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Mit IT-Experten die Zukunft gestalten

Der wachsende Mangel an IT-Kräften stellt auch Banken und Finanzdienstleister auf die Probe. Denn die IT ist ein wesentlicher Faktor, um die zentralen Herausforderungen der Finanzwirtschaft zu lösen. Daher müssen nicht nur Kreditinstitute, sondern auch deren IT-Dienstleister Strategien entwickeln, um dem Fachkräftemangel wirkungsvoll zu begegnen.

Von Philipp Tauch - 29. März 2017

Wer frühzeitig die Weichen stellt, bietet IT-Experten einen attraktiven Arbeitsplatz. Bildnachweis: iStock.com/Cecilie_Arcurs

Die Finanzwirtschaft wird immer digitaler. Was auf der einen Seite Kunden einfache Bankgeschäfte ermöglicht, steigert auf der anderen Seite die Komplexität für Berater. Damit steigen auch die Anforderungen von Banken an neue Mitarbeiter. Denn neben bankfachlichen Fähigkeiten und Beratungskompetenzen erwarten Finanzinstitute immer mehr Verständnis für digitale Themen. Gleichzeitig wächst bei Banken auch der Bedarf an IT-Spezialisten. Denn die veränderten Kundenbedürfnisse werden stets mit den Mitteln der IT gelöst. Dabei ist es gar nicht so einfach, passende IT-Mitarbeiter zu finden.

Banken haben das Nachsehen

Denn im „War of Talents“ haben Banken oft das Nachsehen. IT-Nachwuchskräfte entscheiden sich verstärkt für innovative Tech-Konzerne oder für seit jeher attraktive Unternehmen aus anderen Branchen. Manche Finanzinstitute lösen das Problem des IT-Personalmangels, indem sie IT-Aufgaben an externe Dienstleister auslagern. Damit haben sie aber auch die Frage nach passenden IT-Mitarbeitern an den Dienstleister outgesourct. Und während auf der einen Seite viele Fachkräfte in den Ruhestand gehen, sinkt gleichzeitig die Zahl der passenden Bewerber kontinuierlich. Zudem steigen die Ansprüche der Kandidaten merklich an. Sie suchen nicht nur interessante Aufgaben und herausfordernde Projekte, sondern stellen weitere Anforderungen an ihren Arbeitgeber. Dazu zählen etwa eine ausgeglichene Work-Life-Balance sowie flexible Arbeitsmodelle bis hin zu Teilzeitarbeit oder Heimarbeitsplätzen.

Attraktivität als Arbeitgeber

Innovative IT-Dienstleister zeigen sich kreativ, wenn es um die Rekrutierung geeigneten Personals geht. Gefragt sind dabei unter anderem IT-Systemadministratoren, Systemarchitekten sowie IT-Revisoren und andere IT-Spezialisten. Also hochbegehrte Fachkräfte, die sich ihren Arbeitgeber aussuchen können.
Das Beispiel von FI-TS zeigt, welche innerbetrieblichen Maßnahmen ein im Recruiting erfolgreicher IT-Provider realisiert, um sich selbst als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und damit die Gefahr des Fachkräftemangels zu minimieren. Dazu zählt die Unternehmenskultur mit flachen Hierarchien oder die zeitgemäße Gestaltung des Arbeitsplatzes. Denn mobile Arbeitsplätze, die trotz hoher Sicherheitsanforderungen auch BYOD-Lösungen (= Bring Your Own Device) integrieren, Teilzeitmodelle, flexible Arbeitszeitverteilung und Home-Office-Angebote sorgen dafür, dass die Balance zwischen Arbeit, Freizeit und Familie gelingt. Da FI-TS Standorte in München sowie in Hannover, Nürnberg, Offenbach und Stuttgart hat und Teams standortübergreifend arbeiten, wurden moderne Kommunikationstechnologien wie etwa Skype for Business oder Jabber für den intensiven Austausch mit Kollegen und Kunden realisiert.

Hinzu kommt das Thema Fortbildung, das gerade in der IT eine wichtige Rolle spielt. Denn nur, wenn Mitarbeiter die aktuellen regulatorischen Anforderungen für Banken kennen und mit den neuesten Technologien vertraut sind, können sie für ihre Kunden zeitgemäße Lösungen entwickeln. Ein weiterer Aspekt ist die strategische Ausrichtung des gesamten Recruitings. Nur so lassen sich langfristig die besten Mitarbeiter finden, die in der Lage sind, die Zukunft der Banken-IT bei einem kompetenten Single-Sourcing-Provider für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister mit zu gestalten. In das Recruiting hat FI-TS alle Mitarbeiter über die Aktion „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ eingebunden. Für die erfolgreiche Bewerbung aus dem Freundeskreis erhalten Mitarbeiter eine Prämie.

Duales Studium

Im „War of Talents“ gilt es, sich schon frühzeitig um neue Mitarbeiter zu bemühen und dabei auch in den Nachwuchs zu investieren. Berufsanfänger können über ein duales Studium im Bereich Informatik oder Wirtschaftsinformatik an die Banken-IT herangeführt werden. So arbeiten wir in München, Stuttgart und Darmstadt/Offenbach mit den lokalen Hochschulen zusammen. Die Praxis-Phasen absolvieren die Studierenden beim IT-Provider und erhalten dabei einen tiefen Einblick in zentrale IT-Projekte für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister. Während der Studiendauer zahlt FI-TS ein festes Gehalt und übernimmt die Studiengebühren sowie Kosten für Lehrmaterial. So wurden frühzeitig die Weichen gestellt und eine nachhaltige Lösung für die demografische Entwicklung im eigenen Unternehmen gefunden. Die Maßnahmen stellen sicher, dass im ausreichenden Maße junge Fachkräfte den IT-Spezialisten folgen, die in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. So kann der IT-Provider auch zukünftig mit versierten Mitarbeitern den steigenden Bedarf der Kunden aus der Finanzwirtschaft mit innovativen IT-Lösungen bedienen.

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