Bitte melden Sie sich an

Registrieren Sie Sich als Premium-Mitglied, um Vorträge herunterzuladen.

  • 100% Rabatt auf alle Club-Events und Kongresse
  • Download der Vortragsunterlagen aller Veranstaltungen
  • Zugriff auf Fotogalerie aller Veranstaltungen
Sie sind noch kein Mitglied?

Dann registrieren Sie sich jetzt:

Jetzt Mitglied werden
Sie sind bereits Mitglied oder waren Teilnehmer?

Bitte loggen Sie sich ein:

Jetzt einloggen
Jetzt Mitglied werden

„Einfach mal anfangen“

Die Bank für Sozialwirtschaft stellt um auf ein zentrales Projekt- und Multiprojektmanagement durch die Bankorganisation. Dem methodischen Neuland begegnet Abteilungsleiterin Angelika Zimmer pragmatisch: „60 Prozent reichen, um mit der Umsetzung einer guten Idee zu starten.“ Christian Grosshardt sprach mit ihr.

Von Julian Achleitner - 04. Februar 2016

BANKINGNEWS: Frau Zimmer, nur 60 Prozent? Das klingt gewagt. Was hat es damit auf sich?

Zimmer: Das angespannte Marktumfeld und der hohe Takt, mit dem der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen der Branche verändert, machen es nahezu unmöglich, Ideen immer bis ins letzte Detail zu durchdenken. Ich habe gelernt, dass es sich manchmal lohnt, einfach anzufangen statt nach der perfekten Lösung zu suchen.

Also lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach?

Eher, den Vogel überhaupt erblicken. Wir wollen in der Bankorganisation Kompetenzen im Projekt- und Multiprojektmanagement aufbauen, um die Fachbereiche aktiv zu unterstützen und den Gesamtüberblick über Projekte und mögliche Engpässe bei der Durchführung zu behalten. Dabei zählt vor allem methodisches Know-how. Die Werkzeuge zu optimieren, die wir dafür einsetzen, das machen wir hinterher.

Nun, für alles benötigt man Werkzeuge bzw. Tools in einer bestimmten Form. Können Sie das noch etwas präzisieren?

Das ist wie Autofahren. Erst lernen Sie die Verkehrsregeln und vermutlich fahren Sie zunächst ein Auto, bei dem eine Delle im Lack nicht so wehtut. Im übertragenen Sinne haben wir genau das gemacht: Eine komplette Projektinventur mit Priorisierung – und festgelegt, was überhaupt ein Projekt ist. Dafür brauchen Sie noch keine unbedingt erstklassigen Hilfsmittel. Wer solche Details von vornherein mit planen möchte, läuft Gefahr, sich von der Realität überholen zu lassen.

Decken Sie künftig das komplette Projektportfolio der BFS ab?

Nein. Die Organisationsabteilung übernimmt die Projektmanagementaufgaben zusätzlich zum Alltagsgeschäft, wie der Pflege des Organisationshandbuchs. Wir erweitern daher unsere personellen Kapazitäten, um künftig zwischen 70 und 80 Prozent des Projektvolumens im Haus zu bewegen.

Warum keine 100 Prozent?

Die tatsächlichen Aufwände unterliegen über das Jahr verteilt hohen Schwankungen. Daher federn auch weiterhin Kollegen aus den Fachbereichen als Projektleiter Spitzen ab. Das geschieht im Einklang mit den abteilungsinternen Planungen zwischen Linien- und Projektaufgaben.

Wie sieht eine typische Verteilung in den Fachbereichen aus?

Ganz grob gesagt: 70 Prozent Linienaufgaben, 30 Prozent Projektarbeit. Wir haben es aber nicht mit einer Gleichverteilung über alle Abteilungen zu tun. Zudem beeinflussen externe Vorgaben die Planung. Wer sich auf die Umsetzung der Zahlungsdiensterichtlinie PSD 2 vorbereitet, kann nicht ohne weiteres zeitgleich das nächste Zahlungsverkehrsthema bearbeiten. Dies über das Gesamthaus zu erkennen, macht eine zentrale Planungsstelle erforderlich, die den Überblick behält.

Unterstützt Sie eine Software im Projektmanagement?

Das gehört zu den Aspekten, denen wir uns erst später widmen. Im Vordergrund stehen für uns der Methodenbaukasten und das Know-how zur Projektführung. Denn nur durch die Einführung eines IT-Tools entstehen weder Mehrwert noch Innovationen im Unternehmen. Die Veränderung beginnt im Kopf.

Das klingt jetzt etwas nach Werbeslogan.

So ist es nicht gemeint. Es geht darum, Fachkollegen im Projekt zu steuern, damit diese ihre abteilungsspezifischen Kernkompetenzen voll zur Geltung bringen können. Mit einer starken Organisation, die Projekte leitet und koordiniert, halten wir den Kollegen also künftig den Rücken frei. Diese Veränderung in der wechselseitigen Wahrnehmung kriegen Sie nicht hin, wenn alle vom Kopf her aussteigen.

Welche konkreten Herausforderungen gibt es, denen Sie sich stellen müssen?

Organisatorische Veränderungen bedeuten fast immer, sich von liebgewonnenen Gewohnheiten zu verabschieden und sogar Kompetenzen einiger Kollegen zu beschneiden. Wir merken auch, dass beispielsweise durch die zu erstellenden Projektsteckbriefe an einzelnen Arbeitsplätzen die Aufwände steigen. Wir müssen deshalb klarmachen, dass dies trotzdem zu Entlastungen führt und für das Unternehmen einen höheren Gesamtnutzen erzeugt.

Sie sind mit 60 Prozent gestartet. Was ist das Ziel?

Steigende Projektqualität und eine Bankorganisation, die als kompetenter Partner für die Fachbereiche etabliert ist.

Bildnachweis: portishead1 via istockphoto.de

Lesen Sie auch

Die DNA des Erfolgs

Die Sparkassen denken aktuell über eine eigene Direktbank[…]

Redaktion

Aus purer Verzweiflung

Deutsche Commerz? Ernsthaft?

Thorsten Hahn

Risiken und Prozesse digital integriert

Ein Praxisbericht zur Prozessdokumentation unter Einbeziehung operationeller Risiken[…]

Karl Hartinger
Dr. Alexander Bethke-Jaenicke, Gründer und geschäftsführender Partner von Horn & Company

Data Analytics: „Andere Branchen sind deutlich weiter“

Die Industrialisierung von Prozessen steht weit oben auf[…]

Philipp Scherber

Banca Carige wird zwangsverwaltet

Neues Jahr, neue Führung, neues Glück? Nach dem[…]

Tobias Schenkel

Wenn Digitalisierung einfach intelligent ist

Zukunftsweisend, papierlos, nachhaltig – diese Aspekte fehlten bis[…]

Siegfried Fichtler

Das Ziel

Autoren: Eliyahu M. Goldratt (Verfasser), Dwight Jon Zimmerman[…]

Daniel Fernandez

Vabanque-Spiel

Die Deutsche Bank holt die Beratungstruppe Cerberus Operations[…]

Thorsten Hahn

Rezension: Digital Work Design

Der Begriff der „Digitalisierung“ ist heutzutage nicht mehr[…]

Dalia El Gowhary

Agiles Projektmanagement in Banken – eine Utopie?

In der Bankenwelt greift seit einigen Jahren mehr[…]

Christoph Lütchens

German Dream in der Deutschen Bank

Ein Ende zieht auch immer einen neuen Anfang[…]

Christian Grosshardt

Von Säulen, Telefonzellen und Dinosauriern

Bis zum Jahr 2030 soll es in Deutschland[…]

Christian Grosshardt

Mit „Systemischem Projektmanagement“ sicher durch den Sturm navigieren

„Was hat der Mars mit dem Berliner Flughafen[…]

Kurt-Walter Langer

Inhouse Consulting – der kleine Unterschied

Viele Banken beschäftigen externe Unternehmensberater. In der Commerzbank[…]

Andrea Dreyer

Bänkchen, wechsel dich

Von Banken werden agile Methoden und Transformation gefordert,[…]

Thorsten Hahn

Fehler sind erlaubt – ein Scheitern nicht

Nachbericht zum Fachkongress "Zukunft der Bankorganisation" am 20.[…]

Philipp Scherber

Wie die KfW Bankengruppe die interne Kommunikation auf Dialog ausrichtet

Seit drei Jahren setzt die KfW Bankengruppe auf[…]

Christian Chua

BANK VISIT 2017 – US-Orden für Verdienste im Finanzumfeld

„For the fifth time“ – am 10. August[…]

Markus Müller

Digitale Kollaboration im Social Intranet

Die Sparda-Bank West macht sich fit für die[…]

Heike Szary-Bogdon

Die Prozesslandkarte der BayernLB

Die in der Bankbranche weit verbreitete aufbauorganisatorische Sicht[…]

Sven Trautner

Kommentieren, empfehlen, bloggen – Social Business macht’s möglich

Qualitativ hochwertiger Austausch und schlanke Prozesse sind kein[…]

Alex Bering

Geht es auch ein bisschen schlanker?

Nicht erst seit Big Analytics wissen wir, dass[…]

Barbara Laimer

Die MaRisk sind nicht alles

Vorschriften einzuhalten, ist keine Strategie!

Claudia Meier

Disruption trifft Tradition. Nicht.

Vom 5. Bis 6. April war Berlin Magnet[…]

Thorsten Hahn

„Banken wollen mehr Prozesse auslagern“

68 Prozent der deutschen Banken planen teilweise in[…]

Redaktion
Bank für Gemeinwohl

Geld mit Sinn: Die Bank für Gemeinwohl

Einen Wandel der Finanzlandschaft hin zum ethischen Banking[…]

Frederik Schorr

Banking unter sich wandelnden Wettbewerbsbedingungen

Egal, ob Privat-, Genossenschaftsbank oder Sparkasse – sowohl[…]

Jochen Ramakers

Revolution oder Evolution?

Bitcoin und Kryptowährungen sind eine Revolution des Geldwesens.[…]

Christoph Mann

Kreativität sticht Komplexität

Auf dem Weg zu Corporate Creativity.

Claudia Meier
Deutsche Bank Strategie

Über die Rückkehr zur Strategie

Im Jahr 1870 wurde die Deutsche Bank in[…]

Thorsten Hahn

Prozesskultur für Banken: Organisationen sich selbst verändern lassen

Studien belegen: Prozessmanagement erzeugt Widerstände, viele Mitarbeiter bekommen[…]

Florian Hutter

„Weichen neu gestellt“ – GLS Bank zieht positive Bilanz

Wesentliche Entwicklungsschritte verzeichnete die GLS Bank für das[…]

Christian Grosshardt

Die Großprojekte kommen

Banken dürfen sich nicht verstolpern.

Claudia Meier

Erfolgreiche Digitalisierung erfordert neue Prozessmanagement-Ansätze

Meist wird das Thema Geschäftsprozessmanagement vor allem mit[…]

Thomas Allweyer

Mit Multi-Projektmanagement Risiken minimieren

In vielen Branchen ist es State-of-the-art, in anderen[…]

Norman Frischmuth

Studie: Banken wünschen sich mehr Veränderungskompetenz

Vom Schlagwort zum Programm: 62 Prozent der Fach-[…]

Ralf Heydebreck

Brexit: Großbanken wollen Mitarbeiter aus London abziehen

Die Brexit-Pläne der britischen Regierung könnten Großbanken mit[…]

Daniel Fernandez

„Investmentprozess à la nextgen“

Rund 3.100 Privatstiftungen in Österreich verfügen über ein[…]

Manfred Wieland

Digitale Verantwortung

Das digitale Universum wird die Verantwortung nicht übernehmen.[…]

Thorsten Hahn

Großprojekte: „Ohne sauberes Prozessmodell sind Sie aufgeschmissen“

Deutsche Geldhäuser blicken pessimistisch in die Zukunft: Neun[…]

Christian Grosshardt

Holacracy

Ein revolutionäres Management-System für eine volatile Welt

Anna Stötzer

„Bankgeschäfte machen sicher weniger Spaß als Pokémon Go“

Das Fintech N26 hat jetzt eine Banklizenz. O2[…]

Christian Grosshardt

Auf das Kerngeschäft besinnen

Bankorganisatoren schaffen dafür die nötige Prozesslandschaft.

Claudia Meier

Management by trial and error

Jeder fünfte Arbeitsplatz soll bei der Commerzbank wegfallen.[…]

Thorsten Hahn

Hersteller treiben Integration der Banken-Software voran

Zwei Trends bestimmen das aktuelle Marktumfeld für BPM-Software:[…]

Nick Führer

Drum prüfe, wer sich ewig bindet…

Vor Jahrhunderten konnten sich die Mächtigen noch Pyramiden[…]

Thorsten Hahn

„Wir müssen weg vom Wildwuchs der Systeme“

In den kommenden drei Jahren steigt die Bedeutung[…]

Philipp Scherber

BPM-Software richtig einsetzen

Bankorganisatoren, die Prozesse leben, brauchen nur ein gutes[…]

Claudia Meier

High Noon in Düsseldorf

Die Gewinne in die Rücklagen fließen lassen oder[…]

Thorsten Hahn

Jammern auf hohem Niveau

Oder sind die aktuellen Bank-Quartalszahlen ein alarmierendes Signal?

Thorsten Hahn