Freitag, 17. April 2026
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Digitalisierung = Illegalisierung?

Wer nicht abgehรคngt werden will, der muss mit der Zeit gehen. Leichter gesagt als getan. Spรคtestens die Generation der sogenannten โ€žMillennialsโ€œ hat in der Einschulungstรผte keine analogen Accessoires wie ein neues Federmรคppchen mit einem dazu passenden Block. Nein, Digital Natives erhalten oftmals direkt ein neues Smartphone. Das ist nicht verboten. Es ist auch gar nicht verwerflich, dass sich die jungen Menschen bereits frรผh an die โ€žMust-havesโ€œ der Gegenwart gewรถhnen kรถnnen. Obwohl durchaus in Frage gestellt werden darf, ob dies der erste Gedanke der Erziehungsberechtigten ist, wenn sie den digitalen Alleskรถnner an den Nachwuchs รผberreichen.
Banken kรถnnen nicht so simpel vorgehen. Einfach alles digital machen, geht nicht. Wobei: Digital sind Geldhรคuser schon seit รผber 20 Jahren โ€“ entgegen aller eindimensionalen Vorurteile. Allerdings wurde die gegebene technische Basis scheinbar nicht wirklich weiterentwickelt. Und jetzt ist eine enorme Vorsicht bei der Implementierung neuer IT-Komponenten zu verzeichnen. Denn ein Geldhaus kann es sich schlichtweg nicht erlauben, dass sensible Daten gestohlen werden. Der gemeine, digitalisierte Smartphone-Nutzer weiรŸ dagegen meist gar nicht, wer alles Zugriff auf seine Daten hat โ€“ NSA und Edward Snowden lassen grรผรŸen. Noch nie hatten Betrรผger es einfacher, durch dolose Handlungen an persรถnliche Daten zu kommen. Wiederfรคhrt dies einer Bank, sind Existenzen in Gefahr.

Unerkannt โ€“ leicht gemacht

Wรคhrend die Mรถglichkeiten fรผr Kriminelle hรถher sind als in frรผheren Tagen, stehen die Chancen, diese zu erwischen, eher schlecht. Zu groรŸ sind die Schlupflรถcher, um in den digitalen Schatten zu verschwinden. Banken mรผssen sich ihre nรคchsten Schritte bei der Digitalisierung ihrer Hรคuser sehr gut รผberlegen. Wichtig ist nur: Es mรผssen jetzt und nicht erst morgen Schritte unternommen werden, denn die Methoden der Betrรผger werden immer ausgefeilter. Natรผrlich muss es das Ziel der Branche sein, den illegalen Handlungen einen Schritt voraus zu sein โ€“ dessen sind sich Banker bewusst. Doch darf die Vorsicht nicht zu Lรคhmungserscheinungen bei den handelnden Personen fรผhren. In letzter Konsequenz kann die Digitale Transformation eine enorme Erleichterung im Alltagsgeschรคft sein. Sie darf nur nicht unรผberlegt implementiert werden. Sonst fรผhrt die Digitalisierung zur Illegalisierung.

Christian Grosshardt war zwischen 2014 und 2018 Redakteur im BANKINGCLUB und fungierte von Januar bis April 2018 als Chefredakteur von BANKINGNEWS. Wรคhrend seines Studiums der Germanistik, das er mit dem Master of Arts abschloss, sammelte er bereits umfangreiche redaktionelle Erfahrungen als freier Mitarbeiter bei der Kรถlnischen Rundschau.

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