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„Modernes Banking muss digitaler, mobiler und einfacher werden.“

Von Julian Achleitner - 01. Juni 2015

Fintechs sind in aller Munde. Manche reden sogar schon davon, dass sie den Banken den Rang ablaufen werden. Es stimmt zwar, dass einige der Jungunternehmen in Konkurrenz zu Banken treten und es ist auch richtig, dass wir derzeit in einer Phase des tiefgreifenden Umbruchs sind. Erfolgreich können sie aber nur dann sein, wenn sie mit Banken kooperieren, statt sich als erbitterte Konkurrenten zu verstehen. BANKINGNEWS sprach mit Björn Jüngerkes, dem Leiter der Geschäftsentwicklung der biw-Bank über deren Zusammenarbeit mit Fintechs.

 

Herr Jüngerkes, warum stellen Sie Fintechs die Infrastruktur einer Bank zur Verfügung?

Wir sind ein White-Label-Anbieter, Fintech-Unternehmen können die technischen Prozesse und bankfachlichen Services aus unserer Banking-Suite nutzen. Unsere Partner sind somit in der Lage, sich ganz auf ihr Kerngeschäft, die Entwicklung und Vertrieb ihres Finanzprodukts zu konzentrieren. Bei ihren Geschäftsaktivitäten greifen unsere Partner vollumfänglich auf unsere Banklizenz und Banktechnologie zurück. Eine eigene Lizenz haben junge Unternehmen meist nicht, weil dies auch mit hohen regulatorischen Aufwänden verbunden und für junge Unternehmen deshalb schon aus Zeit- oder Kostengründen nicht opportun ist.

Viele Fintechs wollen Banken am liebsten abschaffen und betrachten sie als überflüssig. Was antworten Sie ihnen?

Keine Frage, wir sehen derzeit einen tiefgreifenden Umbruch in der Bankenlandschaft. Manche alten Geschäftsmodelle erweisen sich als überholt, neue Kundengenerationen wünschen sich zeitgemäße, innovative Leistungsangebote. Modernes Banking muss deshalb digitaler, mobiler und einfacher werden! Fintechs schließen die Lücke zwischen den Bedürfnissen der Kunden und den Angeboten der Banken. Erfolgreich kann das aber nur in der Zusammenarbeit funktionieren. Hier muss die Bankenbranche ihre traditionellen Stärken wie hohe Sicherheitsstandards sowie Beratungs- und Regulierungskompetenz einbringen, aber auch das notwendige Verständnis für neuartige Geschäftsmodelle haben. Viele Modelle dienen aus meiner Sicht als Ergänzung existierender Produkt- und Serviceangebote und nicht um Banken abzuschaffen.

Gibt es Geschäftsmodelle, die Sie bei Fintechs bevorzugen?

Die biw AG sucht nach vielversprechenden Finanzideen, die bestenfalls auch international ausgerollt werden können. Es bestehen bereits zahlreiche Partnerschaften mit ganz unterschiedlichen Unternehmen der Fintech-Branche. Zum Beispiel sind wir kontoführendes Institut der auxmoney-Anlagekonten. Europaweit werden wir zusammen mit dem niederländischen Partner fashioncheque erstmals eine Geschenkkarte grenzübergreifend in mehreren europäischen Ländern als sogenanntes Elektronisches Geld (EGeld) einführen. Für die Fest- und Tagesgeldanlagen-Portale Savedo und Zinspilot, die deutschen Anlegern einfachen Zugang zu höheren Zinsen andere Banken im In- in Ausland anbieten, übernimmt die biw AG mit ihrer Banktechnologie die Abwicklung aller Transaktionen und steht den beiden Partnern mit ihrer Banklizenz zur Seite.

Viele Fintechs scheitern nach kurzer Zeit auf dem Markt. Nach welchen Kriterien filtern Sie erfolgreiche Geschäftsmodelle von nicht erfolgreichen?

Wir agieren hier im Grunde ähnlich wie Venture Capitals. Wir schauen auf Punkte wie das Management-Team, die Geschäftsidee, die Partner und Investoren sowie die finanzielle Ausstattung der Unternehmen. Damit haben wir bisher gute Erfahrungen sammeln können.

Haben Sie nicht Angst, dass der Freund von heute der Feind von morgen wird? Konkret: Befürchten Sie nicht, dass so manches geförderte Fintech Ihnen später den Rang ablaufen kann?

Unser Konzept basiert auf partnerschaftlichen Lösungen und ist immer auf eine langfristige, verbindliche Zusammenarbeit mit unseren Partnern angelegt. Die Nachhaltigkeit ergibt sich auch daraus, dass unsere Leistungen komplementär zu den Angeboten eines Start-ups sind – die Kompetenzen ergänzen sich. Es mag nicht auszuschließen sein, dass sich die Strategien später einmal auseinanderentwickeln. Aber das sehen wir gelassen.

Kann man Fintechs, die Ihre White-Label-Produkte in Anspruch nehmen, nicht als Teil der Banken bezeichnen?

Der Markt ist dabei, sich komplett neu zu definieren. Die Übergänge sind fließend. Wenn die Fintechs unsere Bankservices nutzen, gewähren wir ihnen unter unserer Lizenz ein Haftungsdach. Sie sind damit quasi Teil unserer Bank und werden entsprechend überwacht. Wir verstehen die Zusammenarbeit mit den Fintechs als Partnerschaft, bei der beide Seiten ihre Kompetenzen einbringen und zu Stärken bündeln, um Geschäftsmodelle erfolgreich an den Markt zu bringen und zu betreiben.

Bildnachweis: serkorkin via istockphoto.de

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