Die Konsolidierung im deutschen Bankensektor hat sich 2025 fortgesetzt. Wie aus aktuellen Daten der Deutschen Bundesbank hervorgeht, sank die Zahl der Kreditinstitute im vergangenen Jahr um 39 auf 1.329 Institute. Hauptgrund waren erneut Fusionen, insbesondere im Genossenschaftssektor. Insgesamt registrierte die Bundesbank 34 Zusammenschlüsse, hinzu kamen einzelne Erlaubnisrückgaben, Umgruppierungen und ein Erlaubnisentzug.
Besonders betroffen war erneut der Genossenschaftssektor. Die Zahl der genossenschaftlichen Institute verringerte sich durch Fusionen um 27 auf 647 Banken. Auch im Sparkassensektor setzte sich die Konsolidierung fort. Nach fünf weiteren Zusammenschlüssen verblieben Ende 2025 noch 344 Sparkassen sowie unverändert sechs Landesbanken.
Großbanken bauen Filialnetz deutlich ab
Auch das Filialnetz wurde weiter ausgedünnt. Die Zahl der inländischen Zweigstellen verringerte sich um 1.071 beziehungsweise sechs Prozent auf 16.799 Standorte. Zwar fiel der Rückgang geringer aus als im Vorjahr, dennoch setzt sich der langjährige Trend fort. Die Bundesbank nennt als Ursachen die fortschreitende Digitalisierung, den anhaltenden Kostendruck sowie ein verändertes Kundenverhalten.
Besonders stark fiel der Filialabbau bei den Großbanken aus. Deren Filialnetz schrumpfte um 34,6 Prozent auf 1.429 Standorte. Allein die Deutsche Bank reduzierte ihre Präsenz um 709 Filialen und war damit für den Großteil des Rückgangs verantwortlich. Insgesamt sank die Zahl der Zweigstellen der Kreditbanken von 3.292 auf 2.530.
Sparkassen und Genossenschaftsbanken bleiben flächenstark
Mit 6.810 Filialen stellen die Sparkassen weiterhin das dichteste Filialnetz in Deutschland und vereinen rund 40,5 Prozent aller Bankstandorte auf sich. Die Genossenschaftsbanken folgen mit 6.241 Filialen beziehungsweise 37,2 Prozent des Gesamtbestands. In beiden Sektoren verlangsamte sich der Filialabbau gegenüber den Vorjahren.
Während die Zahl der Auslandsfilialen deutscher Kreditinstitute leicht um sechs auf 277 anstieg, blieb die Zahl ausländischer Tochtergesellschaften deutscher Banken mit 73 unverändert. Rund drei Viertel aller Auslandsfilialen befinden sich laut Bundesbank in Europa, überwiegend innerhalb der Europäischen Union.



