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Potenzial von Open Banking voll ausschöpfen

Dr. Cyrosch Kalateh über digitale Transformation, Prozessoptimierung und Customer Experience – und warum eine durchdachte Open-Banking-Strategie dabei besonders helfen kann.

Von Dr. Cyrosch Kalateh - 04. November 2020
Open Banking Strategie Prozessotpimierung Banken

Foto: istock.com/Visual-Generation

ADVERTORIAL

Vor der Corona-Krise haben sich Finanzinstitute den Vorteilen, die Digitalisierung und Open Banking mit sich bringen, eher zaghaft geöffnet. Nach der Pandemie wird die Welt anders sein. Darin wird Digitalisierung den Weg zur wirtschaftlichen Erholung ebnen. Klar ist: Die Corona-Epidemie hat die Digitalisierung enorm beschleunigt. Kundenansprüche und Kundenbedürfnisse haben sich gewissermaßen über Nacht geändert.

Finanzinstitute, die auch morgen erfolgreich sein wollen, müssen ihrer digitalen Transformation und einem herausragenden Kundenerlebnis (Customer Experience) Vorrang geben. Dazu gehört auch Open Banking. Denn Open Banking bietet nicht nur Konsumenten und Business-Kunden mehr Überblick über Finanzen, sondern erlaubt auch den Finanzinstituten selbst, Kosten einzusparen und einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen.

Was sollten Banken und Finanzdienstleister tun, um in der Welt mit und nach Corona erfolgreich zu sein? Im angespannten Wirtschaftsklima werden die Banken die Nase vorn haben, die durchdachte Strategien aufstellen und konkrete Vorteile für ihre Kunden bieten. Dafür müssen Banken den Wert von Open Banking aber erst einmal erkennen.

Klare Open-Banking-Strategie fehlt

Unsere aktuellen Untersuchungen zeigen, dass dies allmählich geschieht: Eine Umfrage unter 290 Managern von Finanzinstitutionen in Europa zeigt, dass 61 Prozent der Befragten Open Banking positiv gegenüberstehen. Das ist ein Anstieg um sechs Prozentpunkte gegenüber 2019.

Allerdings fehlt vielen Führungskräften eine klare Strategie. Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer (46 Prozent) ist unsicher, wie Open Banking effektiv umgesetzt werden kann. Im europäischen Vergleich scheinen deutsche Banker weniger optimistisch zu sein: Nur jeder zweite Befragte steht dem Thema Open Banking positiv gegenüber. Das könnte mit dem starken Fokus auf Regulatorik und Compliance (Stichwort PSD2) zusammenhängen, der die wahren Potenziale überschattet.

Um ihr digitales Angebot neu zu gestalten, investieren immer mehr Führungskräfte in Open Banking. Unsere Daten zeigen, dass 63 Prozent der Finanzinstitute in Europa ihre Budgets für Open Banking aufstocken, wobei die jährlichen Ausgaben um 20 bis 29 Prozent steigen werden.

Der Median der Investitionen lag zwischen 50 und 100 Millionen Euro, fast die Hälfte der befragten Führungskräfte gab sogar mehr als 100 Millionen Euro aus. Überraschender Spitzenreiter war dabei Deutschland. Hier investierten 57 Prozent besonders viel. In der Pandemie hat es für Führungskräfte höchste Priorität sicherzustellen, dass in die richtigen Bereiche investiert wird. Nur so kann eine maximale Rendite gewährleistet werden.

Unsere Untersuchungen zeigen, dass die Verbesserung des Kundenerlebnisses (44 Prozent), die IT-Modernisierung (39 Prozent) und die Prozessoptimierung (34 Prozent) die drei Haupttreiber für Investitionen in Open Banking sind. Deutschland hinkt aber bei Themen wie Customer Experience und Produktinnovation (20 Prozent im Vergleich zu 29 Prozent in Europa) hinterher und muss aufpassen, die Prioritäten richtig zu setzen.

Auf „Low Hanging Fruits“ konzentrieren

Um das Potenzial von Open Banking voll auszuschöpfen, sollten sich Banken auf die „Low Hanging Fruits“ konzentrieren, indem sie schnell als Drittanbieter agieren. Das heißt, dass zunächst elementare Anwendungsfälle aufgebaut werden müssen, die kurzfristig einen greifbaren Nutzen bringen, bevor fortgeschrittene Anwendungsfälle entwickelt werden können. Partnerschaften mögen historisch gesehen nicht in der DNA deutscher Banken liegen.

Finanzinstitute kooperieren aberzunehmend mit gleichgesinnten Fintechs, um Innovationen voranzutreiben. 69 Prozent der europäischen Finanzinstitute hat im Jahr 2019 die Zahl ihrer Partnerschaften mit Fintechs erhöht, wobei 22 Prozent mindestens eine und einige Banken bis zu fünf Partnerschaften eingegangen sind.

Solche Partnerschaften bieten Führungskräften die Technologie, das Fachwissen und die Vision, um die Wertschöpfung im Open Banking voranzutreiben – und damit sowohl kurz- als auch langfristige Werte für Finanzinstitute und ihre Kunden zu schaffen.

In den kommenden Monaten und Jahren wird sich die Digitalisierung weiter beschleunigen. Banken haben also die Möglichkeiten, es Tech-Giganten im Bereich Datennutzung gleichzutun – nur nutzen sie dabei ihre ureigene Stärke, nämlich die Finanzdaten, um konkrete Probleme für ihre Kunden zu lösen.

Tipp: Hier finden Sie jeweils mehr Beiträge zu den Themen Innovation und Vertrieb.

Dr. Cyrosch Kalateh

Tink

Dr. Cyrosch Kalateh ist Regional Director DACH bei Tink.

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