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Kubanische Währung: Doppelt hält besser

Seit längerem schon besteht bei Kubas Währungen ein minder schweres Wirrwarr. Warum gibt es denn nun zwei Währungen im Land und wer bezahlt nun wie auf der Insel? Wir sorgen für Wissenszuwachs, damit Sie bei einer Reise nach Kuba das richtige Geld im Portemonnaie haben.

Von Redaktion - 25. März 2020
Grafik Währung auf Kuba

Kubas Währung ist der Peso Cubano (CUP), auf „Einheimisch“ auch Moneda Nacional (MN). Er ist die ursprüngliche kubanische Währung. Die höchste Stückelung ist 100. Löhne und Renten werden im Peso Cubano  ausgezahlt, man kann damit in Supermärkten einkaufen und Bus fahren.

Aber Achtung – das gilt für die Einheimischen. Wer in das Land einreist, zahlt mit dem Peso Convertible (CUC). Doch wozu die zweite Währung? Der Grund: 1993 wurde der US-Dollar legalisiert. Das war aber nicht gut für die kubanische Ökonomie. Also musste eine Konter-Währung her, die den US-Dollar verdrängen sollte. So erfolgte ab 1994 dann aller Handel in CUC.

Eine Währung für teure Souvenirs

Ursprünglich mal als Verrechnungseinheit für nationale Unternehmen gedacht, dient der CUC eher dazu an Devisen zu gelangen, indem man auf die Souvenir-Gier und Spendierlaune von Touristen (und Einheimischen) setzt. Mit ihm werden besonders importierte Waren bezahlt, aber auch einige Lebensmittel und staatliche Dienstleistungen (etwa das Ausstellen von Pässen).

Gerne werden auch teure Konsumartikel mit dem Peso Convertible bezahlt – den Staat freut es. In den 1990er-Jahren gab es sogar spezielle Geschäfte, die Importwaren für und kubanische Exportwaren für CUC angeboten haben.

Der Peso Convertible ist an den US-Dollar gebunden. Zwischen den beiden Währungen besteht Parität. Der US-Dollar ist aber nicht als Zahlungsmittel anerkannt, die Ausfuhr nicht erlaubt. Lediglich in staatlichen Banken, Wechselstuben und an Geldautomaten bekommt man die amerikanischen Scheine.

Vom Versuch die Währung einzutauschen, sollte abgesehen werden. Sonst winken saftige Gebühren. Auch der Euro ist auf Kuba nicht sonderlich beliebt. Nur wenige Geschäfte nehmen die Währung an.

Peso Convertible und Peso Cubano können immer umgetauscht werden. Aber der Wechselkurs von CUC in die ursprüngliche Währung liegt bei 1:24. Umgekehrt besteht ein Verhältnis von 1:25. In der Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung besteht eine Relation von 1:1.

Entwirrung des Währungschaoses

Das heißt also: In Kuba gibt es zwei Währungen – eine für Einheimische und eine für Touristen. Zumindest war es früher so. 2009 ergriff Raúl Castro Maßnahmen gegen das Währungschaos. Daher sind heute deutlich mehr Waren für Peso Cubano erhältlich und es gibt mehr Geschäfte und Unternehmen, die den CUP annehmen.

Grundsätzlich gilt somit eher: Der CUC ist für alles, was über den wichtigsten Bedarf des täglichen Lebens hinausgeht, wohingegen für öffentliche Verkehrsmittel, auf Märkten, an Imbissbuden und in Restaurants mit CUP bezahlt wird.

Dennoch ist nach wie vor eine Zwei-Währungsgesellschaft auf Kuba bemerkbar: Besonders klassische Touristen-Ausgaben wie Hotel, Mietautos und Restaurants können nach wie vor nur mit CUC bezahlt werden.

Die kubanische Regierung kündigte 2013 an, dass sie einen Plan ausarbeiten wird, um beide Währungen zusammenzuführen. Getan hat sich seitdem nicht viel. Bisher ist kein Ende von Kubas Zwei-Währungsgesellschaft in Sicht. Aber man hat sich auf der Insel ohnehin schon daran gewöhnt.

Daily-Highlights: Sie möchten mehr von unseren Dailys? Dann lesen Sie hier mehr über die Grenzen des Risikomanagements oder darüber, warum Banken gerade jetzt nicht linear denken sollten.

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