรคngen. Somit sind die Schnittstellen minimiert und auf ein System begrenzt. Die Konsequenzen: Kostenersparnis, Transparenz, Schnelligkeit, Einfachheit. Digitale Systeme, die die vielen anfallenden Aufgaben im Moment der Transaktion lรถsen โ€“ und nicht in einer langwierigen chronologischen Abfolge โ€“ bringen den Unternehmen wichtige Effizienzvorteile. Unternehmen werden auf diese Weise zu digitalen โ€žBankenโ€œ.

Patrick Urban ist Chief Marketing Officer (CMO) von MUUME. Patrick hat Betriebswirtschaftslehre studiert und war in mehreren B2C-Firmen in diversen Positionen tรคtig, bevor er sich als Retail- und Marยฌkenยฌexperte selbststรคndig machte. In dieser Zeit hat Patrick Unternehmen im analogen und digitalen Umยฌfeld beraten. Patrick verantwortet bei MUUME den Bereich Marketing, Markenfรผhrung & Kommunikation.

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