1844: Der Badische Landtag debattiert die GrĂ¼ndung einer Notenbank. Man wollte so unabhängig von anderen Banken werden. Bis die geplante GrĂ¼ndung der Badischen Bank aber vollzogen wurde, vergingen rund 25 Jahre. Schuld an der Verzögerung waren vor allem die Gegenstimmen zum Gesetzentwurf der Handelskammern Mannheim und Karlsruhe.
Doch im März 1870 war es dann soweit: Das GroĂŸherzogtum Baden erteilte der Badischen Bank die Konzession als Privatbank mit Notenbank-Privileg. Dieses hatte sie bis 1931. An der GrĂ¼ndung waren unter anderem auch Privatbankiers aus Baden beteiligt, etwa Vertreter der Disconto-Gesellschaft und der Bank Rothschild & Söhne.
Veränderungen in der Badischen Bank
Zu Beginn saĂŸ die Badische Bank in Mannheim und hatte ein Kapital von 10.500.000 Gulden. Das Finanzinstitut durfte Banknoten bis zum dreifachen des eingezahlten Kapitals ausgeben, wobei der Notenumlauf durch Gold, Silber oder Wertpapiere gedeckt sein musste. Aufgrund des Notenbank-Privilegs musste die Bank einen Teil ihres Gewinns an das Land Baden abzugeben.
War nach EinfĂ¼hrung der Mark als Währung im Reich noch die 100-Mark-Note die höchste, musste die Badische Bank während der Hyperinflation 1922/1923 sogar 100-Milliarden-Mark-Noten drucken lassen. Es war die Ă„ra der sogenannten Papiermark.
Ab 1923 war sie dann Vertrauensbank des Badischen Staates. 1931 wurde dieser zum Mehrheitsaktionär. Grund dafĂ¼r war die Ăœbernahme eines Aktienpaketes von der ebenfalls 1870 gegrĂ¼ndeten Deutschen Bank.
Anfang der 1930er Jahre verlegte die Badische Bank ihren Hauptsitz von Mannheim nach Karlsruhe und die nationalsozialistische Regierung hob das Notenprivileg auf. In der Folgezeit kamen durch Fusionen Niederlassungen in Freiburg im Breisgau, Pforzheim und kurzzeitig auch in StraĂŸburg dazu.
Liquidierung der Badischen Bank
1934 trat ein Reichsgesetz in Kraft, welches die Bank liquidierte. AnschlieĂŸend existierte sie nur noch als Geschäftsbank-typisches Kreditinstitut.
Ihre Geschichte geht aber noch weiter: 1977 erfolgte eine Fusion mit der WĂ¼rttembergischen Notenbank und der Handelsbank Heilbronn AG. Aus dieser entstand die Baden-WĂ¼rttembergische Bank AG (BW-Bank) mit Sitz in Stuttgart.
Die baden-wĂ¼rttembergische Landesregierung plädierte zur Ăœbernahme der Baden-WĂ¼rttembergischen Bank durch die öffentlich-rechtliche Landesbank Baden-WĂ¼rttemberg (LBBW). 2001 wurde die Ăœbernahme dann vollzogen. Die BW-Bank wurde 2005 in die LBBW integriert. Sie firmiert nun als unselbstständige Anstalt der Landesbank Baden-WĂ¼rttemberg.


