Freitag, 06. Mรคrz 2026
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Probleme erkennen, bevor sie zu Problemen werden

BANKINGNEWS: IT-Infrastrukturen sind zunehmend entscheidend fรผr den Geschรคftserfolg. Ist das in der Mentalitรคt von Fรผhrungskrรคften in Banken angekommen?

Felix Oberlรคnder: Absolut. Es gibt rapide Verรคnderungen in der Finanzbranche, auf die Fรผhrungskrรคfte natรผrlich reagieren mรผssen. Zum Beispiel treten Fintechs und Big Techs in den Finanzmarkt ein. Sie haben andere Voraussetzungen, auf Digitalisierung einzugehen beziehungsweise deren Treiber zu sein. Das ist auf den Fรผhrungsebenen angekommen. User Experience ist das zentrale Thema. Denn eine schlechte Erfahrung reicht oft aus, damit ein Kunde den Anbieter wechselt. Und das kann sich kein Finanzinstitut leisten.
Thomas Trenner: Digitalisierung ist natรผrlich ein Buzzword. Aber es ist auch einfach die Realitรคt, dass sich das Thema in den letzten Jahren potenziert hat. Digitalisierung รผberholt sich gerade in ihrer eigenen Geschwindigkeit. Viele Bankmitarbeiter sind mittlerweile im Homeoffice, hier muss sichergestellt sein, dass sie reibungslos und sicher arbeiten kรถnnen. Die kritische Bereitstellung der Infrastrukturen fรผr Mitarbeiter ist das eine und das andere ist die fรผr Kunden. Denn auch Kunden erledigen vieles von zu Hause. Also dass IT-Infrastrukturen eine kritische Komponente fรผr erfolgreichen Bankbetrieb sind, ist mittlerweile รผberall angekommen.

Sie sagten: โ€žDigitalisierung รผberholt sich selbstโ€œ. Welche Entwicklungen dรผrfen Entscheider hier keinesfalls verpassen?

Felix Oberlรคnder: In der Vergangenheit wurde Vieles manuell oder halb automatisiert vollzogen. Heute ist die Infrastruktur dahinter einfach zu komplex. GroรŸe Datenmengen und komplexe Applikationslandschaften transparent zu machen, ist der Grundstein fรผr den Unternehmenserfolg. Da ist es zentral, dass Fรผhrungskrรคfte genau dahingehend den Anschluss nicht verpassen.
Thomas Trenner: Bislang haben Banken keine Entwicklung verpasst, allein aus dem intensiven Wettbewerbsumfeld und dem Zwang der Regulierung heraus. Aber es besteht ein โ€žInformation Overloadโ€œ fรผr alle Finanzdienstleister. Einmal angenommen, Sie wollen รผber das Handy eine Pizza bestellen und die App funktioniert nicht. Jetzt ist die Frage: Warum nicht? Ist der Fehler im Endgerรคt? Funktioniert der WLAN-Router nicht? Liegt es am Pizza-Service, an der Applikation, am Internet Service Provider, am Netzwerk? Oder ist die Applikation angegriffen worden?
Es gibt ein derart breites Feld an Schadensursachen, dass es nahezu unmรถglich ist, sie schnell identifizieren zu kรถnnen. Und das ist nur eine Applikation. Eine Bank nutzt natรผrlich viele Applikationen und damit potenzieren sich die Mรถglichkeiten fรผr Fehlerquellen. Es ist also in erster Linie die Komplexitรคt, die Banken รผberrennt. Und die gilt es, zu beherrschen.

Wie kann dies realisiert werden?

Felix Oberlรคnder: Das gelingt durch transparente Prozesse und Architekturen. Man muss identifizieren kรถnnen, wo Prozesse ins Stocken geraten kรถnnten oder wo es Ausfรคlle geben kann. Unsere Full-Stack-Observability-Lรถsungen machen das vollautomatisiert und geben Handlungsempfehlungen an die IT. Und das sowohl fรผr interne als auch extern bezogene Applikationen. Die Tools zeigen das Problem, bevor es wirklich zum Problem wird.
Thomas Trenner: Das Monitoring der eigenen Infrastruktur ist nichts Neues und ist etabliert bei Banken und Versicherungen in Deutschland. Aber die isolierte Sichtweise auf die eigene Infrastruktur reicht nicht aus. Hier bieten Cisco und Computacenter eine Lรถsung an, in der alle Abhรคngigkeiten in einem Unternehmen kombiniert werden. Banken sehen jederzeit, in welchem Gesundheitszustand ihr Institut ist. Und sie kรถnnen sich mit Kรผnstlicher Intelligenz proaktiv darรผber informieren, wann und warum eine Applikation eventuell nicht mehr verfรผgbar sein wird.
Es ist auch mรถglich, eine Klassifizierung einzubringen. Denn manche Applikationen sind geschรคftskritisch und andere nicht. Banken kรถnnen den Ausfall einer Applikation mit Unternehmenskennzahlen verbinden und wissen dann direkt, wie hoch der finanzielle Verlust in diesem Fall wรคre.

Stichwort Fachkrรคftemangel: Auch in Banken fehlen IT-Spezialisten. Wie kann Ihr Tool hier helfen?

Thomas Trenner: Die Grundprinzipien der Lรถsung sind Performance, Optimierung und Sicherheit. Sie ist darauf ausgerichtet, proaktiv geschรคftskritische Applikationen zu monitoren. IT-Abteilungen mรผssen also nicht mehr suchen, sondern bekommen die Informationen direkt. Der Fachkrรคftemangel ist in jeder Branche prominent visibel, speziell im IT-Bereich. Wenn wir es hier schaffen, den Betrieb hochgradig zu automatisieren und das auch noch fehlerfrei und sicher, lindert das ein wenig den Schmerz, dass man nicht alle Mitarbeiter so einstellen kann, wie man das mรถchte.

 

Thomas Trenner

Felix Oberlรคnder

Laura Kracht ist ehemalige Redakteurin beim BANKINGCLUB.

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