Die Deutsche Bank hat sich im Streit über dubiose Hypothekengeschäfte mit den amerikanischen Behörden endgültig geeinigt. Der schon im Vorfeld angekündigte Vergleich über insgesamt 7,2 Milliarden Dollar wurde am Dienstagabend vom US-Justizministerium bestätigt. Obwohl diese Summe nach offiziellen Angaben die höchste Strafe ist, die je gegen eine einzelne Bank verhängt wurde, zeigt sich das Institut erleichtert, dass die ursprünglich verlangte Summe von 14 Milliarden Dollar wieder verworfen wurde.
Die Deutsche Bank wurde beschuldigt, in den Jahren 2005 bis 2007 im Geschäft mit Hypothekenpapieren unzulässige Praktiken angewendet zu haben. Laut US-Justizministerin Loretta Lynch habe dieses Verhalten direkt zu einer internationalen Finanzkrise beigetragen. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank John Cryan betonte am Dienstag in einer Nachricht an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass das Verhalten der Bank in den Jahren 2005 und 2007 nicht akzeptabel sei: „Wir entschuldigen uns uneingeschränkt dafür. Wir haben uns inzwischen aus vielen der betroffenen Geschäfte zurückgezogen und unsere Standards umfassend verbessert.“
Daniel Fernandez ist seit 2025 Chefredakteur der BANKINGNEWS. Seine journalistische Laufbahn begann er 2017 in der Redaktion als Volontär. Er studierte English Studies an der Universität Bonn (B.A. 2016) und vertiefte seine akademische Ausbildung mit einem Master in English Literatures and Cultures, den er ebenfalls in Bonn abschloss. Erste redaktionelle Erfahrungen sammelte er parallel zum Studium als freier Werbetexter.