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Ein großes gemeinsames Ziel

Von Thomas Friedenberger - 27. Oktober 2020
Beitragsbild_Kassensturz_Kfw_Kalischer

Als wir Detlev W. Kalischer – er ist Bereichsleiter bei der KfW und dort verantwortlich für Corona-Programme – im BANKINGNEWS-Interview (Ausgabe 281) gefragt haben, wie aus seiner Sicht die Zusammenarbeit mit der Regierung bei Vorbereitung und Durchführung der Corona-Hilfen lief, antwortete er sofort und ohne jeden Zweifel: „Das ist ein Musterbeispiel für fokussierte und konstruktive Zusammenarbeit …“ Und fügte hinzu: „… und das unter hohem Handlungs- und Zeitdruck.“ Denn die erste Krisensitzung sei Ende Februar 2020 gewesen, am 11. März gab es „den ersten großen Call“ mit Wirtschafts- und Finanzministerium, und knapp zwei Wochen später, am 23. März, startete das Corona-Sonderprogramm.

Kalischer: „Noch vor Ostern haben wir es hinbekommen, die vollautomatisierten Prozesse zum Laufen zu bringen. Da ist in Tag- und Nachtsitzungen gearbeitet worden und zwar auch mit Ministeriumsvertretern, mit BaFin und Bundesbank. Uns allen war klar, jetzt hier einen Beitrag für ein großes gemeinsames Ziel zu leisten.“ Jedem sei bewusst gewesen, dass man sich nicht in Normalzeiten befände.

So ist es. Die Corona-Pandemie war und ist keine „Normalzeit“. Aber hier sind die Förderbanken, und darunter als größtes Institut die KfW und die Hausbanken in Deutschland, also kleine und große Privatbanken, Sparkassen und Volksbanken, einmal recht deutlich zu loben – bei allem, was man vielleicht hätte besser machen können und was man vielleicht auch noch besser machen kann. Die Kreditvergabe an Unternehmen hat in der Corona-Pandemie weitgehend funktioniert. Was natürlich keineswegs heißt, dass alles perfekt war. Darauf macht Detlev W. Kalischer auch aufmerksam: „Die Hilfsprogramme hatten ein oberstes Gebot – und das hieß Schnelligkeit. Wenn sie wirken sollten, dann mussten sie schnell am Markt sein.“

Auch Iris Bethge-Krauß, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB), sagte im BANKINGNEWS-Interview, dass sich das Prinzip „Hausbanken – Förderbanken“ bewährt hat. Die Förderbanken seien gar nicht darauf ausgelegt, die Kreditprüfung selbst zu übernehmen.

Dieser Schritt sei auch nicht notwendig. Iris Bethge-Krauß: „Wichtig ist, dass die Fördermittelanträge gewissenhaft geprüft werden. Die Hausbank kennt den Kunden und die Förderprogramme. Die Förderinstitute und die KfW informieren in Rundschreiben regelmäßig über die Förderprodukte. Es ist wichtig, dass die Informationen schnell beim Bankberater ankommen. Es mag Einzelfälle geben, in denen es anders einfacher gewesen wäre, aber im Großen und Ganzen hat sich das System bewährt und den Praxistest bestanden.“

Auch hier lässt sich sagen: So ist es. Und trotzdem hatte das Virus auch in der KfW teils erhebliche Auswirkungen auf die Organisation. Dazu nochmal Kalischer: „Es wäre falsch zu behaupten, dass die Schaffung der Programme nicht eine große Herausforderung für die KfW gewesen wäre.“ Zumal die Förderbank die Programme selbst unter Corona-Bedingungen aufsetzen musste. Auch dort war, wie in vielen anderen Bankhäusern, rund die Hälfte der Mitarbeiter im Homeoffice. Aber er ist sicher: „Eines der größten Erfolgsgeheimnisse, und das wollen wir auch für die Zeit nach Corona bewahren, war der direkte Austausch und, dass sehr schnelle Entscheidungen über alle Ebenen hinweg getroffen wurden.“

Schnelle Entscheidungen über alle Ebenen hinweg – es könnte genau dies sein, das in Corona-Zeiten bei der Kreditvergabe am meisten geholfen hat. Jetzt wäre zu wünschen, dass Banken den Grundsatz „schnelle Entscheidungen über alle Ebenen hinweg“ auch nach Corona hochhalten. Aber werden sie das tun? Können sie das? Wer weiß die Antwort?

von Thomas Friedenberger

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