Donnerstag, 12. Mรคrz 2026
0,00 €

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

1870: Baden bekommt eine Privatnotenbank

1844: Der Badische Landtag debattiert die Grรผndung einer Notenbank. Man wollte so unabhรคngig von anderen Banken werden. Bis die geplante Grรผndung der Badischen Bank aber vollzogen wurde, vergingen rund 25 Jahre. Schuld an der Verzรถgerung waren vor allem die Gegenstimmen zum Gesetzentwurf der Handelskammern Mannheim und Karlsruhe.

Doch im Mรคrz 1870 war es dann soweit: Das GroรŸherzogtum Baden erteilte der Badischen Bank die Konzession als Privatbank mit Notenbank-Privileg. Dieses hatte sie bis 1931. An der Grรผndung waren unter anderem auch Privatbankiers aus Baden beteiligt, etwa Vertreter der Disconto-Gesellschaft und der Bank Rothschild & Sรถhne.

Tipp: Lesen Sie mehr รผber den Beginn des Hauses Rothschild.

Verรคnderungen in der Badischen Bank

Zu Beginn saรŸ die Badische Bank in Mannheim und hatte ein Kapital von 10.500.000 Gulden. Das Finanzinstitut durfte Banknoten bis zum dreifachen des eingezahlten Kapitals ausgeben, wobei der Notenumlauf durch Gold, Silber oder Wertpapiere gedeckt sein musste. Aufgrund des Notenbank-Privilegs musste die Bank einen Teil ihres Gewinns an das Land Baden abzugeben.

War nach Einfรผhrung der Mark als Wรคhrung im Reich noch die 100-Mark-Note die hรถchste, musste die Badische Bank wรคhrend der Hyperinflation 1922/1923 sogar 100-Milliarden-Mark-Noten drucken lassen. Es war die ร„ra der sogenannten Papiermark.

Ab 1923 war sie dann Vertrauensbank des Badischen Staates. 1931 wurde dieser zum Mehrheitsaktionรคr. Grund dafรผr war die รœbernahme eines Aktienpaketes von der ebenfalls 1870 gegrรผndeten Deutschen Bank.

Anfang der 1930er Jahre verlegte die Badische Bank ihren Hauptsitz von Mannheim nach Karlsruhe und die nationalsozialistische Regierung hob das Notenprivileg auf. In der Folgezeit kamen durch Fusionen Niederlassungen in Freiburg im Breisgau, Pforzheim und kurzzeitig auch in StraรŸburg dazu.

Liquidierung der Badischen Bank

1934ย  trat ein Reichsgesetz in Kraft, welches die Bank liquidierte. AnschlieรŸend existierte sie nur noch als Geschรคftsbank-typisches Kreditinstitut.

Ihre Geschichte geht aber noch weiter: 1977 erfolgte eine Fusion mit der Wรผrttembergischen Notenbank und der Handelsbank Heilbronn AG. Aus dieser entstand die Baden-Wรผrttembergische Bank AG (BW-Bank) mit Sitz in Stuttgart.

Die baden-wรผrttembergische Landesregierung plรคdierte zur รœbernahme der Baden-Wรผrttembergischen Bank durch die รถffentlich-rechtliche Landesbank Baden-Wรผrttemberg (LBBW). 2001 wurde die รœbernahme dann vollzogen. Die BW-Bank wurde 2005 in die LBBW integriert. Sie firmiert nun als unselbststรคndige Anstalt der Landesbank Baden-Wรผrttemberg.

Daily-Highlights: Sie mรถchten mehr von unseren Dailys? Dann lesen Sie hier etwas zur Grรผndung der Niederlรคndischen Bank oder mehr darรผber, warum es auf Kuba zwei Wรคhrungen gibt.

Neuste Artikel
Bleiben Sie informiert
Einmal pro Woche informieren wir Sie รผber die neusten & wichtigsten Artikel auf BANKINGCLUB.de und รผber aktuelle Events. Fรผr die Anmeldung reicht Ihre Mailadresse und natรผrlich kรถnnen Sie sich von diesem Verteiler jederzeit abmelden.