Wenn es um Innovation geht, bleibt es nicht aus, รผber den Begriff โBig Dataโ zu stolpern. Es mutet an, ein Modebegriff zu sein. Doch was steckt eigentlich dahinter? Wovon genau sprechen wir in Diskussionen รผber โBig Dataโ?
Big Data: eine Definition
Per Definition ist es eine Ansammlung vieler Daten. Vor allem solcher, die wir heutzutage รผberall hinterlassen, wo wir mit der Computermouse hin klicken und so unseren digitalen Fuรabdruck setzen. Eine Ansammlung nรผtzlicher und manchmal auch weniger nรผtzlicher Informationen, die verraten wer wir sind โ ob wir wollen oder auch nicht. Besonders das Internet und alles, was damit verbunden ist, gleicht einem schwarzen Loch, das alles schluckt, jedoch nicht verschluckt. Die Daten kรถnnen jederzeit mit mehr oder weniger Geschick abgerufen werden.
โBig Dataโ gezielt nutzen
Schlieรlich hat jeder โbestimmt schon eine Menge รผber Big Data gehรถrt: das enorme Potenzial, die bedrohlichen Folgen, das ach so paradigmenzerstรถrende neue Paradigma, das dieses Phรคnomen fรผr die Menschheit und ihre geliebten Internetseiten bedeutet.โ So beschreibt es zumindest Christian Rudder in โInside Big Dataโ. Der Mensch wird vรถllig durchleuchtet, dies primรคr durch den technologischen Fortschritt. Christian Rudder selbst hat sich die Datensammlung menschlicher Existenz zu eigen gemacht und wertet diese in seinem Buch aus. Dies geschieht anhand von Grafiken und Statistiken, die er wiederum aus Daten seiner Online-Dating-Plattform OK Cupid zusammengetragen hat. Rudder hat erkannt, welchen Wert โBig Dataโ haben kann. Damit fรผhrt er jedoch kein Alleinstellungsmerkmal, denn immer mehr Unternehmen, auch aus der Finanzbranche, haben den Wert dieser Datenquelle entdeckt. Sie erfahren hierรผber wichtige Informationen รผber ihre Kunden. Groรe digitale Datenmengenย werden zur Analyse und Auswertung gesammelt und anschlieรend fรผr einen nutzenbringenden Einsatz weiterverwertet. Hierfรผr implementieren Firmen sogar โBig Dataโ-Abteilungen.
Weiterverarbeitung
Die gesammelten Daten dienen unter anderem dazu, die Kundenbindung zu intensivieren oder neu einzugehen. Bestes Beispiel ist der Erkenntnisgewinn aus sozialen Netzwerken. Rudder liefert das beste Beispiel.
Via Online-Formular legen die User alle persรถnlichen Daten offen, um ihre Ziele, d.h. in diesem Fall das Finden eines geeigneten Partners, zu erfรผllen. Im Umkehrschluss weiร nun eine Firma, was den Kunden anspricht, und kann individuell auf ihn eingehen. Rudder benutzt Grafiken und sachliche Formulierungen, um sich dem Ziel einer noch andauernden Entschlรผsselung von โBig Dataโ anzunรคhern. Er liefert erste, wichtige Anhaltspunkte fรผr den Gebrauch von โBig Dataโ, aber auch fรผr diejenigen, die mal mit und mal ohne Bedacht einen Haufen von Spuren hinterlassen.
Anna Sophia Stรถtzer, Jahrgang 1988, war von Februar bis November 2016 Redakteurin bei BANKINGCLUB. Sie studierte Kulturjournalismus und Technikjournalismus/PR in Kรถln und Bonn. Wรคhrend ihres Studiums sammelte sie praktische Erfahrungen in Hรถrfunk, TV- und Online-Journalismus sowie im Bereich Social Media.

