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Gehälter in der Finanzbranche: Wer verdient am meisten?

Ständig hört man: „Über Gehalt spricht man nicht“. Gleichzeitig heißt es immer: „Banker verdienen so viel“. Doch wie viel ist das genau? Es gibt also gute Gründe, die Zahlen endlich auf den Tisch zu legen.

Von Laura Kracht - 09. Dezember 2019

Bildnachweis: istock.com/erhui1979

Deutschlands Wirtschaft geht es gut und das bedeutet, die Gehälter steigen. Tim Böger von Compensation Partner sagt: „Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist stabil und das wird sich nicht ändern.“ Für 2019 wurde ein Gehaltsplus von rund drei Prozent errechnet. Damit liegt Deutschland im Europa-Ranking auf dem zweiten Platz. Trotz politischer Unwägbarkeiten und Inflation hat sich der Nominallohn für Vollzeitbeschäftigte um 2,9 bis 3,8 Prozent erhöht. Beim Reallohn bedeutet das eine Steigerung von 1,0 bis 1,9 Prozent.

Gehälter: Top-Branchen in Deutschland

So weit so gut. Doch wo verdienen Arbeitnehmer am meisten? Neben der Pharma- und der Autoindustrie gehören auch die Banken zu den Top-Gehaltsbranchen in Deutschland. Jobs im Finanz- und Versicherungswesen sind in Gehaltsstudien durchweg auf den vorderen Plätzen. Die Gehaltstudie von Xing listet Gehälter in der Versicherungsbranche mit fast 80.000 Euro im Jahr auf Rang 3, Banken und Finanzdienstleistungen liegen mit annähernd 79.000 Euro knapp dahinter. Nur Beschäftigte in der Immobilienbranche und der Pharma- und Medizintechnik verdienen mehr.

Im Stepstone Gehaltsreport 2019 bilden Banken die Top-Branche für Gehälter – im Durchschnitt sind hier gut 70.000 Euro drin. Bei einem Durchschnittsgehalt von rund 58.000 Euro aller Beschäftigten in Deutschland ist ein Job in der Finanzbranche also sehr lukrativ. Die Versicherungsbranche findet sich auf Rang 5 mit rund 66.000 Euro und die Finanzdienstleister schaffen es mit knapp 65.000 Euro noch in die Top Ten der bestbezahlten Branchen. „Berufe in der Medizin- und Finanzdienstleistungsbranche werden besonders gut vergütet. Das Gehalt dient auch als Kompensation für die große Verantwortung und den hohen Arbeitsaufwand“, so Philip Bierbach von Gehalt.de.

Mehr Berufserfahrung bringt mehr Gehalt

Innerhalb der Banken-, Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche gibt es starke Schwankungen. Ein wichtiger Faktor ist Berufserfahrung. „Ältere Arbeitnehmer sind ein wertvoller Bestandteil eines Unternehmens. Sie dienen einerseits als Mentor für Jüngere und gleichzeitig als moralische Stütze in turbulenten Zeiten, da sie viel Erfahrung mitbringen“, fasst Bierbach zusammen. Das zahlt sich für Arbeitnehmer mit Erfahrung im wahrsten Sinne des Wortes aus. Banken belegen laut Gehalt.de im Branchenvergleich mit einem Gehalt von rund 67.000 Euro (Median) den vierten Platz im Ranking für Beschäftigte im Alter von 50 Plus.  Auch für Einsteiger ist die Branche lukrativ. In der Studie „Akademiker im Berufsleben 2019“ stehen Banken und Finanzdienstleistungen auf Platz 5 der Top-Branchen. Im Finanzsektor werden Akademikern Einstiegsgehälter von knapp 50.000 Euro (Median) gezahlt. Gehälter in der Automobilindustrie, dem Spitzenreiter, liegen im Median nur um etwa 2.000 Euro darüber.

Position ist entscheidend beim Gehalt

Eine entscheidende Größe beim Gehalt ist die Position, zeigt die Gehaltsübersicht 2019 von Robert Half. Als IT-Controller liegt das Gehalt – je nach Qualifikationen – bei etwa 53.000 bis über 121.000 Euro. Ähnlich sieht es bei Corporate Controllern aus, hier bewegt sich die Spanne zwischen gut 58.000 Euro und mehr als 121.000 Euro. Mehr lässt sich als Leiter Treasury verdienen, abhängig vom Erfahrungsstand ist ein Gehalt von rund 90.000 bis zu über 170.000 Euro möglich. Höher liegt nur der Verdienst des Chief Financial Officers (CFO) mit durchschnittlich 120.000 bis über 287.000 Euro im Jahr. Damit sind CFOs die Sieger im Gehaltsrennen, wie aus der Übersicht von Robert Half hervorgeht. Zum Vergleich: Für einen Chief Information Officer (CIO) liegt die Spanne „nur“ zwischen knapp 92.000 und gut 188.000 Euro.

Gehalt.de vergibt für Mergers & Acquisitions Specialists (Median bei knapp 100.000 Euro) und Fondsmanager (circa 83.000 Euro) die Silber- und Bronze-Medaille für die Berufsgruppen mit dem höchsten Gehalt. Auch IT-Fachkräfte oder Marketing-Spezialisten können in Banken gut verdienen. Laut Stepstone Gehaltsreport  liegt das Bruttodurchschnittsgehalt für Beschäftigte mit Marketing-Hintergrund bei gut 74.000 Euro, Mitarbeiter mit IT-Know-how erhalten bei Banken ein Durchschnittsgehalt von über 75.000 Euro pro Jahr. Damit ist die Branche bei ihnen Spitzenreiter.

Chancen für die Gehaltssteigerung

Doch es ist sogar noch mehr drin: Der Stepstone Gehaltsreport zeigt, dass sich Gehälter im Bereich Finanzen, Versicherungen und Banking durch Personalverantwortung um bis zu 19 Prozent steigern lassen. Auch der Gang in ein größeres Unternehmen kann sich positiv aufs Konto auswirken. Wer aus einer kleinen Firma in ein Unternehmen mit über 1.000 Beschäftigen wechselt, kann sein Gehalt (branchenübergreifend) enorm steigern, wie aus verschiedenen Studien zum Thema hervorgeht.

Ebenso kann ein Umzug helfen. Wenig überraschend ist es, dass Arbeitnehmer im Bereich Finanzen, Versicherung und Banking laut Stepstone in Hessen am meisten verdienen. Das Bundesland belegt seit einigen Jahren den ersten Rang im Gehaltsvergleich. Passend dazu führt Frankfurt als Finanzmetropole Deutschlands das Ranking mit etwa 73.000 Euro an. Neben Hessen nimmt die Branche auch im Saarland den obersten Platz ein, wie aus dem Gehaltsatlas 2019 hervorgeht. Hier verdienen Banker im Durchschnitt rund 60.000 Euro und damit 18.000 Euro jährlich mehr als alle anderen Beschäftigten. Eine Auswertung des Bundesländer-Vergleichs zeigt, dass die Bankbranche in Deutschland vorne mitspielt. In zehn der 16 Bundesländer ist sie eine der drei Top-Branchen.

Laura Kracht

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