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Bargeld, Aktien, Gold: Wie verteilt sich unser Geldvermögen?

Unsere Sparquote schlägt Rekorde: Mit 7 Billionen Euro sei unser Geldvermögen so groß wie noch nie. Die Motive reichten hierbei von der Sorge vor Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit bis hin zur Konsumbremse aufgrund zeitweiser Schließungen. Jedoch legen die Deutschen heute ihr Geld anders an als noch vor ein paar Jahren. Auf welche Anlageformen greifen wir zur aktuellen Zeit am liebsten zurück?

Von Fiona Gleim - 01. Oktober 2021
Geldvermögen-Bargeld-Aktien-Gold

Foto: istock.com/Nuthawut Somsuk

Aus der Historie ist bereits zu entnehmen, dass Krisen einen starken Einfluss auf das Sparverhalten privater Haushalte ausüben. Folglich belegen Studien, dass auf Bargeld, Sichteinlagen sowie auf Giro- und Tagesgeldkonten inzwischen 30 Prozent entfallen.

Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus bleibt dies zwar wenig profitabel, Kapitalmarktzinsen und Bankzinsen entwickeln sich aktuell eher rückläufig. Allerdings besteht auf diese Weise die Möglichkeit schnell und risikoarm auf das Geld zuzugreifen. Dem gegenüber stehen Sparkonten, welche nur noch rund 10 Prozent des Geldvermögens ausmachen.

Die Höhe der Gesamtrendite des Geldvermögens erlag außerdem einer starken Prägung aufgrund der Aktienentwicklung. Die Zahl der Aktionäre stieg im Jahr 2020 von 2,7 Millionen auf 12,4 Millionen an – damit investiert etwa jeder sechste Deutsche in Aktien. Befeuert wurde dieser Anstieg auch vom gewachsenen Interesse jüngerer Leute. Fast 600.000 der unter 30-Jährigen, also fast 70 Prozent mehr als im Vorjahr, wagten sich an den Börsenmarkt heran.

Gold, der Anlage-Klassiker

Nicht zu vergessen ist die vielleicht altertümlichste Vermögensanlage, die Königin unter den Edelmetallen: Gold. Der Goldpreis erlebt seit 2018 ein kontinuierliches Wachstum und bestätigt sein Image als sichere Geldanlage für unsichere Zeiten. Auch in der Corona-Pandemie macht sich diese Dynamik bemerkbar – im ersten Halbjahr 2021 kaufen die Deutschen 90 Tonnen Gold.

Neben Corona reihen sich die niedrigen Zinsen sowie die steigende Inflationsrate als Treiber für den Goldpreis ein. „Aus Sorge vor den wirtschaftlichen Konsequenzen des Coronavirus haben viele Anleger versucht, ihr Vermögen durch Goldkäufe abzusichern“, heißt es laut Dr. Dora Borbély, Rohstoffexpertin der DekaBank, dem zentralen Wertpapierhaus der Sparkassen. In vielen Köpfen ist der Gedanke vertreten, dass Goldanlagen vor inflationären Wertabbrüchen sicher seien.

Goldanlage – bewährt, aber auch verlässlich?

Tatsache ist jedoch, dass der Goldwert ausschließlich von der Abhängigkeit der Anleger:Innen-Nachfrage lebt. Die Verlässlichkeit dieser Anlageoption ist damit eher zweifelhaft. Anders bewertet würde die Lage, handelte es sich um eine innere Weiterentwicklung, eine Produktivität wie die eines Unternehmens. Wie die von Aktien, die mit der unternehmerischen Wertschaffung und laufenden Erträgen eng verknüpft sind.

Ein Rohstoff wie Gold friert auf seinem Wert fest und bleibt so gesehen statisch. In Bewegung gerät dabei lediglich der Goldkurs: bei gestiegenem Kurs lohnt es sich die Anlage zu verkaufen und dieserart Gewinn zu erzielen.

Aktien verhalten sich insofern anders, dass zusätzlich Dividenden ausgeschüttet werden, im Fall von Immobilien erfolgt ein Zufluss in Form von Mieten – diese zusätzlichen Einnahmen fehlen einer Goldanlage. Eine Wertentwicklung des Vermögens bleibt demnach tendenziell aus. So bleibt Anleger:Innen nur auf eine vorteilhafte Kursentwicklung zu hoffen.

Was sich Goldanlagen nicht nehmen lässt, ist deren internationale Gültigkeit und Akzeptanz. Zu beachten ist jedoch weiterhin, dass Gold unter einem Währungsrisiko steht: In US-Dollar gehandelt kann der Währungstausch einen Wertverlust mit sich bringen. Alternativ zum “Bunkern” eines Goldbarrens besteht auch die Option in Gold-Wertpapiere zu investieren, sogenannte Gold-ETCs oder Gold-ETFs.

Grundsätzlich empfehlen Experten eine Kombination aus verschiedenen Anlagen. Auf diese Weise kann das Risiko gesenkt werden, größere Verluste zu erleiden. Eine Investition von mehr als 10 Prozent des Vermögens in Goldanlage sei demnach nicht von Nöten.

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Redaktion