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Unterschätzt: Der Finanzplatz Köln

Vor allem seit Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Köln zu einem der führenden deutschen Finanzplätze. Und auch heute beweist die Stadt am Rhein, dass es neben Frankfurt weitere attraktive Standorte für Banken, Versicherungen, Fintechs und somit auch für junge Fachkräfte gibt.

Von Olav Lippmann - 28. März 2018

Frankfurt ist das Epizentrum der deutschen Bankbranche. Dennoch entscheiden sich viele Unternehmen und auch der personelle Nachwuchs für den Standort Köln. Bildnachweis: iStock.com/SimonLukas

Wenn man vom Finanzplatz Deutschland spricht, haben wohl die meisten von uns – ob Laie oder Experte – reflexartig die Skyline der verglasten Bankentürme im Herzen von Frankfurt vor Augen. Das ist wenig überraschend, denn die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren zum führenden Finanzzentrum Kontinentaleuropas entwickelt. Grund genug, selbstbewusst nach vorne zu schauen. Und deshalb ist es auch wenig überraschend, dass man sich hier als Alternativstandort für inselflüchtige Finanzplatzakteure ganz weit vorne sieht. Was oft vergessen wird: Im Schatten des Primus gibt es interessante, oftmals unterschätzte Finanzplätze – so etwa Köln.

Hotspot der Versicherungswirtschaft

Dabei hat das Kölner Bankenwesen schon bei der industriellen Entwicklung der Region, aber auch des Ruhrgebietes und Westfalens, eine entscheidende Rolle gespielt. Denn es waren die Schaaffhausens, Oppenheims und Herstatts, die die Finanzierung von Unternehmen als Geschäftsfeld entdeckten und damit zu Katalysatoren einer prosperierenden Wirtschaft wurden. Heute haben zahlreiche renommierte Privatbanken (Merck Finck, Fürst Fugger Privatbank u.a.) und internationale Großbanken (HSBC) eine Niederlassung sowie diverse Spezialinstitute (Bank für Sozialwirtschaft, Pax-Bank, Ford Bank, Toyota Kreditbank) ihren Hauptsitz in Köln. Und nicht zuletzt ist die Domstadt der Standort von zwei der drei größten deutschen Sparkasseninstitute sowie einer der größten Genossenschaftsbanken. Zwar kann Köln der hessischen Metropole im Bankensektor nicht das Wasser reichen, mit rund 24.000 Beschäftigten hat es aber als einer der beiden Hotspots der Versicherungswirtschaft in Deutschland die Nase deutlich vorne.
Bedeutende, international tätige Branchenkonzerne haben ihren deutschen Hauptsitz in Nachbarschaft zu Heumarkt und Hänneschen-Theater – etwa die AXA-Gruppe oder die italienischen Generali Versicherungen. Demnächst wird auch die Zurich Gruppe Deutschland, eines der zehn führenden deutschen Versicherungsunternehmen, ihre beiden größten Direktionsstandorte auf der „Schäl Sick“ zusammengelegt haben. Die Unternehmen und Institutionen der Versicherungswirtschaft profitieren in besonderem Maße von ihrer Nähe zu spezialisierten Institutionen der Kölner Hochschullandschaft sowie zum Bildungswerk der deutschen Versicherungswirtschaft (BWV). Einen besseren Zugang zu gut ausgebildeten, hoch qualifizierten Nachwuchskräften kann man sich kaum wünschen. Andererseits bietet die Vielzahl potenzieller Arbeitgeber Absolventen die Möglichkeit, für einen Berufseinstieg unmittelbar vor der Haustür. Eine Win-win-Situation.

Standort mit Anziehungskraft

Wenn es um die Gunst gestandener und angehender Finanzprofis geht, kann Köln durchaus mithalten. Das hat natürlich mit Joboptionen und beruflichen Perspektiven zu tun, aber auch mit der fast schon legendären kölschen Lebensart, dem reichhaltigen kulturellen Angebot und anderen weichen Faktoren. Es ist der Mix, der’s macht, denn schließlich geht es nicht nur ums Arbeiten, sondern auch ums Leben. Stichwort: Work-Life-Balance. Nach einer Untersuchung, die das amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes in Zusammenarbeit mit dem Wohnungsvermittler „Nestpick“ im vergangenen Jahr durchgeführt hat, landet die rheini

sche Metropole in einem weltweiten Ranking der attraktivsten Städte auf einem beachtlichen achten Rang – zwar hinter Berlin und München, aber noch vor Hamburg, Frankfurt und sogar Weltstädten wie Tokio, New York, Paris oder London.Alles in allem scheint Köln also im Standortwettbewerb um die besten Köpfe nicht so schlecht aufgestellt zu sein. Ein Momentum, das auch für die Zukunftsfähigkeit der lokal ansässigen Finanzunternehmen – Banken und Versicherungen – von zentraler Bedeutung ist. Denn Zukunftsfähigkeit setzt das Können voraus, kreative Lösungen entwickeln zu können. Dort, wo Marktchancen nicht von etablierten Playern genutzt werden, springen heute junge, kreative Start-ups in die Bresche. Auch auf diese Fintechs wirkt die Gravitationskraft der Stadt. Unternehmen wie Capital Pioneers oder moneymeets sind dafür gute Beispiele.

„Et es, wie et es“

Köln boomt. Zur Jahresmitte 2016 erreichte die Beschäftigung zum sechsten Mal in Folge einen neuen Höchststand. Auch der Finanz- und Versicherungsdienstleistungssektor im Kammerbezirk der IHK Köln konnte im Jahresvergleich 2015/16 leicht zulegen. Die Branche bleibt mit rund 44.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einer der zentralen Eckpfeiler des Wirtschaftsstandortes. Und es gibt immer wieder interessante Stellen in unterschiedlichsten Positionen und Funktionen zu besetzen. Anfang März dieses Jahres finden sich online rund 120 offene Stellen.

Olav Lippmann

people to business

Olav Lippmann ist Geschäftsführer der people to business GmbH, einer Personalberatungsgesellschaft für den Finanz- und IT-Sektor.

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