Nicht immer ist Weltwirtschaft drin, wenn Weltwirtschaft drauf steht.
“Kommentar zu Weltwirtschaft” nennt die Neue Osnabrücker Zeitung einen Artikel, in dem die Forderung nach einer strengen Regulierung des Bankensektors gefordert wird. Fast gewinnt man in den letzten Tagen das Gefühl, dass die Wirtschaft zwar die Chance einer Erholung hat, die einzige Gefahr Wachstum zu verhindern kommt vom Bankensektor. Praktisch, wenn es mit dem Wirtschaftswachstum schief geht, sind einfach die Banken schuld.
Machen wir uns nichts vor. Das Image unserer Branche ist derzeit nachhaltig ramponiert und die Ursachen der Krise, die in unserer Branche begründet liegen, sind dringend zu regulieren. Einzelne Banken dürfen für eine Weltwirtschaft und auch nicht für die Wirtschaft eines einzelnen Landes systemrelevant sein und einer ganzen Volkswirtschaft nicht mit Untergang drohen.
Eine erneute Trennung von systemrelevaten und einer volkswirtschaft nützlichen Geschäftsbereichen, sind von denen zu trennen, die dem Gemeinwohl nicht dienlich sind. Dann kann man in einer erneuten Krise leichter Retten und diese Rettung dem vermeindlich zahlenden Steuerzahler wahrscheinlich auch besser erklären. Boni für risikoreiche Geschäfte gehören sicherlich nicht zu den Posten, die der Steuerzahler gerne begleichen möchte.
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Thorsten Hahn, Jahrgang 1967, ist Herausgeber der BANKINGNEWS und Gründer des BANKINGCLUB. In seinem Editorial „Quer durch die Bank“ bezieht er regelmäßig zu den Themen Stellung, die die Welt der Finanzen bewegen.
Der Profinetzwerker zählt auf Plattformen wie XING und Linkedin zu den Nutzern mit der besten Vernetzung in die Finanzbranche. Wie kein Zweiter versteht er dieses Netzwerk zu nutzen und auch anderen zugänglich zu machen.
Außerdem ist der erfahrene Banker und Diplom-Kaufmann Autor verschiedener Fachbücher und Buchbeiträge.