Mai 1949: Das Gesetz รผber die Landwirtschaftliche Rentenbank in Kraft. In Frankfurt am Main nahm damit die deutsche Fรถrderbank fรผr die Agrarwirtschaft und den lรคndlichen Raum ihre Geschรคftstรคtigkeit auf. Gegrรผndet wurde sie durch Gesetz als bundesunmittelbare Anstalt รถffentlichen Rechts.
Ihr gesetzlicher Auftrag verpflichtet die Bank zur Fรถrderung agrarbezogener Vorhaben durch zinsgรผnstige Finanzierungen. Diese soll sie wettbewerbsneutral รผber die Hausbanken vergeben. Die Landwirtschaftliche Rentenbank vergab in den 1950er-Jahren erstmals โHofkrediteโ und finanzierte Maรnahmen zur Verbesserung der Agrarstruktur.
Darรผber hinaus refinanziert das Kreditinstitut Banken, Sparkassen und Gebietskรถrperschaften, die einen Bezug zum lรคndlichen Raum haben. Auch die Gewinnverwendung unterliegt dem Fรถrderauftrag.
Ihr Grundkapital, das zwischen 1949 bis 1958 aufgebracht wurde, stammt von der Land- und Forstwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland. 1953 erfolgte die erste Emission von Landwirtschaftsbriefen, also gedeckte festverzinsliche Inhaberschuldverschreibungen. Sie dienten der Refinanzierung von Fรถrderdarlehen.
Im neuen Jahrtausend angekommen
Zu Beginn war die Landwirtschaftliche Rentenbank fรผr die Erhรถhung der Produktivitรคt der Agrarwirtschaft zustรคndig. Auf diese Weise sollte die Ernรคhrungslage verbessert werden. Denn im Nachkriegsdeutschland sah die alles andere als gut aus.
So fรถrderte die Bank in den ersten beiden Jahrzehnten hauptsรคchlich landwirtschaftliche Erzeuger. Das geschah รผberwiegend aus รถffentlichen Mitteln. Seit den 1970ern stehen jedoch am Kapitalmarkt refinanzierte Kredite im Fokus ihrer Fรถrdertรคtigkeit.
Ebenso hat sich die Fรถrderung aufgrund des stetigen Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft verรคndert. Wurden in den ersten Jahrzehnten vor allem Fรถrderprogramme fรผr die Landwirtschaft ins Leben gerufen, unterstรผtzt die โRentenbankโ heute auch der Landwirtschaft nahestehende Branchen.
Ihre Fรถrderung gilt seit 2005 etwa ebenso dem agrarbezogenen Umwelt- und Verbraucherschutz, erneuerbaren Energien, dem Einsatz fรผr tiergerechte Haltungsverfahren, der Aquakultur und Fischwirtschaft und dem Breitbandausbau im lรคndlichen Raum. Auรerdem setzt sie sich fรผr den lรคndlichen Tourismus ein und hilft agrarwissenschaftlichen Start-up-Unternehmen.
Rentenbank will Fรถrderauftrag auch in Zukunft erfรผllen
Seit den 1990er-Jahren wird die Landwirtschaftliche Fรถrderbank von verschiedenen Ratingagenturen durchgรคngig mit der besten Bonitรคtsklasse Triple-A bewertet: 1994 durch Standard & Poorโs, 1995 durch Moodyโs und 1996 durch Fitch. 2015 wurde die ausdrรผckliche Insolvenzunfรคhigkeit der Rentenbank in das Rentenbank-Gesetz aufgenommen.
Da sie darรผber hinaus รผber eine explizite Garantie der Bundesrepublik Deutschland fรผr ihre Verbindlichkeiten verfรผgt, gilt sie als eine der sichersten Banken der Welt. Mit einer Bilanzsumme von rund 90 Milliarden Euro gehรถrt die Landwirtschaftliche Rentenbank heute zu den 15 grรถรten Banken Deutschlands.
In ihrer Historie habe die Rentenbank maรgeblich zur Anpassungsfรคhigkeit der Agrarwirtschaft und zur Stรคrkung des lรคndlichen Raums beigetragen, betonte Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Fรถrderbank, zum 70. Geburtstag des Instituts im Jahr 2019.
Das Besondere an der Bank sei die Kombination aus Kapitalaufbringung durch die Landwirtschaft und Stรคrke des Bundes. โDiese besondere Konstellation wird es uns auch in Zukunft ermรถglichen, unseren gesetzlichen Fรถrderauftrag effizient, zielgenau und aus eigener Kraft zu erfรผllenโ, sagt Reinhardt.
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