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Deutschlands erstes Einhorn

Kundenbasis verdreifacht, auf 24 Märkten aktiv, Expansion in die USA auf der Agenda und nun der Aufstieg in den elitären Kreis der Einhörner: Das Berliner Fintech N26 ist auf dem Vormarsch und wird nach einer erneuten Investoren-Finanzspritze mit rund 2,3 Milliarden Euro bewertet. Vor nur knapp vier Jahren sah das noch ganz anders aus.

Von Tobias Schenkel - 28. Januar 2019

Das Einhorn erledigt seine Bankgeschäfte auf dem Smartphone: N26 setzt sich als junge, hippe Alternative zu tradierten Banken immer mehr durch. Bildnachweis: iStock.com/golero

Das Einhorn gilt der offiziellen Definition nach als „das edelste aller Fabeltiere“ und wurde seit dem Mittelalter vor allem durch Medizinlehren und Märchen bekannt. Passend also, dass der Smartphone-Bank N26 jüngst der „Unicorn“-Status verliehen wurde, eine Auszeichnung für Start-ups, die mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet sind.
Denn genauso märchenhaft wie die Herkunft seines neuen Beinamens ist auch der Aufstieg des Berliner Fintechs, welches 2013 von den Wienern Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründet wurde.

Damals nannte man sich noch „Papayer“ und ging mit einer aufladbaren Geldkarte für Jugendliche an den Start. Schon bald erkannte man, dass der Großteil der User keine Teenies, sondern Erwachsene sind, zog nach Berlin, baute sein Produkt in ein vollwertiges Bankkonto um und nannte sich „Number 26“. Als wir das junge Unternehmen zu dieser Zeit, Anfang 2015, für unsere Rubrik Fintech-World interviewten, zählte es gerade einmal 19 Mitarbeiter. Schon damals erkannte man angriffslustig: „Die Bankfiliale der Zukunft ist das Smartphone. Banken müssen sich fürchten, da ihre IT-Systeme aus den 90ern sind. Sie haben online einfach nicht verstanden.“

Banking wird zum Lifestyle-Produkt

Knapp vier Jahre und einen erneuten Namenswechsel später zeigt sich, dass N26 damit offenbar auf das richtige Pferd gesetzt hat. Heute zählt das noch junge Unternehmen bereits 2,3 Millionen Kunden, nach eigenen Angaben kommen täglich mehr als 10.000 neue hinzu. Mit 600 Mitarbeitern, verteilt auf Büros in den Metropolen Berlin, Barcelona und New York hat man darüber hinaus die Segel ganz klar in Richtung globaler Expansion gesetzt.

Der Schlüssel zum Erfolg: Stalf und Co. machen Banking zum Lifestyle-Produkt. Ihr Basiskonto ist kostenlos und vollständig über eine stylishe, optimal strukturierte App steuerbar, die stetig um neue Design-Features erweitert wird. Die zugehörige MasterCard kommt in transparentem Plastik daher, auf Wunsch gibt es diese auch aus Metall. „Um ein Statement zu setzen“, wie es auf der Homepage heißt. Für 202,80 Euro im Jahr.

Das macht Eindruck an der Ladenkasse und spricht einer neuen Kundengeneration von Digital Natives aus der Seele, die keine Filiale mehr brauchen, um ihre Bankgeschäfte abzuwickeln. Sub-Accounts anlegen, um für den nächsten Urlaub zu sparen? Mal eben im Bus eine Überweisung tätigen? Alles mit einem Swipe erledigt: „Wir wollen eine Bank sein, die eher Lifestyle Company ist, als Transaction-Booker“, so Stalf Ende letzten Jahres auf dem Oktoberfest-Technikmeeting Bits and Pretzels. Dazu passen prägnante Werbesprüche wie „F¥€K Fees“ oder „#nobullshit“, die ganz gezielt mit dem Vokabular aus sozialen Medien wie Instagram spielen und N26 als Kumpel-Bank, die ihren Kunden nichts vormacht, klar gegenüber tradierten Finanzhäusern positionieren.

Neue Kundengeneration nachhaltig begeistert

Experte Rudolf Linsenbarth diagnostizierte seinerzeit in der Fintech-World, N26 könne nur Erfolg haben, „wenn es gelingt, die Generation Y für das Produkt nachhaltig zu begeistern“. Das ist anscheinend gelungen, finden auch hochrangige Investoren wie Insight Ventures oder Singapurs Staatsfonds GIC. Sie erhoben das Fintech durch erneute Zuschüsse in Millionenhöhe zu Deutschlands erstem „Unicorn“ und einem der wertvollsten Technologie-Start-ups der Welt. Zwar sei das Unternehmen heute bereits profitabel und decke alle Kosten durch Umsätze, trotzdem wolle man in dieser Phase eher auf Wachstum, als auf Gesamtprofitabilität setzen, „um N26 zu einem führenden Global Player zu entwickeln“, so Stalf gegenüber der österreichischen Zeitung Kurier.

Es sieht also alles danach aus, als wäre das Märchen vom Einhorn N26 noch längst nicht auserzählt. Dennoch ist Vorsicht gegenüber starken Mitbewerbern wie Revolut oder bunq geboten, die ebenfalls ein Stück vom globalen Smartphone-Bank-Königreich abhaben wollen. Ob sich N26 auch weiterhin so stark gegenüber diesen behaupten kann, davon erzählt die nächste Geschichte.

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