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IT-Architekten sind Gestalter der Zukunft

Frank Gehry, Friedensreich Hundertwasser, Antoni Gaudí – sie alle sind berühmte Architekten. Aber in der digitalen Welt sind andere Architekten gefragt. Doch was ist ein IT-Architekt genau und was macht er in Banken?

Von Redaktion - 10. August 2020
Architekten kennt jeder, aber was macht eigentlich ein IT-Architekt genau? Und wie sehen die Karrierechancen in der Finanzbranche aus?

Foto: istock.com/Qvasimodo

Heutzutage müssen Architekten, griechisch = „oberste Handwerker“, nicht mehr nur Stein auf Stein bauen oder Gebäude planen. Der technische Fortschritt schreitet voran und so entwickeln sich im IT-Bereich immer neue Berufe. Einer davon ist der IT-Architekt. Aus Ideen, Plänen, Entwürfen baut er reale IT-Landschaften.

IT-Architekten entwickeln also in Zusammenarbeit mit verschiedenen Spezialisten Lösungen und schätzen den Aufwand der Projekte. Das ist wichtig für die Angebotserstellung. Sie fungieren als Berater bei strategischen Architekturen und Plattformen, nehmen aber auch an Projektgesprächen teil.

Dabei muss er ebenso wie ein echter Baumeister darauf achten, dass alles steht, passt und funktioniert. Damit das gelingt, müssen IT-Architekten den Blick fürs große Ganze haben und auch über die Gesamtheit der betriebswirtschaftlichen Strukturen gut Bescheid wissen.

Denn nur so können für das Unternehmen zielführende IT-Anwendungen entwickelt werden, die die Geschäftsprozesse optimieren oder vereinfachen. Die Basis dafür ist eine Strategie, die vom IT-Architekt ausgearbeitet wird. Die größte Schwierigkeit im Job besteht oft darin, einen Ausgleich zwischen verschiedenen Anforderungen und Erwartungen zu finden.

Was muss ein IT-Architekt können?

Zunächst muss ein IT-Architekt fachlich gut ausgebildet sein und verschiedene Methoden kennen. Außerdem hilft es, wenn man einen breiten Erfahrungsschatz mitbringt. Das heißt also im Idealfall: eine Ausbildung oder ein Studium der (Wirtschafts-)Informatik plus einige Jahre Berufserfahrung. Eine gesonderte Ausbildung gibt es nicht. IT-Architekten haben oftmals in unterschiedlichen Positionen oder als IT-Berater gearbeitet und dabei in der Regel auch bereits Teams geführt.

Ebenso ist Kommunikations- und Verhandlungsgeschick gefragt. Denn im Job geht es häufig darum, zwischen Anwendern und Entwicklern zu vermitteln und den Kunden die mitunter komplexe Sachlage verständlich darzulegen. Es ist ein Job mit viel persönlichem Kontakt.

Der Arbeitsalltag eines IT-Architekten ist also sehr vielfältig. Daher sind Offenheit für Neues, Flexibilität, Kreativität und Eigenverantwortlichkeit wichtige Charaktereigenschaften für alle, die den Beruf ausüben möchten. Aber nicht nur die Technikaffinität und -begeisterung spielt im Job eine Rolle. Denn ebenso müssen die wirtschaftlichen Zusammenhänge und Entwicklungen überblickt werden.

Alles in allem ist der Job eines IT-Architekten nicht wirklich stressfrei und man sollte sich auf Überstunden oder sogar Arbeit am Wochenende einstellen, da hier die beste Zeit für Testläufe ist. Eine mögliche Kompensation bietet dafür das Gehalt. Das Einstiegsgehalt liegt etwa bei 3.500 bis 5.000 Euro im Monat und kann sich auf bis zu 5.000 Euro bis 8.000 Euro erhöhen. Ebenso sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt mehr als gut.

IT-Architekten in der Finanzbranche

Mögliche Arbeitgeber für IT-Architekten finden sich auch in der Finanzbranche. Hier hat sich in den letzten Jahren einiges getan, die Branche ist mitten in einer massiven Transformation. Auch hier steigt der Stellenwert und die Wertschätzung der IT rapide an. Doch die IT-Abteilungen in Banken und Versicherungen haben oft mit veralteten Legacy-Systemen zu kämpfen. Gleichzeitig sind sie einem hohen Zeitdruck ausgesetzt.

Und natürlich hat sich auch bei den Kunden einiges verändert: Sie wollen es digital, schnell und einfach. Neue Produkte oder Lösungen in alte Systeme zu integrieren, ist oftmals sehr mühsam und kostet viel Zeit und Geld.

Das wollen Banken als wirtschaftliche Unternehmen natürlich nicht. Sie möchten, dass die Betriebskosten im Rahmen bleiben oder sogar gesenkt werden. Doch je länger die Systeme nicht modernisiert werden, desto massiver wird das Problem den Banken und den Versicherungen später auf die Füße fallen. Es ist also nicht empfehlenswert, die Entwicklung einer modernen IT-Architektur, die flexibel anwendbar ist, hinauszuzögern. Besonders, da das Plattformgeschäft eine immer größere Rolle spielt und auch über die Zukunftsfähigkeit eines Kreditinstituts entscheiden wird.

Entsprechend suchen Banken und Versicherungen auch bereits vermehrt nach diesen Talenten. Dabei bieten sie auch oft verschiedene Zusatzleistungen an, um diese gesuchten Spezialisten zu finden und zu halten. Als IT-Architekt lohnt es sich also, auch mal in der Finanzbranche nach Stellen zu schauen.

Daily-Highlights: Sie möchten mehr von unseren Dailys? Dann lesen Sie hier die Corona-Geschichte der Finanzbranche anhand von Überschriften oder erfahren Sie alles zur Gründung von Bayerns Privatnotenbank.

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