Donnerstag, 05. Mรคrz 2026
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Sustainable Finance auf den Punkt

Es gibt wohl kaum eine Branche, die sich vor dem Thema Nachhaltigkeit noch โ€ždrรผckenโ€œ kann. Auch Banken setzen bereits Himmel und Hรถlle in Bewegung, um nachhaltiger zu werden โ€“ mit verschiedenen Gesetzesinitiativen und branchenweiten Standards. Festgelegt fรผr den europรคischen Raum, weiten sich diese auch auf globaler Ebene aus.

Um sich nicht in der Komplexitรคt dieser Einigungen zu verlieren, kam der Bankenverband auf die Idee, eine Orientierungshilfe zu erstellen. Die โ€žSustainable Finance Heat Mapโ€œ schafft ein Resรผmee รผber alle relevanten Gesetze und in kompakter Form. Erreicht wird dies durch die Einteilung in die zehn groรŸen Themenschwerpunkte des EU-Aktionsplans Sustainable Growth.

Durch das Dickicht der Sustainable Finance

Der Aufbau der Sustainable Finance Heat Map ist logisch und daher leicht zugรคnglich. Jedem Themenblock ist eine Seite gewidmet, die sich primรคr um die unterschiedlichen Gesetzesinitiativen dreht. Visualisierungen des zeitlichen Rahmens begleiten die jeweiligen Erklรคrungen sowie Informationen zu Geltungsbereich und Status der Regulierung.

Als erstes Thema wird die Taxonomie aufgelistet, welche festigen soll, was als nachhaltige wirtschaftliche Aktivitรคt eingestuft werden kann. Weiter finden sich eine Kategorie mit Standards und Kennzeichen, welche Grรผne Anleihen und das EU-Ecolabel thematisiert. Das Tragen dieses Labels verleiht Finanzprodukten zusรคtzliche Authentizitรคt bezรผglich ihrer Umweltperformance. Auch nachhaltige Projekte gilt es in Zukunft weiterhin zu fรถrdern. Dabei unterstรผtzt ein Investitionsplan.

Ein weiterer Aspekt ist die nachhaltige Finanzberatung, denn immer mehr Kunden fragen bei der Beratung nach Umweltfaktoren. Die Map berรผcksichtigt auรŸerdem Nachhaltigkeitsbenchmarks, um Anlegern bessere Informationen รผber den CO2-FuรŸabruck ihrer Investitionen zuzusichern. Auch Ratings erleben einen Umschwung: Die Europรคische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehรถrde (ESMA) hat neue Leitlinien zur Anforderungstransparenz veranlasst und gedenkt zudem die Kontrollen zu verschรคrfen.

In dem Themenkatalog finden sich darรผber hinaus die Pflichten institutioneller Anleger und Verwalter wieder. Die sogenannte Disclosure-Verordnung formuliert Nachhaltigkeits-Offenlegungspflichten fรผr Anbieter von Finanzprodukten und Finanzberater gegenรผber Endanlegern. In Zukunft werden auch die ESG-Risiken mehr in die Bewertungs- und Kontrollprozesse einbezogen โ€“ dies sicherzustellen obliegt nun der Europรคischen Bankenaufsichtsbehรถrde (EBA).

Auch Berichterstattung ist in der Sustainable Finance Heat Map vertreten, die verbesserte Publizitรคts- und Offenlegungsanforderungen sowohl fรผr Unternehmen als auch Institute anstrebt. Den letzten Themenschwerpunkt stellen soziale und Governance-Aspekte dar. Aus Sicht der Unternehmensfรผhrung gilt es, sich besonders auf die Umsetzung von Sorgfaltspflichten in der Lieferkette zu konzentrieren.

Es gibt zwar kaum Details zu den Hintergrรผnden der Regularien, jedoch erweist sich der Leitfaden speziell fรผr Neueinsteiger als besonders dienlich. Nachhaltigkeit ist kein neues Thema, doch die Warnsignale werden deutlicher und die Stimmen der Klimaschรผtzer lauter. Der Tatendrang wรคchst, gleichermaรŸen steigt aber auch die รœberforderung โ€“ hier bringt der Bankenverband Licht ins Dunkel der Sustainable Finance.

Fiona Gleim absolvierte von August 2021 bis Dezember 2022 ihr redaktionelles Volontariat bei der BANKINGCLUB Plattform GmbH und ist seitdem auch als festes Redaktionsmitglied beschรคftigt. Davor schloss sie ihren Bachelor of Arts an der Universitรคt Kassel ab.

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