Neue Geschäftsmodelle

th – Trichet ist optimistisch und sieht die Wirtschaft zumindest in der Nähe eines wirtschafftlichen Wendepunktes. Was unsere Branche zudem braucht ist ein Imagewendepunkt. Helfen dabei neue Geschäftmodelle? Alles neu macht der Mai. Frühlingserwachen in der Bankbranche? Zumindest gibt es eine neue Bank. So ganz neu ist die Fidor AG indes nicht, zuvor war sie…


th – Trichet ist optimistisch und sieht die Wirtschaft zumindest in der Nähe eines wirtschafftlichen Wendepunktes. Was unsere Branche zudem braucht ist ein Imagewendepunkt. Helfen dabei neue Geschäftmodelle?

Alles neu macht der Mai. Frühlingserwachen in der Bankbranche? Zumindest gibt es eine neue Bank. So ganz neu ist die Fidor AG indes nicht, zuvor war sie „nur“ Finanzdienstleister. Neu ist jedoch die Idee hinter dem Geschäftsmodell. Communitybanking soll den Kunden wieder in den Mittelpunkt der Aktivitäten stellen und auch wenn ich Kundenorientierung nach wie vor zu einem der beiden zentralen Mitarbeitermärchen zähle, macht es durchaus Sinn, sich mit seinen Kunden und deren Belangen zu beschäftigen. Dass hat noch keinem Unternehmen geschadet und bindet die Kunden in der Regel an ein Unternehmen.

Communitybanking ist allerdings nicht das einzige Geschäftsmodell, welches in die Zeit passt. Sie erinnern sich an smava? Auch smava hat im Frühling das Licht der Finanzwelt erblickt. Es war das Jahr 2007 und schon nach kurzer Zeit waren die Kritiker zur Stelle, die dem Modell keine lange Halbwertzeit prognostizierten. Heute im Jahr 2009 scheint es anders. Mit dem zweiten Geburtstag verkündet smava ein vermitteltes Kreditvolumen in Höhe von knapp 8 Millionen Euro und die positive Presse in Print, Web und Fernsehen reisst nicht ab.

Mit einem „Erste Wahl“ von Stiftung Warentest setzt Finanztest noch einen oben drauf.
Kredite von Mensch zu Mensch und Fidor Communitybanking, beides Geschäftsmodelle, die es vor dem Internet wohl kaum gegeben hätte. Doch auch beim internetfreien Banking braucht es einen Imagewandel durch neue Geschäftsmodelle. Eines dieser Modelle ist die Honorarberatung, die es auch schon vor der durch Karl Matthäus Schmidt gegründeten quirin bank gegeben hat. Mit der quirin bank bietet nun aber die erste Vollbank die Honorarberatung als eines ihrer zentralen Geschäftsmodelle an. Fair und transparent soll es dabei zugehen. Rückvergütung aller Kick-backs und versteckten Provisionen für ein festes Honorar in Höhe von 75,- Euro pro Monat.
Ideen aus der Imagekrise hinaus gibt es genügend. Nun brauchen wir Umsetzung und Sichtbarkeit. 60 % der deutschen Bankkunden sind mit den Leistungen ihrer Bank nicht zufrieden, weil sie den Angeboten ihres Beraters nicht mehr trauen können, heißt es in einem Forrester Research aus dem vergangenen Jahr.

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