Freitag, 17. April 2026
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Josef Paul

Der Aufschrei war groรŸ: Zum ersten Mal verlangte ein deutscher Bankvorstand einen Strafzins von Nicht-Firmenkunden โ€“ genauer gesagt von seinen Privatkunden. Josef Paul, Vorstand der Raiffeisenbank Gmund am beschaulichen Tegernsee, sah sich genรถtigt, von Kunden (das Handelsblatt schรคtzt die Zahl auf 140 Betroffene) mit einer Giroeinlage von mehr als 100.000 Euro einen Strafzins von 0,4 Prozent zu erheben. Neben einer anderen Anlagelรถsung wรคhlten einige Kunden den Weg zu einem anderen Kreditinstitut.

Aufgrund der gegenwรคrtigen Geldpolitik der Europรคischen Zentralbank hatte Josef Paul keine Alternative. Denn fรผr รผberschรผssiges Geld zahlt derย  59-Jรคhrige im Namen seiner Bank eine Strafe von 0,4 Prozent an die EZB. Somit holt sich Josef Paul nur das Geld wieder, welches er an die EZB entrichten muss. Kollegen haben Verstรคndnis fรผr seine Entscheidung, zumal die Raiffeisenbank mit gerade einmal sechs Filialen und einer Bilanzsumme von 145 Millionen Euro zu den kleineren Genossenschaftsbanken zรคhlt und einen deutlichen Einlagenรผberhang verzeichnet.

Christian Grosshardt war zwischen 2014 und 2018 Redakteur im BANKINGCLUB und fungierte von Januar bis April 2018 als Chefredakteur von BANKINGNEWS. Wรคhrend seines Studiums der Germanistik, das er mit dem Master of Arts abschloss, sammelte er bereits umfangreiche redaktionelle Erfahrungen als freier Mitarbeiter bei der Kรถlnischen Rundschau.

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