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Moderne Arbeitswelten zwingen traditionelle Unternehmen zum Wandel

Durch die Digitalisierung und die damit einhergehenden Innovationen hat modernes Banking immer weniger mit Bankschaltern und grauen Sakkoträgern zu tun. Die Art und Weise, wie Banking heutzutage betrieben wird, hat die Branche grundlegend auf den Kopf gestellt. Lange war für die etablierten Institute die Notwendigkeit zur Veränderung ihres Geschäftsmodells nicht gegeben. Nun ist ein Umdenken auch im Bereich Human Resources (HR) vonnöten.

Von Andrea Braun - 01. Dezember 2017

Banken müssen ihre Mitarbeiter stärker in den Mittelpunkt stellen, um als Arbeitgeber attraktiv bleiben zu können. Bildnachweis: iStock.com

Der exponentielle technologische Fortschritt, das veränderte Kundenverhalten und der Anspruch nach mehr Transparenz, Innovation und intuitiven Technologien sowie rapide sinkende Margen zwingen Banken zum Umdenken. Dieser Wandel hat auch Folgen für die moderne und immer agilere Arbeitswelt. Die Anforderungen an Arbeitgeber steigen, wenn Mitarbeiter und insbesondere Young Professionals frühzeitig und langfristig ans eigene Unternehmen gebunden werden sollen. Sie müssen ein effizientes Talentmanagement betreiben und den Bedürfnissen der High Potentials mehr denn je Beachtung schenken, wenn sie als attraktiver Arbeitgeber in diesem dynamischen Umfeld bestehen wollen.

Diese Entwicklungen beschäftigen insbesondere die Personalabteilungen der Finanzinstitute. Talente und Spezialisten sehen Banken heute nicht mehr wie einst als die Toparbeitgeber, sondern orientieren sich in Richtung moderner IT- und Hightech-Unternehmen, um Karriere zu machen. Facebook, Google und Co. genießen einen exzellenten Ruf bei den Millennials. Sie locken mit guten Gehältern, einer innovativen Arbeitsatmosphäre und vielversprechenden Entwicklungsmöglichkeiten. Banken, die in klassischen Strukturen verharren, fällt es schwer, den „Talenten“ die Anreize zu bieten, die in einem Markt mit geringer Arbeitslosigkeit notwendig sind.

Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen

Ein gutes Unternehmen stellt seine Mitarbeiter in den Mittelpunkt. Denn sie sind die Treiber und der Garant für Erfolg und Bestand. Bei aller Digitalisierung und technischem Spezialistentum gilt es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der jeder seine Aufgaben gerne vorantreibt. Zur Erreichung dieses Ziels gibt es einige entscheidende Grundsätze, die Unternehmen beherzigen sollten, um „Employer of Choice“ zu sein oder zu werden. Zunächst geben Top-arbeitgeber ihren Mitarbeitern immer das Gefühl, dass sie sich authentisch um ihre Belange kümmern und sich ehrlich mit ihnen und ihrer individuellen Situation auseinandersetzen. Hierbei ist Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg. Kommunikation, die schnell, transparent und dauerhaft erfolgt. Dies gilt für die tägliche Arbeit wie auch für alle Schritte einer dynamischen Entwicklung und sollte durch Weiterbildung gefördert werden.

Solche Maßnahmen müssen nicht teuer sein. Sie müssen den Mitarbeiter befähigen, in einer immer dynamischer werdenden Welt Veränderung nicht als Bedrohung wahrzunehmen, sondern als Chance. Wichtig hierbei sind der Respekt gegenüber jedem einzelnen Mitarbeiter und die Berücksichtigung der Tatsache, dass jeder Mitarbeiter ein Privatleben und persönliche Interessen hat. Schafft es ein Arbeitgeber, ein Arbeitsumfeld zu bieten, in dem der Mitarbeiter beide Welten gut miteinander verbinden kann, sichert er sich einen großen Wettbewerbsvorteil. Gemeinsame Aktivitäten und Erlebnisse – auch außerhalb der Arbeitszeit – fördern zudem das „social life“ innerhalb des Unternehmens.

Die Arbeitsatmosphäre hat Priorität

Bankhaus August Lenz strebt danach, diese Ideale zu fördern und zu leben. Dabei hat die Gestaltung einer attraktiven Arbeitsatmosphäre hohe Priorität. Neben flexiblen Arbeitszeitmodellen, betrieblicher Altersvorsorge und vielerorts einlösbaren Essensgutscheinen bietet das Unternehmen eine kostenlose Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio direkt am Hauptsitz der Bank. Zudem werden Innovations-Workshops und kostenlose Inhouse-Sprachkurse, E-Learning-Programme und diverse Weiterbildungen angeboten. Weiterhin besteht etwa die Möglichkeit, sich durch die Experten der bankeigenen Versicherungsplattform rund um das Thema Versicherungen beraten zu lassen. Sei es die jährliche Überprüfung des Kfz-Vertrages oder eine allgemeine Beratung zum Thema Hinterbliebenenschutz.

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