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Fintechs bleiben Jungbrunnen der Bankenbranche

Nichts ist so bestÀndig wie die VerÀnderung. So bleiben Fintechs auch im Jahr 2023 entscheidender Innovationstreiber der Bankenbranche. Es lohnt sich, die Augen offen zu halten. Noch besser ist es, die Initiative zu ergreifen.


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In einer schnelllebigen und digitalen Welt erwarten Kunden innovative Angebote, die Lösungen fĂŒr ihre sich stĂ€ndig Ă€ndernde BedĂŒrfnisse und Probleme bieten. FĂŒr konventionelle Banken ist es in diesem Umfeld kaum möglich, alle Bedarfe zu decken. Nicht zuletzt deshalb haben sich Fintechs zu einem unverzichtbaren Jungbrunnen des Finanzsektors entwickelt. Sie sind in der Lage, junge Zielgruppen effektiver zu adressieren, identifizierte Trends schneller umzusetzen und stoßen in Nischen vor, die fĂŒr große Kreditinstitute unrentabel erscheinen. So bleibt auch nach einem schwierigen Jahr 2022 zu konstatieren, dass es nicht die Frage ist, ob Fintechs weiterhin Einzug in die Bankenbranche halten, sondern wie. 

Die Zukunft heißt Kooperation

Im öffentlichen Bewusstsein sind insbesondere die großen Neobanken prĂ€sent. Unternehmen wie N26, Solarisbank oder Revolut, die ĂŒber eigene Banklizenzen verfĂŒgen, dominieren aufgrund ihres Volumens und des B2C-Modells die Schlagzeilen der Branche. Dabei findet die wesentlich spannendere und einflussreichere Entwicklung im Schatten der digitalen Konkurrenz statt. FĂŒr viele Fintech-Start-ups ist das eigenstĂ€ndige B2C-GeschĂ€ft aufgrund des verteilten und umkĂ€mpften Markts immer weniger erstrebenswert. Die Zukunft liegt in der Kooperation. 

In den letzten Jahren ließen sich zahlreiche Beispiele erfolgreicher Zusammenarbeit nachverfolgen. Die Bandbreite reicht von der Nutzung eines Fintechs als Dienstleister ĂŒber den Kauf und die Integration bis hin zur gezielten Inhouse-GrĂŒndung. Das Fintech Raisin konnte sich beispielsweise als prominenter Bankendienstleister etablieren. Eine Vielzahl von GeldhĂ€usern greift heute auf das Banking-as-a-Service-Modell zurĂŒck, um der eigenen Kundschaft Zugang zu Tages- und Festgeld-Angeboten aus ganz Europa zu ermöglichen. 

Die Berliner Volksbank wĂ€hlte den Weg der Integration. Als Teil eines Konsortiums ĂŒbernahm sie die KMU-Finanzierungsplattform FinCompare. Auf diese Weise erweitert die Volksbank ihr Leistungsportfolio im Bereich der Unternehmensfinanzierung und intensiviert ihre Vernetzung mit kleinen und mittelstĂ€ndischen Unternehmen. Ferner wurde Smavesto als Inhouse-GrĂŒndung zum Vorzeigeprojekt der Bremer Sparkasse. Der Robo-Advisor wird mit mittlerweile auch von weiteren Banken eingesetzt. 

Die Initiative ergreifen

Unterm Strich gilt es fĂŒr Banken nicht einfach nur die Augen offen zu halten und den Markt nach Optionen zu sondieren. Je frĂŒher sie mit Fintech-Start-ups in Kontakt kommen und diese unterstĂŒtzen, desto grĂ¶ĂŸer ist der wechselseitige Nutzen. Die GrĂŒnder können von einer sicheren Finanzierung oder dem Know-how der Senior Partner profitieren. Banken können dafĂŒr Sorge tragen, dass die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen besser auf den eigenen Bedarf zugeschnitten ist. Zudem erhöhen sie ihre Chancen auf langfristige Partnerschaften mit dem Junior Partner. 

Welche Strategie eine Bank ergreift, hĂ€ngt stark davon ab, wie das Unternehmen insgesamt aufgestellt ist. Vom Angebot eines Accelerator-Programms oder Innovation-Hubs ĂŒber die Beteiligung an Venture Capitals bis hin zur UnterstĂŒtzung durch Business Angels existieren zahlreiche Erfolgsmodelle. Der gemeinsame Kern liegt in ihrem Anspruch: Die Initiative zu ergreifen bedeutet nicht nur, die Erfolgschancen zu erhöhen, sondern die Zukunft des Finanzwesens aktiv mitgestalten zu wollen. 

 

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