May kündigt harten Brexit an – Austritt aus Binnenmarkt und Zollunion

Bankenbrief Wichtiges vom 17. Januar 2017 Das Thema May kündigt harten Brexit an – Austritt aus Binnenmarkt und Zollunion Die britische Premierministerin Theresa May strebt eine klare Trennung Großbritanniens von der Europäischen Union an – mit einem Austritt aus dem europäischen Binnenmarkt und der Zollunion. Ihr Ziel sei keine Teil-Mitgliedschaft in der EU oder „irgendwas,…


Bankenbrief
Wichtiges vom 17. Januar 2017

Das Thema

May kündigt harten Brexit an – Austritt aus Binnenmarkt und Zollunion

Die britische Premierministerin Theresa May strebt eine klare Trennung Großbritanniens von der Europäischen Union an – mit einem Austritt aus dem europäischen Binnenmarkt und der Zollunion. Ihr Ziel sei keine Teil-Mitgliedschaft in der EU oder „irgendwas, das uns halb drinnen, halb draußen lässt“, sagte die konservative Regierungschefin heute in London. Sie wolle stattdessen einen umfassenden Freihandelsvertrag mit der EU schließen. Der Handel mit der EU solle dabei so zollfrei und reibungslos wie möglich sein. May präsentierte einen Zwölf-Punkte-Plan, der unter anderem eine harte Linie in Sachen Einwanderung von EU-Bürgern vorsieht. Über einen abschließenden Brexit-Deal solle das Parlament abstimmen. Mit einem solchen Abkommen ist frühestens im Frühjahr 2019 zu rechnen, nach einer zweijährigen Verhandlungsphase. Der britische Finanzminister Philip Hammond erklärte, Großbritannien strebe an, dass Banken aus EU-Ländern weiter in Großbritannien arbeiten können und umgekehrt. Die Regierung verstehe allerdings, dass Großbritannien nicht Teil des Binnenmarkts sein könne. Hans-Walter Peters, Präsident des Bankenverbandes, erklärte dazu: „Wir bedauern diese Entscheidung des Vereinigten Königreichs, auch wenn sie sich bereits abgezeichnet hatte.“ Für Finanzunternehmen, die ausschließlich in UK ansässig sind, bedeute dies den unumgänglichen Verlust der Passporting-Rechte. Das werde Verlagerungen an andere Finanzstandorte zur Folge haben. „Ich bin davon überzeugt, dass Frankfurt von einem Austritt Großbritanniens aus der EU profitieren wird.“

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bloomberg.com

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Was morgen wichtig wird

Auf dem Jahresempfang der British Chamber of Commerce in Germany (BCCG) sprechen unter anderem der britische Finanzspezialist David Marsh, Martin Heipertz, Referatsleiter Grundsatzfragen der europäischen Politik im Bundesfinanzministerium und Christian Ossig, Mitglied der Geschäftsführung des Bankenverbands. Das Bundeswirtschaftsministerium lädt zur deutsch-italienischen Wirtschaftskonferenz. Das Statistische Bundesamt gibt das endgültige Ergebnis für die Inflationsrate im Dezember bekannt. Die US-Finanzinstitute Citigroup und Goldman Sachs veröffentlichen ihre Ergebnisse für das vierte Quartal.

Der Nachschlag

Checkliste für Ihr Jahresgespräch

Zum Jahresanfang laden die meisten Chefs zum Jahresgespräch, um die Ziele ihrer Mitarbeiter für 2017 zu erfahren und ihnen ein Feedback zu geben. Personalberater empfehlen beiden Seiten, sich darauf vorzubereiten. Wichtig sei es, die Themen von vornherein zu reduzieren. Auch sollte Mitarbeitern das Gefühl gegeben werden, dass ernsthaft zugehört und nachgefragt wird. Der erhobene Zeigefinger sei fehl am Platz. Tipps für die besten Strategien lesen Sie hier:

Bildnachweis Vorschaubild: flickr.com/ukhomeoffice