Nach Jahren regulatorischer Herausforderungen hat N26 einen wichtigen Meilenstein erreicht. Mit der Veröffentlichung seines Geschäftsberichts für 2025 weist die Digitalbank erstmals ein vollständig profitables Geschäftsjahr aus. In den vergangenen Jahren war das Wachstum des Unternehmens durch Auflagen der Finanzaufsicht BaFin gebremst worden. Diese hatte unter anderem Mängel bei der Geldwäscheprävention und im Risikomanagement festgestellt und das Neukundenwachstum zeitweise begrenzt. Nun gelingt N26 erstmals der Sprung in die Gewinnzone.
Erstes profitables Geschäftsjahr für N26
Unter dem Strich erzielte N26 im Geschäftsjahr 2025 einen Konzernjahresüberschuss von 1,6 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 42 Millionen Euro angefallen war. Die Bruttoerträge stiegen im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 501,6 Millionen Euro. Gleichzeitig legte der Rohertrag (Gross Profit) dank geringerer direkter Kosten um 33 Prozent auf 350,5 Millionen Euro zu. Nach Angaben des Unternehmens zeigt dies die zunehmende operative Hebelwirkung des Geschäftsmodells.
Auch die Kundenzahlen entwickelten sich positiv. Die Zahl der ertragsrelevanten Kundinnen und Kunden wuchs um 16 Prozent auf 5,6 Millionen. Die Kundeneinlagen überschritten erstmals die Marke von 10,5 Milliarden Euro, während das Transaktionsvolumen um 14 Prozent auf 170,7 Milliarden Euro anstieg.
CEO sieht Bestätigung des Geschäftsmodells
„Das Überschreiten von einer halben Milliarde Euro bei den Bruttoerträgen im Jahr 2025 ist ein bedeutender Meilenstein für N26 und zeigt das wachsende Vertrauen, das uns Millionen von Europäer:innen jeden Tag entgegenbringen“, sagte CEO Mike Dargan. Gleichzeitig unterstreiche das Ergebnis den operativen Hebel der Plattform. Das Ertragswachstum solle sich auch künftig in nachhaltiger Profitabilität widerspiegeln und Spielraum für weitere Investitionen in Produktinnovationen schaffen.
Auch Finanzvorstand Arnd Schwierholz betonte die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells. Das Zusammenspiel aus steigenden Erträgen, diszipliniertem Kostenmanagement und einer breiteren Ertragsbasis habe den Weg zum ersten profitablen Gesamtjahr geebnet.
Die Entwicklung setzte sich nach Unternehmensangaben auch im laufenden Jahr fort. Im ersten Quartal 2026 erzielte N26 Bruttoerträge von 130 Millionen Euro, einen Rohertrag von 92 Millionen Euro sowie einen Konzernüberschuss von 9,8 Millionen Euro. Das Unternehmen sieht sich damit auf Kurs, den eingeschlagenen Wachstumspfad fortzusetzen und seine Position als europäische Digitalbank weiter auszubauen.



