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Deutschland? Reich an Fintechs und sexy für Gründer?

Von Thomas Friedenberger - 08. Mai 2020
Deutschlands Fintechs: Hier ist enorm viel passiert, Kassensturz zum Zitat von Finanzstaatssekretär Jörg Kukies

Berlin ist gar nicht „arm, aber sexy“. Berlin ist reich an Fintechs und sexy für Gründer und Mitarbeiter von Start-ups. Tatsächlich, und da muss man Finanzstaatssekretär Jörg Kukies zustimmen, in Deutschland ist im Fintech-Bereich „enorm viel passiert“. Das hat Kukies im Interview mit der BANKINGNEWS, Ausgabe 276, gesagt.

Tatsächlich hat der Ex-Goldman-Sachs-Banker und jetzige Staatssekretär im Finanzministerium von Olaf Scholz noch mehr gesagt. Kukies‘ Statement auf unsere Frage „Können wir mit mehr als 800 Fintech-Start-ups in Deutschland Technologieführerschaft gewinnen oder sind wir da auch schon wieder abgeschlagen?“ lautet im O-Ton so: „Halt, wir sind alles andere als abgeschlagen. In allen Rankings von Fintech-Metropolen ist Berlin ganz weit oben. Und wir haben vielversprechende Geschäftsmodelle in Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, München, Leipzig, im Rheinland und vielen anderen Regionen. Wir haben einige Einhörner, also Start-ups mit einer Bewertung von über einer Milliarde Euro. Ich würde sagen, dass im Fintech-Bereich in Deutschland enorm viel passiert.“

Das bestätigt auch unsere Auswertung der „Fintech-World“. In jeder Ausgabe der BANKINGNEWS stellen sich drei Fintech-Start-ups selbst vor – und werden von einem Experten, den wir dazu einladen, bewertet. Über 120 Fintechs haben schon mitgemacht (alle zum Nachlesen in der „Fintech-World“ auf bankingclub.de). Es ist viel passiert, aber nicht alles ist Gold, was glänzt. Schaut man sich zum Beispiel die Gründer/innen genauer an, merkt man schnell, die Gründung eines Fintechs ist weitgehend Männersache. Nur fünf Prozent der Gründer sind laut Auswertung der „Fintech-World“ Frauen.

Erstaunlich bleibt aber, wie viele Fintechs überlebt haben. Neun von zehn Fintechs, die in der „Fintech-World“ vorgestellt wurden, sind noch aktiv – 42 Prozent davon übrigens in Berlin. Drei Viertel wurden vor 2016 gegründet, es besteht also Hoffnung, dass viele davon auch längerfristig überleben können. Vier von zehn Fintechs sind im Segment Payment aktiv.

Alles gut also? Nicht ganz, denn wir haben die Gründer und Geschäftsführer der Fintechs auch gefragt, wo die größte Herausforderung für ihr Unternehmen liegt. „Kapital“ (nicht das von Marx, sondern das echte) – das ist wahrscheinlich die Antwort, die viele ganz oben im Ranking erwartet hätten. Doch die größte Herausforderung für die Start-ups sind „Kooperationen mit großen Playern“. Und damit sind in Deutschland bestimmt nicht nur Google und Apple gemeint (mit denen es ganz sicher schon anspruchsvoll genug ist), sondern auch Deutsche Bank oder Commerzbank oder Genossen oder Sparkassen. Danach folgen als „Herausforderungen“ erst die Aspekte fehlende Bekanntheit, das richtige Personal und irgendwann auch der Punkt Kapital.

Noch einmal kurz zurück zu Kukies: Es ist im Fintech-Bereich in Deutschland „enorm viel passiert“. Aber es könnte schon noch ein bisschen mehr sein, an Förderung, Kapital und weniger Bürokratie. Dann würden wir auch mal Staatssekretäre loben – und vielleicht auch ihren Finanzminister.

Von Thomas Friedenberger

Daily-Highlights: Sie möchten mehr aus der Rubrik #Kassensturz? Dann lesen Sie hier mehr zum Bezahlverhalten der Zukunft oder dazu, ob persönlich oder online bei der Kundenberatung die Frage ist.

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