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Mário Centeno

Von Daniel Fernandez - 20. Dezember 2017

Bildnachweis:flickr.com/photos/eu2017ee/Raul Mee

Nicht alle Südländer sind damit beschäftigt, ihr Geld für „Schnaps und Frauen“ zu verschwenden, wie es der Vorsitzende der Euro-Gruppe Jeroen Dijsselbloem polemisch in einem Interview mit der FAZ suggerierte: Der Portugiese Mário Centeno, der erst Ende 2015 in die Politik wechselte, wird ab dem 13. Januar 2018 Dijsselbloems Amt übernehmen.

Er weckt damit in der Eurozone Hoffnungen auf eine Wiederannäherung zwischen Nord- und Südeuropa. Schon bei Bekanntgabe seiner Kandidatur benutzte Centeno, der aktuell die Position des Finanzministers in der portugiesischen Regierung innehat, vermehrt das Wort „Konsens“ und betonte, nicht als Kandidat Südeuropas anzutreten.

Tatsächlich unterstützten nicht nur Spanien und Italien den Kandidaten aus der Parteifamilie der Sozialisten, er war auch der Wunschkandidat von Kanzlerin Angela Merkel. Eine Entwicklung, die noch vor wenigen Jahren undenkbar schien, als sich Centeno im Kabinett unter António Costa gegen den Kurs der Euro-Finanzminister stellte und viele der Sparmaßnahmen der Vorgängerregierungen rückgängig machte.

Doch der Harvard-Absolvent, den Wolfgang Schäuble im vergangenen Sommer den „Cristiano Ronaldo unter den europäischen Finanzministern“ nannte, hat sich bewiesen: Die Neuverschuldung Portugals sank von 4,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in 2015 auf 2,0 Prozent in 2016. Könnte Centeno nun zum Botschafter einer erfolgreichen Anti-Austeritätspolitik in Brüssel werden?

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