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Optionen handeln- wirklich seriös?

In vielen Berichten ist bei Optionen von Betrug oder Abzocke die Rede. Ist das tatsächlich so? Und was gilt es bei Investments in Optionen zu beachten?

Von Redaktion - 21. Oktober 2021
Optionen

Foto: istock.com/sesame

Bei Optionen handelt es sich um Investitionsinstrumente, welche auf einen Basiswert fixiert sind. Bei dem Basiswert kann es sich um eine Aktie, eine Währung, einen Rohstoff oder auch Indizes handeln. Mit Optionen können Anlegerinnen und Anleger darauf setzen, dass der zugrunde liegende Basiswert in der Zukunft steigt (mit sogenannten Call-Option) oder auch fällt (durch Put-Option). Im Regelfall greifen Privatanlegerinnen- und anleger zu Optionsscheinen.

Bei dieser Investitionsmöglichkeit handelt es sich im Gegensatz zu Optionen um standardisierte, von Kreditinstituten herausgegebene Produkte, welche sich sehr gut an der Börse handeln lassen. Diese Optionsscheine werden auch als Warrants bezeichnet und werden üblicherweise im Rahmen einer Optionsanleihe herausgegeben, welche ergänzend eine Festverzinsung in niedrigen Bereich vorsieht. Die Begrifflichkeiten Option und Optionsschein werden oftmals synonym genutzt.

Grundsätzlich haben Optionen sogenannte Hebelwirkung. Dies bedeutet, dass sich Kursänderungen des Basiswerts stärker auf den Optionswert auswirken, als bei einem Direktinvestment in den betreffenden Basiswert. Bei einem Hebel von bspw. 3,5 wirkt sich eine 2-prozentige Kursänderung um 7 Prozent auf den Wert der Option aus. Zusammengefasst bietet diese Investitionsmöglichkeit größere Chancen in Bezug auf die Rendite. Damit einhergehend existiert ein größeres Risiko, da es deutlich häufiger zu einem Totalverlust kommen kann, als bei einem Investment direkt in den Basiswert.

Was ist bei Investments in Optionen zu beachten?

Grundsätzlich gibt es viele verschiedene Tipps für den Optionenhandel. Die eigene Risikobereitschaft ist dabei ein ausschlaggebender Faktor. Seriös ist der Handel mit Optionen auch in Bezug auf den Hebel. Es gibt Optionen, bei denen der Hebel exorbitant groß ist. Dabei wird sich eine minimale Kursänderung bereits sehr stark auf den Wert der Option aus. Somit kann es schnell zu Kursvervielfachungen kommen. Risiken bestehen jedoch darin, dass auch kleinere Kursanpassungen enorme Geldwerte vernichten können. Dahingehend sollte bei Investments immer der Hebel in einem guten Verhältnis zu dem investierten Kapital stehen.

Wichtig ist zudem der entsprechende Basiswert, auf den die Option ausgelegt ist. Handelt es sich um einen Index, welcher mehrere Werte beinhaltet, sinkt das Risiko. Hintergrund ist, dass sich mehrere Werte im Regelfall nicht so stark drastisch ändern, als eine einzelne Unternehmensbewertung in Form einer Aktie. Einzelunternehmen können grundsätzlich schneller, bspw. aufgrund schlechter Nachrichten, dem Wegfall eines großen Auftrages oder anderen kurzfristigen, nicht planbaren Gründen, sinken, als komplette Indizes mit mehreren Werten.

Vor- und Nachteile von Optionen im Kurzüberblick:

Vorteile:

– bei dem Handel mit Optionsscheinen ist kein hoher Kapitalbedarf notwendig,

– mit dem Hebeleffekt kann individuell und je nach Risikoneigung agiert werden,

– es existiert kein Emittentenrisiko,

– es gibt die Möglichkeit, auf steigende und auf fallende Kurse zu setzen.

Nachteile:

– hohe Verlustrisiko, bis zu einem Totalverlust,

– es ist nicht möglich, in eine Aktie zu investieren, da der Basiswert im Regelfall gebündelt wird (und damit bspw. immer eine Option auf mehrere Aktien eines Basiswertes besteht).

Der Optionshandel – seriös aber riskant:

In vielen Berichten ist bei Optionen von Betrug oder Abzocke die Rede. Dies lässt sich nicht bestätigen. Optionen können regulär auf verschiedenen Handelsplattformen gekauft und verkauft werden, welche im Regelfall gut kontrolliert werden. Innerhalb der Europäischen Union sind diese Finanzprodukte grundsätzlich rechtlich und steuerrechtlich klassifiziert.

Wichtig für die Seriosität ist die Entwicklung dieser Finanzinstrumente. Während im Jahr 2007, mit dem Start der Optionen, einige Anbieter versuchten das Image der Branche zu beschädigen und als schwarze Schafe galten, ist seitdem viel in Bezug auf die Regulierung und Einhaltung grundsätzlicher Standards für den Schutz der Anlegerinnen und Anleger passiert. Bei der Auswahl des richtigen Brokers sollte immer auf die Leistungen und Konditionen geachtet werden. Ergänzend dazu sollte der Broker seinen Sitz in der Europäischen Union haben, eine europäische Lizenz besitzen und über Allgemeine Geschäftsbedingungen verfügen. Mit der Berücksichtigung dieser Parameter können Risiken reduziert werden.

Fazit:

Der Handel mit Optionen ist riskant und kann im Zweifel auch zu einem Totalverlust führen. Je nach Risikobereitschaft sollte genau bedacht werden, in welche Option und mit welchem Hebel investiert werden soll. Da ist sich um spekulative Anlageprodukte mit hohen Gewinn- und Verlustchancen handelt, wird die Seriosität oft in Frage gestellt.

Unseriös sind die Optionen nicht, lediglich der Broker kann unseriös sein. Innerhalb der EU gibt es dafür strenge Regularien, wobei sich nicht jeder Anbieter zwingend der vorgegeben Standards unterwirft.

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